- J


Schimmel, Schäden, Sorgen- finanzielle Hilfe gebraucht
0% complete
€3,405 raised of
77 donations
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
ich bin Vermieter eines kleinen Mehrfamilienhauses mit fünf Wohnungen, eine davon bewohne ich selbst. Als Kleinvermieter kümmere ich mich mit viel Herzblut um das Haus und versuche, für meine Mieterinnen und Mieter ein gutes und verlässliches Wohnumfeld zu schaffen. Mit der Zeit ist eine Hausgemeinschaft entstanden, in der man sich gegenseitig hilft und unterstützt. Genau das schätze ich sehr.
Doch die letzten Monate waren eine große Belastungsprobe, sowohl finanziell als auch emotional.
Eine Mieterin hat über neun Monate hinweg keine Miete und keine Nebenkosten gezahlt. Auf persönliche Gespräche und schriftliche Kontaktversuche reagierte sie nicht. Sie schottete sich vollständig ab. Schließlich blieb mir nur der Weg über rechtliche Schritte. Das führte zu erheblichen Anwalts- und Gerichtskosten und natürlich zu Mietausfällen und großer Unsicherheit.
Am 12. Juni kam es schließlich zur Zwangsräumung durch den Gerichtsvollzieher. Was uns dort erwartete, hat jedoch alles übertroffen, leider im schlimmsten Sinne.
Die Wohnung war in einem katastrophalen Zustand:
• Unmengen an Müll, verdorbenen Lebensmitteln, gebrauchten Hygieneartikeln, Ungeziefer
• Völlig verdreckte Räume
• Und vorallem: massiver schwarzer Schimmel an Fenstern, Wänden und Böden.
Die Wohnung ist derzeit unbewohnbar. Es steht eine vollständige Räumung, Reinigung und tiefgründiger Sanierung an.
Neben dem persönlichen Kraftaufwand, den das Ganze bedeutet, trifft mich die Situation auch finanziell hart. Die Kosten für Entsorgung, Desinfektion, Sanierung und neue Materialien kommen zu einer Zeit, an dem die finanziellen Mittel ohnehin stark beansprucht sind.
Deshalb richte ich mich heute mit einem offenen und ehrlichen Anliegen an euch:
Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft. Auch das Teilen dieses Aufrufs bedeutet viel.
Wir wissen natürlich, dass es auf dieser Plattform viele Fälle gibt, die weitaus schwerwiegender sind. Uns ist klar, dass solche Schicksale noch viel dringlicher und emotional sind und mehr Aufmerksamkeit brauchen. Trotzdem dachten wir, wir versuchen es auch auf diesem Weg, in der Hoffnung, ein wenig Unterstützung für unsere außergewöhnlich belastende Situation zu erhalten.
Ich danke euch von Herzen für euer Mitgefühl, eure Solidarität und jede Form der Unterstützung.
Diese schwierige Situation zeigt mir aber auch, wie wichtig eine starke Gemeinschaft ist, im Haus, im Umfeld und darüber hinaus.
Herzliche Grüße
Atze





