Hope Center gg weibl Beschneidung

(For English version see below)

Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? – Vincent van Gogh

Für viele Mädchen hier in Ostafrika würde dies bedeuten: Beschneidung. Ihnen werden ihre weibliche Geschlechtsteile teilweise oder ganz entfernt – und das alles mitten in der Wüste ohne Betäubung und mit einfachem und unsterilen Werkzeug, wie Rasierklingen. Viele Mädchen sterben entweder bei der Prozedur oder später aufgrund von Entzündungen. Die leblosen Körper der Mädchen werden nicht begraben, sondern einfach in den Busch geworfen und von den Wildtieren aufgefressen. Eine Bestattung der Mädchen würde die Familie verfluchen.

Beschneidungen oder FGM (Female Gential Mutilation) sind kein religiöser Akt, sondern ist Tradition in den verschiedenen Stämmen in ländlichen Gebieten Tansanias.

Doch einige Mädchen riskieren alles um ihr Leben zu retten und fliehen - vor ihren eigenen Eltern. Sie finden Zuflucht im Hope Center für Mädchen und junge Frauen. Hier können sie schlafen, bekommen warme Mahlzeiten und Zuneigung.

Geführt wird das Hope Center von Rhobi Samwelly, eine starke Frau, die als Mädchen selbst bei der Beschneidung fast verblutet wäre. Sie möchte das FGM gestoppt wird und diese unsinnige Tradition ein Ende findet. Dazu bietet sie den Mädchen nicht nur während der Beschneidungszeit Zuflucht, sie geht auch in die Völker und zu den Eltern und auch zu den Kindern und klärt sie auf. Einmal um sicher zu sein, dass das Mädchen, wenn es zurück kommt nicht beschnitten wird, sowie die Beschneidung schon vor der gefährlichen Flucht der Mädchen zu verhindern.

Diese Mission und Vision verfolgt sie schon länger. Gemeinsam mit dem Bischof der Anglican Church in Mugumu haben sie das Safe House errichtet und in 2016 mehr als 200 Mädchen ein zu Hause gegeben. Neben dem Safe House gab es ein Vocational Center wo die älteren Mädchen zur Sekretärin ausgebildet wurden.

Im August 2016 gab es jedoch einen Wechsel in der Führung der Anglican Chruch. Der neue Bischof unterstützt den Kampf gegen FGM oder generelle geschlechterspezifische Gewalt (GBV) nicht. Er sieht es nicht als seine Aufgabe gegen Kulturen und Traditionen anzugehen. Er stellte die Zahlungen für das Safe House ein. Durch Spenden konnte es zunächst weiterlaufen, doch nun möchte er das Safe House komplett schließen um dort eine Secondary School oder ein Ausbildungszentrum, zu eröffnen, um somit Geld für seine Instutition zu erwirtschaften. Im Juli 2017 wurde Rhobi dann von ihrem Job als Leiterin entmündigt. Sie und acht andere Mitarbeiter entschlossen sich, ihre Mission nicht aufzugeben und ein neues Krisen Center für Mädchen und Frauen unter der Schirmherrschaft der Hope for Girls and Women Serengeti Organisation zu gründen: das Hope Center. Die Organisation muss jedoch wieder von Null anfangen. Ihnen wurde von Padre Magabe ein Haus zur Verfügung gestellt, in dem zurzeit 12 Mädchen wohnen. Zur anstehenden „cutting season“ jetzt im November und Dezember werden aber wieder viele Mädchen erwartet. Zudem werden voraussichtlich die Mädchen aus dem alten Safe House zum Hope Center verlagert, da der Bischof diese wieder zu den Familien schicken will, ohne mit diesen zu reden. Eine Beschneidung des Mädchens also sehr wahrscheinlich ist.

Die Mädchen im Hope Center brauchen dringend Unterwäsche und Kleidung, zudem fehlt das Geld für Essen sowie Teller, Besteck und Tassen. Es werden Bettlaken, Decken und Moskitonetze benötigt sowie Mittel für medizinische Versorgung. Außerdem fehlen Hygieneartikel wie Seife und Handtücher. Zudem hat das Hope Center kein Fahrzeug zur Verfügung. Dieses ist aber sehr wichtig um die Mädchen in der Wildnis einzusammeln. Durch das Geld kann vielleicht für kurzfriste Zwecke ein Auto geliehen werden.  Langfristig wird ein eigenes Auto benötigt.

Um Geld für das Hope Center zu generieren lernen die Mädchen und Frauen nähen. Hierfür werden Nähmaschinen und Material benötigt. Zudem fehlen Utensilien für die Bildung der Mädchen, wie Schulstühle, Tische und Tafeln.

Um die anstehende Cutting Season stand zu halten wird dringend Geld für Essen und Kleidung für die Mädchen gebraucht!
Unten seht ihr wie teuer circa die verschiedenen oben aufgeführten Artikel sind.

