UPDATE Josephine und John Acai - Kenia

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Liebe Familie, liebe Freunde, und alle anderen Unterstützer!

Ich habe gerade ein intensives, bewegendes Abenteuer hinter mir: Fünf Tage Kenia – ursprünglich aus wissenschaftlichem Interesse, doch was ich erlebt habe, ging weit darüber hinaus. Es war ein wildes Abenteuer, eine tiefe menschliche Erfahrung, geprägt von neuen Freundschaften, berührenden Begegnungen und einer anderen Sicht auf das Leben.

Ich möchte euch von einer seltenen Krankheit erzählen: der Ektodermalen Dysplasie (ED). Bei dieser genetischen Erkrankung fehlt in der embryonalen Entwicklung ein bestimmtes Protein, das für die Bildung von Haaren, Zähnen und Schweißdrüsen unerlässlich ist. Betroffene Kinder – fast ausschließlich Jungen – können nicht schwitzen. Das kann, vor allem in heißen Regionen wie der kenianischen Steppe, lebensbedrohlich sein.

Was das konkret bedeutet?
Ich habe Josephine kennengelernt, eine 22-jährige Mutter, die bereits einen Sohn mit ED hat. Er ist zweieinhalb Jahre alt – und kämpft täglich. Er schreit regelmäßig nach Wasser über seinem Kopf, weil sein Körper sich nicht selbst abkühlen kann. Doch Wasser ist dort knapp. Hinzu kommen trockene Augen, Verdauungsprobleme durch schlechte Zahn- und Speichelbildung und ständige Überforderung durch Hitze, Wind und Staub. Ohne Hilfe sind diese Kinder kaum überlebensfähig.

Doch es gibt Hoffnung:
Mein Doktorvater, Prof. Holm Schneider (Universität Erlangen), hat eine bahnbrechende Therapie entwickelt, bei der das fehlende Protein in der Schwangerschaft direkt ins Fruchtwasser gespritzt wird – vor der 20. Schwangerschaftswoche. Das ungeborene Kind nimmt es über den Darm auf. Bereits gesunde Kinder konnten so geboren werden, obwohl ihre älteren Geschwister noch betroffen sind.

Dank eines lokalen Pastors, Geoffin, war diese Reise überhaupt möglich. Er stellte den Kontakt her, organisierte alles vor Ort – Flüge, Transporte, Unterkunft – und kümmerte sich bis zu meinem Abflug rührend um meine Sicherheit. Geoffin ist nicht nur Pastor, sondern auch Gründer der Organisation "Hope and Mercy Foundation", mit der er seit fünf Jahren gezielt dort hilft, wo es am meisten gebraucht wird.

Was die Foundation tut? Ein paar Beispiele:
-sorgt für sauberes Wasser – z.B. durch einen solarbetriebenen Brunnen für Josephines Dorf.
- versorgt Kinder mit chronischen Krankheiten wie ED oder Diabetes.
- hilft Familien mit Albino-Kindern mit Sonnencremes und Schutzkleidung.
- stellt Saatgut für verwitwete Frauen bereit, damit sie ihre Felder bestellen können.
- baut kleine Schulgebäude, in denen Erwachsene lesen und schreiben lernen.

Doch all das ist nur mit Unterstützung möglich.
Geoffin erzählt mir oft: „Ich weiß nie, wer es bezahlt – aber ich muss immer wieder neue Menschen finden, die helfen.“ Und genau dafür schreibe ich euch heute an.

Wollt ihr helfen? Hier ein paar konkrete Möglichkeiten:
5 € – für pflegende Hautcreme für ED-Kinder, da ihre Haut ohne Schweiß stark austrocknet

10 € – für Sandalen oder Sonnenschutz-Caps

50 € – für spezielle phototrope Sonnenbrillen gegen Lichtempfindlichkeit

100 € – für die Füllung eines Wassertanks

200 € – für eine Woche Essen für ein ganzes Dorf

Die 5 Säulen von „Hope and Mercy“:
Wasser – Nahrung – Bildung – Medizinische Versorgung – Wirtschaftliche Selbstständigkeit

Ich werde euch weiterhin mit Fotos und Updates versorgen, damit ihr seht, wohin eure Spenden fließen. Ich kann euch versichern: Das Geld kommt direkt an – bei denen, die es dringend brauchen.

"The best things in life are meant to be shared."
Oder wie Geoffin sagt:
"Blessed is the hand that giveth than the hand that receiveth."

Von Herzen Danke an alle, die mich auf dieser Reise begleitet haben – besonders an Geoffin, der sich bis zu meinem Rückflug um mein Wohlbefinden und meine Sicherheit kümmerte. Auch danke an meine Eltern, die mich mal wieder haben ziehen lassen und mir das Vertrauen in das Leben und die Menschheit vorgelebt haben. Und Danke an euch, wenn ihr euch entscheidet, mit einer Spende einen Unterschied zu machen.

Eure Anja
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Anja Bachfischer
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