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Hoffnung auf eine Niere
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Hallo, mein Name ist Julia, ich bin 34 Jahre alt und leide aktuell an akutem Nierenversagen mit bevorstehender Dialysepflicht.
Im Jahr 2002, im Alter von nur 10 Jahren, wurde ich bereits einmal transplantiert und erhielt eine Lebendspende meines Vaters. Diese Operation schenkte mir viele Jahre eines weitgehend normalen Lebens – Jahre, für die ich unendlich dankbar bin.
Doch nun hat mich die Krankheit wieder eingeholt.
Ich leide erneut an fortgeschrittenem Nierenversagen und stehe kurz vor einer erneuten Dialysebehandlung. Da ich bereits im Kindesalter für mehrere Jahre eine Dialyse erhielt, würde dies nicht nur meine Lebensqualität massiv einschränken, sondern auch meine Lebenserwartung stark verkürzen.
Die durchschnittliche Wartezeit auf eine postmortale Spende (Totenspende) beträgt derzeit 10–12 Jahre, was für mich zu spät sein könnte.
Um überhaupt auf die Warteliste zu kommen, ist eine Dialyse zwingend erforderlich – was meine Überlebenschancen zusätzlich verschlechtern würde.
Zudem habe ich durch die erste Transplantation durch meinen Vater Antikörper gebildet, wodurch eine erneute Spende innerhalb der Familie nicht mehr möglich ist. Sowohl meine Mutter als auch meine Tante wurden bereits getestet und wären bereit zu spenden – ihre Organe sind jedoch aufgrund dieser Antikörper nicht direkt kompatibel.
Meine einzige Chance: Eine Crossover-Lebendspende.
Bei einer Crossover-Transplantation schließen sich zwei oder mehrere Familien zusammen, die jeweils einen Spender und einen Empfänger haben, die aber nicht zueinander passen.
Der Spender aus Familie A spendet dann an den Empfänger aus Familie B – und umgekehrt.
So kann jeder Patient eine passende Niere erhalten, obwohl es innerhalb der eigenen Familie nicht möglich wäre.
In meinem Fall bedeutet das: Meine Mutter oder meine Tante würden ihre Niere einer anderen Person spenden, die ebenfalls dringend eine Transplantation braucht. Im Gegenzug erhalte ich von dessen Verwandten eine passende Spenderniere.
Diese Methode erhöht meine Chancen auf eine Niere enorm und kann eine Dialyse verhindern, bevor sie überhaupt beginnt.
Ich bin seit Juli 2024 in der Crossover-Spenderdatenbank in Deutschland registriert.
Ein Gesetzentwurf zur Verankerung der Crossover-Lebendspende im Transplantationsgesetz wurde am 17.07.2024 vom Bundeskabinett verabschiedet, was die Bedeutung und Zukunftsfähigkeit dieses Verfahrens deutlich unterstreicht.
Da eine Crossover-Transplantation in Deutschland noch nicht gesetzlich verankert ist, übernimmt die Krankenkasse die Kosten aktuell nicht. Ich befinde mich derzeit im Widerspruchsverfahren zur Kostenübernahme – wertvolle Zeit, die ich jeden Tag verliere.
Die beste und schnellste Möglichkeit für mich ist jedoch eine Crossover-Transplantation im Ausland, beispielsweise in Spanien oder der Türkei, wo diese Behandlungen bereits erfolgreich etabliert und gesetzlich geregelt sind. Dort beträgt die Wartezeit auf eine passende Spenderniere oft nur wenige Monate – eine lebenswichtige Chance für mich.
Die Registrierung auf internationalen Crossover-Listen (aktuell in der Türkei und Spanien) ist ein entscheidender Schritt, um schnell eine geeignete Spenderniere zu finden und mein Leben zu retten.
Deshalb brauche ich jetzt dringend eure Hilfe.
Mit eurer Unterstützung kann ich die notwendigen Kosten für Behandlung, Organisation, Registrierung im Ausland, Reisekosten, medizinische Begleitung und Nachsorge decken. (ca. 40.000- 50.000€) Jeder Beitrag – egal wie klein – bringt mich meinem Ziel näher: ein neues Leben ohne Dialyse, mit Zukunft, Gesundheit und der Hoffnung auf viele weitere Jahre mit meinen Liebsten.
Ich danke euch von Herzen für jede Spende, fürs Teilen meiner Geschichte und für eure Solidarität.
Liebe Grüße
Julia




