Hilfe für meine kleine Pippilotta?

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Hilfe für meine kleine Pippilotta?

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Unterstützung bei den Tierarztkosten in Höhe von 6790 €

Deine Geschichte kleine PIPPILOTTA...

"Da werden Hände sein, die Dich tragen und Arme, in denen du sicher bist und Menschen, die Dir ohne Fragen, zeigen, dass Du willkommen bist.
Khalil Gibran

Du wurdest als Havaneser Hündin im Sommer 2023 geboren.. 14 Tage lang hast du dich super entwickelt, du warst die größte und die schwerste im Wurf.

Mit 14 Tagen war es Zeit deine Krallen zu schneiden. Dabei hattest du einen ganz furchtbaren Erstickungsanfall, ich dachte du wirst jetzt sterben. Zuerst dachte ich du hast dich zu sehr aufgeregt oder zuviel Stress. Schnell war der Spuk dann vorbei. Aber deine Hundemama war im Alarmmodus und ganz hektisch. So merkte ich das das nicht einfach der Stress war.
Ich beobachtete dich den ganzen Tag und die folgende Nacht. Nichts passierte.
Am nächsten Morgen hattest du bei Mama getrunken und auch wieder so einen schlimmen Erstickungsanfall.
Sofort wurden alle Babies mit der Mama eingepackt und wir rasten zum Tierarzt. Auch dort hattest du kleiner Wurm wieder so einen schlimmen Anfall. Du bekamst Sauerstoff und wir wurden an eine Klinik verwiesen, da man dir hier nicht helfen konnte.
Ich hatte Angst um dich mein kleines Mädchen und war verzweifelt.
In der Klinik wurdest du uns sofort entrissen und sie gaben dir sofort Sauerstoff.
Nach einigen Untersuchungen Röntgen usw. befundete man eine Lungenentzündung aufgrund von verschlucken von Fruchtwasser bei der Geburt. Ich sagte, dass das nach 14 Tagen nicht in dem Ausmaß mehr vorkommen könnte.
Kleine Pippilotta du warst ein kleines Hundebaby mit gerade mal 560 g und wir mussten dich in der Klinik lassen - ohne deine Geschwister und ohne deine Mama und ohne mich! Ganz alleine in einer mit Frischaltefolie umwickelten Gitterbox.
Sie versprachen mir morgen früh anzurufen und zu erzählen wie es dir geht. Sollte sich dein Zustand verschlimmern so sagten sie rufen sie Tag und Nacht an. Ich saß diese Nacht mit dem Handy in der Hand im Bett. An Schlaf war nicht zu denken. Ich hatte solche Angst um dich kleines Mädchen.
Am nächsten Morgen dann der Anruf, dass du nichts getrunken hast und dass du unter Sauerstoff liegst und dass sie dich nun mit der Magensonde ernähren würden. Deine Atmung glich mittlerweile der eines Fisches. Maul auf Maul zu, sagten sie. Die Therapie war konservativ in Richtung Lungenentzündung und/oder Asthma.

Ich versuchte mit Tierärzten zu sprechen um an Infos zu kommen wie wir dir helfen können.
Das Handy hatte ich den ganzen Tag in der Hand um ja keinen Anruf zu verpassen. Die Nacht über hatte ich ebenfalls mit Handy in der Hand verbracht.

Tag 2 in der Klinik dann der Anruf du würdest nicht trinken und die Magensonde "klappt nicht" .
Ich fuhr sofort mit der Mama in die Klinik damit du bei deiner Mama trinken kannst.
Wir kamen dort an und es gab riesige Diskussion ob sie dich denn nun von "unten" in ein Sprechzimmer bringen könnten. Ich bestand darauf dich zu sehen. Dann brachten sie dich mit einer mit der Frischaltefolie umwickelten Box in die Sauerstoff eingeleitet wurde. Du bist in der Ecke dieser Box gesessen und hast den Kopf nach oben an die Gitterstäbe gedrückt. "So sitzt sie imnmer" wurde mir gesagt. Ich habe versucht, dass du bei deiner Mama deine Lieblingsmilch trinken kannst. Doch du hast nur den Kopf weggedreht. Du konntest nicht mehr trinken. Die Ärztin sagte, dass du dich entscheiden musst zwischen trinken und atmen.
Deine Atmung war ganz furchtbar. Ich fragte was man noch machen kann. Sie sagten wir können noch ein CT machen um zu sehen was mit deiner Lunge ist. Ich bejahte und man versprach mich danach anzurufen.
An diesem Freitagnachmittag sagten sie mir folgendes:
Morgen müssen sie ihren Welpen aber nach hause holen wir können hier nicht jemanden 24 Stunden abstellen, der sich nur um ihren Hund kümmert.