Ich bin noch einen Monat selbst vor Ort im Projekt und halte euch auf dem Laufenden - über Instagram und Facebook, gerne auch bei Whats App. Solltet ihr weitere Fragen haben, schreibt mir jeder Zeit!

Solltet ihr nicht über gofundme.de spenden wollen, sondern direkt auf das Organisationskonto, sende ich euch gerne die nötigen Informationen zu.

Das gesamte Hope for Girls and Women Serengeti Team und besonders die Mädchen selbst, freuen sich riesig über eine, wenn auch kleine, Spende und es würde Ihnen einfach sehr viel helfen!

Asante Sana – Danke schön !

P.S. Anbei ist ein alter Artikel der im Telegprah erschienen ist. Dort geht es zwar noch konkret um das Safe House aber er zeigt Rhobis Vision sehr schön auf !

1 Unterwäsche 1,20 €
1 Kleidung (Jacke, Tshirt, Hose) 6 €
1 Bettlaken 4 €
1 Mosquito Netz 3,20 €
1 Teller 0,4 €
1 Tasse 0,4 €
1 Tag Auto mieten 50-60 €
1 Duschgel/ Shampoo 0,4 €
5 Seifenstücke 0,4 €
1 Handtuch 0,8 €
1 Stuhl 24€
1 Großer und stabiler Tisch 140 €
1 Schulheft 0,12 €
1 Stift 0,08 €
1 Whiteboard 140 €
1 Whiteboardstift 0,8 €
1 Nähmaschine 100 €
1 Nähmaterial (großes Set) 20 €

Essen
1 Kg Reis 1 €
1 Kg Bohnen 1 €
1 Kg Zucker 1,12€
1 Kg Salz 0,4 €
1 Kg Mehl 0,56 €

Artikel über Rhobi Samwelly 

What would life be like if we did not have the courage to risk something? - Vincent van Gogh

For most of the girls this would mean: Female Genital Mutilation. The female genitals will be partially or completely cut out – in the middle of the desert without numbness and with simple and unsterile cutting tools like razor blades. A few girls die either during the procedure or after because of inflammation. The dead bodies of the girls will not be burred but thrown in the bushes and will be eaten by wild animals. If the family bury their girl, they will be cursed.

FGM is not a religious act but a tradition in some of the tribes in rural Tanzania. But a few of the girls risk everything to save their life and flee – from their own parents. They are getting shelter in the Hope Center from the Hope for Girls and Women Serengeti Organisation. Here they can sleep, eat and be loved.

Director of the Hope Center is Rhobi Samwelly, a strong woman, who nearly bled to death during FGM when she was a girl. She wants FGM to be stopped and that this stupid tradition finds finally an end. For this she doesn’t only give the girls and women shelter during cutting season but also she and the other volunteers go to the tribes, to the parents as well as to school kids to educate them about FGM. At one hand to be sure that a girl once she come back is safe before FGM on the other to avoid FGM before a girl need to flee.

She is following this mission and vision since a long time. Together with the bishop of the Anglican church in Seregenti, Mugumu she built up the safe house. In 2016 there were more than 200 girls in the safe house. In this safe house there is a vocational center for the girls who can’t proceed with secondary school. Here they learn computer skills and to work as a secretary or as IT staff.

All these proceeds well until the new bishop leadership instored in August 2016. The new bishop isn’t supporting the fight against FGM and GBV because he said this is not his priority and he can’t fight against the culture, the culture will finished itself. He is planning to use the safe house buildings for an income generating project, e.g. secondary school or vocational center. This means people will pay and generating income for his organization. In July 2017 he fired Rhobi and 8 other staff members of the safe house who were against the closing plans. But all of them decided not to give up and decide to build a new girls and women crisis center under the Hope for Girls and Women in Serengeti, Tanzania: the Hope center. Padre Magabe allows Hope for Girls and Women in Serengeti to use his house, in which are living 12 girls in the moment. For the upcoming cutting season in November and December there will be more girls coming. As well there will be some girls coming from the safe house to the Hope center as the bishop just bring the girls back to their parents without talking and educating them. The risk of FGM for them is very high.

The girls of the Hope center need underwear and clothes urgently, as well there is a lack of money for food as well as plates, cutlery and cups. Bed sheets, blankets and mosquito nets, sanitary towels are needed as well as medicine. Furthermore, there is no motor vehicle at the Hope center to catch the girls when they flee. With the money we can maybe rent a car for a small period and pick up the girls.

For gaining money for the Hope Center the girls and women learn tailoring, so there are sewing machines and materials needed.

I will keep you up to date on Facebook and Instagram but also if you like on whats app. If you have any further question, don’t hesitate to ask, you can write me a message any time.

P.S. Below is a nice article published by the telegraph in 2015. Here they a referring still to the safe house but it shows Rhobis vision quite well.
  • Anonymous 
    • €25 (Offline)
    • 45 mos
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Organizer

Maren Bröerli 
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Bochum
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