- J
- S
- m
(English below)
Leider gibt es ein nicht sehr erfreuliches Update zu meiner Hustensaft-Causa bezüglich meines Führerscheins.
Falls ihr euch erinnert, wurde ich im Oktober 2023 aufgrund meines Aussehens von einer roten Ampel aus zu einer Polizeistation eskortiert, da dort im Zuge einer Hanfmesse (mit der ich definitiv nichts zu tun hatte und die außerdem auf der anderen Seite der Stadt stattfand) von einem Amtsarzt Kontrollen durchgeführt wurden. Ich war an diesem Nachmittag lediglich mit unserem Hund unterwegs und hatte mir etwas zu essen besorgt.
Zuvor verschrieb mir meine Hausärztin Codein-haltigen Hustensaft, den ich an diesem Tag gar nicht konsumierte. Ich war also nicht beeinträchtigt – das bestätigt auch das toxikologische Gutachten. Nichtsdestotrotz behauptete der Amtsarzt, ich hätte mein Fahrzeug in beeinträchtigtem Zustand in Betrieb genommen. Seine Begründung: Übermüdung und Abgeschlagenheit hätten – entgegen dem Laborbefund, der ausdrücklich festhält, dass keine zentraldämpfende Wirkung mehr gegeben war – angeblich wieder eingesetzt.
Im toxikologischen Gutachten wurden jedoch keine aktiven Substanzen festgestellt – es gab also keinerlei Wirkung mehr, die mein Fahrverhalten hätte beeinflussen können. Trotz eines ärztlichen Rezepts wurde die Situation von den Behörden so dargestellt, dass ich auf Grund dessen unter anderem kurzzeitig meinen Führerschein abgeben musste.
Hinzu kommen weitere Ungereimtheiten: Die Polizei behauptete, ich hätte erweiterte Pupillen, während mir der Amtsarzt verengte Pupillen zuschrieb. Auch die Einschätzungen meiner angeblichen Beeinträchtigung schwankten zwischen den Gutachten. Besonders absurd: Eines der drei (!) vom Amtsarzt eigens erstellten Gutachten, das meinem Anwalt vor Gericht vorlag und klar belegte, dass ich an diesem Tag nicht beeinträchtigt war, wollte er im Verfahren nicht erinnern, es jemals verfasst zu haben. Diese widersprüchlichen Aussagen blieben vom Richter unberücksichtigt, obwohl sie die Situation eindeutig hätten klären können.
Nach mittlerweile zwei Jahren, in denen ich nun schon um mein Recht kämpfe und in denen ich (dank eurer Hilfe!) über € 3.000,- in Rechtsmittel investiert habe, habe ich schlussendlich – trotz Top-Anwalt – die Gerichtsverhandlung verloren.
Obwohl wir sogar Unterstützung vom ÖAMTC bekommen haben, wurde unsere Beschwerde vom Obersten Gerichtshof abgelehnt, und es gibt somit keine Möglichkeit mehr auf eine zweite Verhandlung. Ich bekomme nun einen Eintrag im Führerschein wegen angeblich „Fahren unter Beeinträchtigung“ (was schlicht nicht der Wahrheit entspricht) und muss zusätzlich € 1.837,- Strafe zahlen – für ein Vergehen, das ich nie begangen habe.
Dieser Wahnsinn geht wirklich an meine psychische und finanzielle Substanz.
Wenn ihr mich noch weiter darin unterstützen wollt, die von der Polizei geforderte Summe begleichen zu können und – trotz der für mich extrem unangenehmen Konsequenzen, die mir bei zukünftigen Führerscheindatenabfragen während Verkehrskontrollen bevorstehen – diesen emotionalen Stress endlich hinter mir zu lassen, würde mich das enorm entlasten.
Jedenfalls möchte ich mich für all eure aufbauenden Worte und euer herzliches Engagement bedanken, das ist nicht selbstverständlich!
Für weitere Ideen bin ich grundsätzlich offen!
English:
Unfortunately, there’s an unpleasant update regarding my “cough syrup case” and my driver’s license.
If you remember, back in October 2023, I was escorted from a red light to a police station solely because of my appearance. At the time, a medical officer was conducting checks in connection with a hemp fair – which I had absolutely nothing to do with and which was taking place on the other side of town. That afternoon, I was simply out walking our dog and had grabbed something to eat.
My doctor had previously prescribed me codeine-based cough syrup, which I hadn’t even taken that day. I was therefore not impaired in any way – something clearly confirmed by the toxicology report.
Nevertheless, the medical officer claimed I had been driving in an impaired state. His reasoning: fatigue and exhaustion had allegedly reactivated the effects of the codeine – contradicting the lab report, which explicitly stated that no sedative effects were present anymore.
The toxicological analysis found no active substances at all, meaning there was no remaining effect that could have influenced my driving. Despite having a valid prescription, the authorities treated the situation as if I had been unfit to drive, which even led to a temporary suspension of my license.
To make matters worse, there were several inconsistencies. The police claimed my pupils were dilated, while the medical officer wrote they were constricted. Assessments of my alleged impairment varied wildly between the reports.
Even more absurd: one of the three reports written by the same medical officer – the very one my lawyer presented in court, which clearly showed that I was not impaired that day – was later denied by the doctor, who claimed he didn’t recall ever writing it. These contradictions were ignored by the judge, even though they could have clearly clarified the situation.
Now, after two years of fighting for my rights – during which I’ve already invested over €3,000 in legal appeals (thanks to your help!) – I’ve ultimately lost the case, despite having a top-tier lawyer.
Even with support from the Austrian Automobile Club (ÖAMTC – similar to the AAA in the US), our appeal to the Supreme Court was rejected, meaning there’s no further possibility of a retrial. I’ll now receive an official mark on my driving record for allegedly “driving under impairment” (which simply isn’t true) and must also pay a €1,837 fine – for an offense I never committed.
This whole ordeal has been extremely draining, both mentally and financially.
If anyone would still like to help me cover the amount demanded by the authorities and allow me to finally put this emotionally exhausting chapter behind me – despite the unpleasant long-term consequences I’ll face whenever my driving record is checked in the future – I would be deeply grateful.
I sincerely want to thank all of you for your kind words and ongoing support. It truly means a lot and is anything but self-evident. I’m also open to any further ideas or suggestions.