Wir können ihr Baby am Sonntag wieder aufnehmen aber morgen muss sie hier erstmal abgeholt werden.

Ich fuhr nach Hause mit dem Wissen morgen muss ich dich dort rausholen und ich wusste nicht wie es weitergehen soll.
Zuhause angekommen telefonierte ich mir die Finger wund und rief jede Klinik um Umkreis an, erhielt aber aufgrund deines geringen Alters und deines Gewichts nur Absagen.
Wir beschlossen dich für den Tag und die Nacht nach hause zu holen und dich mit Sauerstoff zu versorgen und dir tröpfenchweise Milch einzuflössen. Im Internet suchte ich nach Möglichkeiten eine Sauerstoffflasche zu bekommen, die ich Samstagvormittags vor der Klinikentlassung noch abholen konnte. Diese Firma fand ich dann in Bremen.

Plötzlich kam der Anruf der Klinik, dass dein CT gemacht wurde und es ganz schlecht um dich aussah. Deine Lunge war aufgebläht wie ein Ballon.
Die Ärztin riet mir dich einzuschläfern. Entweder würdest du ersticken oder verhungern. Eins von beiden - aber überleben würdest du das nicht.
Mein Mädchen, dich aufzugeben - das war für mich zu keinem Zeitpunkt eine Option.

Wieder glühten hier die Telefondrähte. Ich weiß nicht mehr wie aber irgendwie landete ich ganz spät Freitagnachts bei der Entscheidung dich in die Tierärztliche Hochschule nach Hannover zu bringen.

Ich rief nachts noch in der Klinik, in der du gerade Patient warst, an und sagte ich hole dich morgen früh um 11 Uhr ab und bringe dich nach Hannover. "sie wird die Fahrt nicht überleben" sagten sie.....

Anstatt der Sauerstoffflasche mit Druckminderer für zuhause hatte ich mit Hilfe der Apotheke dann noch 2 Dosen "Ambulanten" Sauerstoff besorgt. Mit diesen beiden Sprühflaschen und einer kuscheligen Box für deine Fahrt fuhr ich dann los um dich dort rauszuholen.

Als ich um 11 Uhr dort ankam hatten sie dich schon für die Fahrt bereit gemacht. Ich konnte noch deine Rechnung unterschreiben und die Helferin bitten die Krankenakte nach Hannover zu mailen und uns anzukündigen, wir fuhren los. 2,5 Stunden Fahrt lagen vor uns und ich hatte eine Mordsangst um dich.
Du hast die Fahrt über mit wandern in der Box zugebracht und geschrien hast du ganz schrecklich. Ich glaube du hattest ganz großen Hunger. Immer wieder habe ich dir Sauerstoff in die Box gesprüht damit dir nichts passiert. Dann standen wir noch 10 km im Stau - ich wurde fast wahnsinnig vor Angst.
Welch eine Erleichterung als das Klinikgebäude endlich in Sicht kam.
Sofort rief ich um Hilfe mit der Bitte dir sofort Sauerstoff zukommen zu lassen.
Erneut wurdest mir weggenommen und in Behandlung gebracht.
Nach unendlich langer Wartezeit war die erste Besprechung mit der Ärztin. Natürlich hat die vorige Klink deine Unterlagen nicht wie besprochen geschickt und du warst auch nicht angekündigt.

Ich rief dort an und forderte sie auf sofort deine Krankenakte zu mailen.
Anschließend kam eine Ärtzin und teilte mir mit, dass du bereits an Infusion hängst und mit der Sonde auch Milch bekomen hattest. Erstmal durchatmen für den Augenblick.
Diesen Samstag verbrachte ich mit warten und immer wieder Arztgeprächen im Wartesaal der Tiho Hannover, aber mit dem guten Gefühl, dass sie dir hier helfen werden.

