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Ich schaffe es einfach nicht mehr alleine und brauche Hilfe
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Hallo ihr Lieben,
mein Name ist Franziska, ich bin 36 Jahre alt und komme aus Hannover. Diesen Spendenaufruf zu erstellen fällt mir extrem schwer, da ich mich dafür schäme, nicht ohne Hilfe anderer klar zu kommen. Ich bin verschuldet und komme einfach nicht alleine da raus.
Aber ganz von vorne:
Zu mir gehören die beiden Hunde Krümel (13) und Nyla (12). Bis vor ein paar Jahren gehörten auch noch einige Meerschweinchen zu meiner bunten Familie. Alle Kosten konnte ich bisher immer gut wuppen und habe im Zweifelsfall bei mir selbst gespart, wenn es eng wurde.
Leider hat es dann ab 2023 Überhand genommen mit den Tierarztkosten.
Tierarztkosten waren 2023: 14.185,41 Euro (die Physio für die Hunde habe ich in dem Jahr noch nicht aufgelistet). Nyla hatte in dem Jahr eine Baustelle nach der Nächsten: Ohrentzündungen, blutige offene Pfoten, Zahnsanierung mit Extraktion einiger Zähne, mehrere Blutbilder, Granne im Ohr (also Narkose, CT etc.), monatelange Nachsorge da die Granne das Trommelfell zerfetzt hatte und sich darauf ein Hefepilz gelegt hatte, eine einjährige Desensibilisierung, Entfernung einer Gesäugeleiste...
2024 ging es leider so weiter, diesmal mit Krümel: mehrere Analdrüsen-Abszesse, die lange zum Heilen brauchten, Blasenentzündungen und Struvitkristalle, Umstellung des Futterplanes und immer wieder Kontrolle durch Bauchraumschall und Direktentnahme Harn aus der Blase, zuletzt eine große Zahn-OP, bei der alle verbleibenden Zähne entfernt werden mussten, da sie entweder locker, stark entzündet waren oder sich Zysten gebildet hatten.
Die Tierarztkosten lagen in 2024 bei 11.811,06 Euro, dazu kamen Physiokosten in Höhe von 1.504,80 Euro.
Seit 2025 sind wir nun ein bisschen seltener beim Tierarzt *klopf auf Holz*. Nyla benötigt jedoch alle 4-6 Wochen ihre Librela-Injektion und alle 3 Wochen Physio, damit sie weiterhin beweglich bleibt und Freude am Leben haben kann. Sie bekommt täglich 1/2 Tablette Caniphedrin aufgrund ihrer Harninkontinenz. Krümel braucht halbjährlich einen Bauchraumschall und Harnkontrolle, sowie jährlich aufgrund eines beginnenden Stars eine Augenuntersuchung. Dazu hat er beginnende Demenz, die wir durch das Futter und Zusätze sehr gut im Griff haben.
Tierarztkosten 2025: 5.722,09 Euro, Physiokosten 2025: 1.779,30 Euro.
Tierarztkosten 2026 (Stand 28.07.): 2.463,44 Euro, Physiokosten (Stand 28.07.): 1.126,90 Euro
In den Jahren 2023 und 2024 bin ich in einen Burnout gerutscht. Ich war mindestens einmal pro Woche beim Tierarzt und/oder bei der Physio. Ich habe dadurch bei der Arbeit meine Arbeitszeit nicht geschafft und das hat natürlich den Druck erhöht. Dazu kamen viele Abschiede, teils sehr dramatisch und mit wenig Zeit dazwischen, um zu trauern. Anton starb bei einer Zahn-OP (er hatte den Gendefekt Riesenzahn) - mein absolutes Seelen-Schweinchen. Nur zwei Tage zuvor bin ich als Notfall mit Ana zum Tierarzt und er konnte sie nur noch erlösen. Mit Levke bin ich am Wochenende nachts in die TiHo gefahren, da sie einseitig aufgebläht war und mit dem Kopf an die Wand gedrückt in der Ecke saß - nicht mal Schmerzmittel sind drin geblieben. Sie hatte eine Magendrehung und konnte auch nur noch erlöst werden. Kümmi und Oreo habe ich verstorben im Gehege gefunden, ohne jegliche Vorzeichen dafür. Bei Max und Gysbert ging es auch ganz plötzlich. Beide habe ich beim Sterben begleitet, da sie den Weg zum Tierarzt oder der TiHo nicht mehr geschafft hätten und dann alleine in der Transportbox verstorben wären. :(
Sunny ging es plötzlich sehr schlecht. Ich hatte sie aus zweiter Hand komplett übergewichtig (1,5 kg) übernommen und sie hatte bei mir gut abgenommen, wurde fitter und agiler. Ein Ultraschall zeigte einen riesigen Blasenstein. Am nächsten Tag wurde sie operiert und das war ein Schock. Die komplette Blase war voll, alles dabei von Blasengries bis Blastenstein, alle Zustände dazwischen. Sie muss wahnsinnige Schmerzen gehabt haben. :( Die OP hat sie gut überstanden, auch die Nacht danach. Am nächsten Tag war bei der Nachkontrolle auch alles gut. Leider ist sie ein paar Stunden danach still und leise verstorben. Ich habe sie in der Nacht vor der OP stündlich gepäppelt und nach der Nachkontrolle auch stündlich. Es war ein großer Schock sie plötzlich tot zu finden.
Obwohl ich bereits etwas Hilfe aus der Familie bekommen habe (mir wurden 12.000 Euro geliehen, damit ich aus dem Dispo raus bin und die hohen Dispo-Zinsen nicht dazu abbezahlen muss), komme ich einfach nicht aus den Schulden raus. Nach etwas über 10 Jahren hat mich nun auch mein Geschirrspüler im Stich gelassen und ein Neuer musste her. Dieser hat mich knappe 800 Euro gekostet.
Ich habe bereits versucht zu verkaufen, was ich so habe - aber entweder es findet sich kein*e Käufer*in oder ich habe nichts zu verkaufen, wofür man Geld verlangen kann. Meine Fixkosten habe ich versucht auf ein Minimum zu reduzieren, schaue sehr nach Angeboten, esse und trinke günstiger und weniger.
Ich schäme mich, dass ich mit 35 Jahren es nicht schaffe, ein eigenständiges Leben hinzubekommen. Bis 2023 hatte ich alles im Griff und nun geht es mir aufgrund meiner finanziellen Lage immer schlechter, da diese zunehmend belastender wird.
Ende September und Anfang Oktober stehen die nächsten größeren Termine in der TiHo für Krümel und Nyla an. Die Rechnungen bei unserem Haustierarzt lasse ich seit 2025 über BFS auf Raten laufen (bis zu 4 Raten sind zinsfrei). Das hat mir eine Weile geholfen. Leider hilft das bei den Summen nun nicht mehr genügend. Ich stecke wieder fast 5.000 Euro im Dispo (Stand 28.07.) und mich verlässt die Kraft dagegen anzukämpfen - auch weil mein Arbeitsvertrag bis zum 31.12.2026 befristet ist und ich nicht weiß, ob es danach weitergeht oder nicht. Im worst case bin ich ab 2027 dann also verschuldet, arbeitslos und kann für die medizinische Versorgung meiner beiden Lieblinge nicht mehr garantieren. Besonders Letzteres zerreißt mich, da meine beiden Chaoten mein Leben sind, meine Familie, das Wertvollste überhaupt.





