Hilfe gegen die Hitze

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Hilfe gegen die Hitze

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Hallo zusammen,
ich heiße Eva und lebe seit 6 Jahren in Zentraltunesien, bin dort verheiratet und betreue zwei Stiefkinder.
1. unsere Wohnsituation
Wir wohnen ca. 100 km nördlich der Sahara und 250 km von der Mittelmeerküste entfernt. Unser Klima ist bereits nicht mehr mediterran, sondern Wüstenklima.
Ab Mai kann es schon 40° haben, im Hochsommer (Juni-August) bis 48°. Eine Klimaanlage ist daher kein Luxus. Nachts schlafen die meisten Menschen draußen auf den Hausdächern, tagsüber ist es ohne Klimanlage jedoch kaum auszuhalten. Neue Häuser sind zwar auch ohne Isolierung, aber zumindest mit richtigen Ziegelsteinen erbaut. Alte Häuser bestehen aus Sand und Steinen und heizen sich auf wie ein Kachelofen, der dann noch zusätzlich Wärme abgibt.
2. Um wen geht es?
Während der Coronazeit verstarben zwei von vier Brüdern meines Mannes. Einer war bereits Herzkrank, der andere hatte aufgrund seiner Tätigkeit in der hiesigen Weizenfabrik eine Staublunge. Beide hinterließen ihre Frauen mit Kindern unversorgt. Während eine der beiden von ihrer Herkunftsfamilie unterstützt wird, ist die andere, Naima, auf die Hilfe der Familie ihres Mannes angewiesen. Sozialhilfe wie in Deutschland gibt es hier nicht. Sie hat Zwillingssöhne im Teenageralter und geht putzen, um ihre Kinder und sich zu ernähren. Dafür bekommt sie den Mindestlohn von 528,32 TND (bei 48 Stunden pro Woche) im Monat, das sind 156, 20 Euro ! Davon kann man nicht wirklich leben, schon gar nicht zu dritt mit zwei halbwüchsigen Jungs. Der MindestBEDARF liegt auch in Tunesien bei 300 bis 500 Euro und da darf man nicht krank werden. (Einen Lebensstandard wie in Europa mit Auto und Urlaub kann man sich in Tunesien auch erst ab 1500 Euro im Monat leisten!).
Wir unterstützen Naima deswegen bereits regelmäßig, so gut wir können.
Nun ist aber der Supergau eingetreten: ihre Klimaanlage ist irreparabel kaputt.
3. Warum eine Klimaanlage kein Luxus ist:
Naima lebt mit ihren Kindern in einer sehr kleinen Wohnung in alter Sand-Steine-Bauweise mit drei hintereinander liegenden Räumen. Vorne die Küche und eine Dusche, dahinter ein Wohnzimmer, dahinter ein Schlafzimmer. Es gibt in der gesamten Wohnung kein Fenster und keinen Hof. Man tritt direkt von der Straße in die Küche und geht nach hinten wie in eine Höhle.
D.h. kein Durchzug, keine Lüftung, die Luft und die Hitze stehen da drin.
Bereits bei mir in meiner Küche mit Fenster und Tür ins Freie habe ich im Sommer 36°, auch abends um Mitternacht noch.
Bei Naima ist es ein vielfaches schlimmer. Und sie und ihre Kinder müssen da drin schlafen, weil sie keinen Hof und kein Dach haben, auf das sie ausweichen können.
Wir haben nun bereits versucht, Geld für eine neue Klimaanlage zu sammeln, aber wohlhabende Menschen sind hier kaum zu finden, die meisten müssen selber gucken, wo sie bleiben. Daher waren wir bisher nicht erfolgreich.
Nun möchte ich es auf diesem Weg versuchen und hoffe, dass wir das hinkriegen.
Ich bedanke mich im Voraus für eure Unterstützung.

Organizer

Eva Seyberth
Organizer
Diedorf, Bayern

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