Kleines Mädchen du bist mit geschlossenen Augen von deinem zuhause weggenommen worden und das erste was du gesehen hast waren Krankenhäuser, ging es noch schlimmer ? Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf. Kein kuscheln mit Mama und deinen Geschwistern. Keine Wärme - allein....
Natürlich musstest du zur weiteren Diagnostik und Versorgung auch wieder dort bleiben.
Aber du warst in einem Inkubator mit 24 Stunden Überwachung durch Menschen, die dich lieb hatten. Das gab mir ein gutes Gefühl.
Bis Montag hörte ich nun nichts mehr...."wir rufen nur an, wenn sie schlechter wird. Wieder verbrachte ich das Wochenende und die Nächte mit dem Handy in der Hand um ja keinen Anruf zu verpassen.

Jeden Tag erhielt ich Auskunft über deinen Gesundheitszustand und dein Befinden . Ich fuhr dich am Mittwoch wieder besuchen.
Habe deine Mama mitgebracht. Gerne wolltest du bei ihr sein, aber die Luft fehlte dir immer noch.
So fuhren wir traurig wieder nach Hause. Das was wir aber von der Klinik mitnahmen war, dass du eine kleine Kämpferin bist, sonst wärst du schon längst nicht mehr bei uns.

Ich erkundigte mich nach deinem Einlieferungsgewicht vom vergangenen Samstag.
450 g!! das heißt du hast in dieser 1. Klinik in 2 Tagen 110 g Gewicht verloren!!!

Eine furchtbare Vorstellung- deswegen hast du auch so geschrien auf der Transportfahrt - vor Hunger! Diese Klinik sollte sich insgesamt schämen!

Nun wieder zu Hannover:
Es wurde ganz viel besprochen, untersucht und Diagnostik gemacht. In ganz großem Ärztekreis mit allen Koriphäen, die Hannover aufzubieten hatte sprachen sie über dich, mein Schatz.

Freitags nach fast 1 Woche in der TiHo Hannover kam der furchtbare Anruf:

Gedächtnisprotokoll.
Ihr Welpe hat einen angeborenen ganz ganz seltenen Lungendefekt. Wir haben uns mehrfach hier in großer Runde besprochen und wir würden sie operieren.
Die Kranheit nennt sich Kongenitales lobuläres Emphysem des rechten mittleren Lungenlappens.
Das ist KEIN Gendefekt, sondern ein sehr seltener Fehler der Natur.
Ich fragte wie die Aussichten nach der Op sind und ob dieser kleine 3 Wochen alte Welpe das überhaupt schaffen kann? sie war doch so klein und zart und in keiner guten Verfassung.
Die Tiho sagte es gibt keine bis kaum Erfahrungswerte, weil es so ein seltener Defekt ist.
Bei vielen Züchtern versterben eben solche Welpen dann.... 50 % Chance.
Ich sagte ok dann überlege ich es mir übers Wochenende. Nein, sie wollten dich jetzt und gleich operieren, da man nicht weiß ob du das Wochenende schaffen würdest, da deine Lunge jederzeit platzen könnte wie ein Ballon.
Ein Schlag in die Magengegend. Boden unter den Füßen weg.
Ich bat um Bedenkzeit. OK ich sollte mich aber beeilen, der OP sei schon reserviert.
In 30 Minuten rufen wir sie nochmal an. OK aber ich möchte die Chirurgin sprechen.
In diesen 30 Minuten habe ich Kriegsrat mit der Familie, meiner Freundin und einem mir sehr wertvollen Ratgeber , dem Inhaber einer sehr großen modernen Klinik gehalten.
Alle waren optimistisch - ich voller Angst, großer Angst. Nimm den Joker 50 % Chance.
Du hast nur diese eine Chance... und schon klingelte das Telefon. Ich ließ mir alles genau erklären und mir wurde schlecht. Wollen sie den Preis noch wissen? Nein mir egal.... das spielt jetzt keine Rolle, wenn es um ein Leben geht. Wir sind schon so weit gegangen.
OK dann operieren wir. Stopp, da fiel mir ein, dass du noch nicht einmal einen Namen hast.
Schnell rief ich ins Telefon sie sollen dir vor der OP noch einen Namen geben. Ab sofort warst du die kleine Pippilotta. Ich hatte den Blick auf mein Havaneserschild: " Sei frech und wild und wunderbar.... " genau das was ich mir für dich so sehr wünsche.
Ab sofort warst du nicht mehr Hündin 1 sondern Pippilotta.
Die Chirurgin verprach mir einen sofortigen Rückruf, wenn die OP vorbei war. Ich setze mich ins Auto und fuhr einfach rum.... ich konnte einfach nicht still warten. Nach 2 Stunden klingelte mein Handy. Tiho Hannover es ist alles gut gegangen. Sie ist wach und bereits wieder auf Station.

