Hallöchen ich bin Jessica, 36 Jahre alt. Ich wurde als Kind mit 4 Jahren über zwei Jahre hinweg sexuell misshandelt und verschwieg alles. Als ich dann 2015 erneut von jemandem brutal vergewaltigt wurde, schwieg ich erneut. Erst als es durch ein gemaltes Bild von mir herauskam, sprach ich über alles. Damit fing dann leider meine Krankheit an. Es war 2016. Ich hatte gerade die Probezeit als Erzieherin hinter mir. Nie war mir klar, warum ich so viele Probleme im Leben hatte, viel vergaß, anders als die anderen bin, nie Nein sagen kann, nie ernst genommen werde weil ich so kindlich, naiv und verrückt bin undso.
Schon im Kindesalter entwickelte ich dadurch eine Dissoziative multiple Persönlichkeitsstörung, welche erst dieses Jahr diagnostiziert wurde. Und ich habe eine Posttraumatische Belastungsstörung. Seit meiner Aussprache 2016, leide ich nun auch anfangs täglich unter dissoziativen Krampfanfällen oft mit Lähmungen danach. Leider konnte ich deshalb bislang noch immer keine Traumatherapie machen. Ich hatte einige Jahre den 5. Pflegegrad und trug einen Kopfschutzhelm, der meine Haare vorne und seitlich so abscheuerte, dass sie nicht mehr nachwachsen. Ich hatte früher immer so schönes volles, dickes Haar um das ich beneidet wurde. Das vermisse ich sehr. Ich wohnte schon oft in Kurzzeitpflege und auch für einige Jahre in verschiedenen Pflegeeinrichtungen und sogar in Altersheimen. Ich wünsche mir aber sehr eine eigene Wohnung. Gegenwärtig habe ich nur noch wenige Anfälle und den 3. Pflegegrad. Zum Glück, weil ich dadurch gerade bei meinen Eltern wohnen kann. Mein Vater hat einen Gehirntumor und wird bald sterben. So kann ich ihn mit pflegen und bei ihm sein. Das ist uns allen sehr wichtig und ich bin froh, dass ich die Gelegenheit habe. Meine Mutter muss viel arbeiten und mein Bruder hat ein normales schönes Leben und muss ja auch arbeiten. Er hilft aber so viel er kann. Ich bin sehr stolz auf ihn.
Ich bin immer sehr gestresst und habe kaum Zeit für mich selbst. Ich wünsche mir Geld für die Zeit nach Papas Tod, um meiner Mutter und mir Ausflüge zu ermöglichen, die wir jetzt lange nicht machen konnten und können, um Ablenkung zu haben und Normalität zu schaffen. Und ich wünsche mir für mich Geld, um wieder normal und gesund auszusehen indem ich mir Haare transplantieren lassen kann, die der Helm und auch der Stress mir nahmen. Ich bin auch zu 100% Schwerbehindert aber man soll es mir nicht so ansehen, das wäre schön.
Ich habe eine Betreuerin und eine Einzelfallhilfe, eine Psychotherapeutin, Freundinnen und eine wunderbare Familie, die ich über alles Liebe. Außerdem noch zwei Kater. Alle unterstützen mich emotional sehr und geben mir Halt und Kraft. Irgendwann nach einer Traumatherapie habe ich die Hoffnung auf ein eigenes Leben, welches ich noch nie hatte, mit eigener Wohnung und einer schönen Arbeit. Durch neue Haare, könnte ich z.B. einen Pony tragen oder einfach ohne Scham normal und unauffällig aussehen und mich damit einfach besser fühlen. Es ist für mich eine große Überwindung um Geld zu bitten, gerade von Fremden. Ich würde es nie wieder gut machen können. Aber es wäre eine wirklich gigantische Freude für mich wenn Sie mir vielleicht helfen würden. Vielen herzlichen Dank! Ihre Jessica Köckritz.