Pippilotta musste ein Stück des Lungenlappens entfernt werden. Ein OP an einem 3 Wochen alten Minibaby. Gerade mal so um die 500 g schwer. Wie geht das ? Diese Menschen dort - alle egal ob Ärzte, Pflegepersonal oder sich kümmernde Studenten haben in meinen Augen ein Wunder vollbracht. Sie haben dir ein Leben geschenkt, Pippilotta.
Mir fiel nicht nur ein Stein vom Herzen. Jeden Tag erhielt ich den telefonischen Bericht und jeden Tag ging es dir besser. Natürlich war es noch kritisch, aber ich wusste in meinem Innern, dass du das schaffen wirst. Kurz nach der Op hast du Probleme mit dem Milchersatzpulver bekommen und einen ganz dicken Blähbauch gehabt. Ich habe sofort für dich Ziegenmilch besorgt und als du diese hattest, war auch das Problem gelöst. Die Berichte waren weiterhin täglich positiv und ich sollte dich nach 4 Tagen abholen. Nein das traue ich mich nicht, ich hatte so Angst ich mache dich "kaputt" ausserdem hatten deine Geschwister gerade Durchfall. Du musstest noch ein paar weitere Tage dort bleiben. Inzwischen warst du der Liebling in der Tiho. Du hattes keine Langeweile weil irgendjemand hat dich immer auf dem Arm getragen. Du brauchtest auch keinen Sauerstoff mehr und hast sogar schon angefangen Nassfutter zu fressen während deine Geschwister immer noch an Mama´s Zitzen hingen.
Deine Genesung erfolgte in Riesenschritten und endlich durften wir dich nach Hause holen.
Der Schreck war groß als ich dich gesehen habe. Eine riesige wulstige Narbe mit Hautkleber zog sich von deinem Vorderbeinchen in Richtung Bauch.
Keine Sorge sagten sie das fällt langsam ab.
Ihre Pippilotta ist nun ein gesunder kleiner Welpe. Die Krankheit ist überstanden waren die Worte, die sie mir bei deiner Entlassung ans Herz legten.
Alles wurde gut und du bist ein wunderbares, zauberhaftes Hundekind geworden.
Du bist frech und frei und wunderbar, kleine Pippilotta.

Was uns natürlich schreckliche Sorgen macht sind die hohen Tierarztkosten von 6799 €
Die1. Rechnung vom Tierarzt 49,88 €
Die 2. Rechnung der (furchtbaren) Klinik 1390,39 €
Die 3. Rechnung der Tiho Hannover 5123,83 €
Sauerstofflflaschen 35 €
Ziegenmilch 50 €
Spritkosten mind. 150 €

Ich möchte hier noch erwähnen, dass mir 2023 drei meiner alten Hunde gestorben sind, die vor ihrem Tod extrem hohe Tierarztkosten verschlungen haben, da sie spezielle Behandlungen und Medikationen benötigten, sodass mich die Kosten von Pippilotta ans Limit gebracht haben.
Ich bin einfach um jeden Euro dankbar, denn ich kann mit meiner Rente aktuell keine großen Sprünge machen und die Reserven sind nun aufgebraucht.
Dankeschön, dass ihr bis hierher gelesen habt und an Pippilottas Geschichte teilgenommen habt.


Wir lieben dich bis zum Mond und wieder zurück, du kleine tapfere Zaubermaus !

Organizer

Christiane Wild
Organizer
Butjadingen, Niedersachsen
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