Wir holen schüchterne Tierschutz-Hündin Joa aus Brasilien nach Deutschland
Joa ist eine dreifarbige brasilianische Mix-Straßenhündin. Sie lebt momentan unter einfachen Bedingungen in einem Gehege mit 27 weiteren Artgenossen auf einem Gnadenhof, in Brasilien.
Man versucht hier einige der vielen streunenden Hunde aufzunehmen. Die Vermittlung an ein schönes Zuhause gelingt aber vor Ort kaum.
Im letzten Jahr lernten wir die kleine 6jährige Joa dort kennen, als wir für 6 Wochen lang Haus und Grundstück betreuten und die Hunde versorgten, während die Gnadenhofbetreiber Urlaub in Deutschland machten.
Wir, das sind Susi, Dirk und der dreibeinige Schäferhundmischling John, der von einem Gnadenhof in der Schweiz stammt, auf dem wir damals gearbeitet hatten.
Unser Leben ist nicht mehr so alltäglich wie gewohnt, denn 2010 erfüllten wir uns unseren Lebenstraum für den wir etwas Geld angespart hatten.
Wir kündigten unsere Berufe und alle Versicherungen, gaben die Wohnung auf und verkauften das Auto, um mit Rucksack, Zelt und Hund durch die Welt zu wandern.
Seitdem das dafür ersparte Geld aufgebraucht ist, nehmen wir - egal wo auf der Welt - verschiedene Jobs an und arbeiten solange, bis das Geld wieder reicht, um wandernd unterwegs zu sein.
So kamen wir nach Brasilien zum „Haussitting“.
Wir verbrachten sehr viel Zeit mit den brasilianischen Hunden, versuchten die in den Gehegen frei laufenden Tiere an Halsband und Leine zu gewöhnen und gingen mit ihnen wandern, wenn das funktionierte.
Besonders fiel eine kleine bunte Mischlingshündin auf, die uns bald nicht mehr von der Seite weichen wollte.
Es war Joa, die in ihrem Gehege unter ihren größeren und dominanten Artgenossen immer voller Angst, traurig und eingeschüchtert wirkte und oft in einer für sie sicher erscheinenden Ecke hockte.
Es war nicht ganz einfach, ihr Vertrauen zu gewinnen. Doch schon bald taute sie auf und ließ sich Halsband und Leine anlegen. Da sie auch gut mit unserem „Dreibeinigen“ zurecht kam, nahmen wir Joa nun überall mit hin. Sie lebte richtig auf und hatte sich schon bald voll in unsere kleine Familie integriert. Beide Hunde erschienen unzertrennlich.
Deshalb fassten wir den Entschluss, die kleine Hündin mit nach Deutschland zu nehmen und begannen damit, alle Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Dabei ahnten wir nicht, was da alles auf uns zukommen würde. Deshalb konnten wir sie auch nicht nach den 6 Wochen gleich mitnehmen.
Zunächst musste der Hund gechipt und der Impfschutz hergestellt werden. Dazu gehörte die 6fach-Impfung und ein Tollwut-Titertest vier Wochen nach der Impfung. Erst 3 Monate nach einem erfolgreichen Titertest darf der Hund mit einem Gesundheitszeugnis vom Amtstierarzt nach Deutschland ausreisen, dann wäre es Mitte April 2025.
Zum Glück werden wir organisatorisch von Brasilien aus durch die Gnadenhofbetreiber unterstützt.
Die bisher angefallenen Kosten haben wir bereits übernommen.
Das schwierigste und kostspieligste Unterfangen wird aber die Überführung nach Deutschland sein, denn es gibt keinen Direktflug von Porto Alegre aus, wo sich die Hündin befindet.
Wir haben mehrere Varianten geprüft und Angebote eingeholt vom Transport mit einer Spedition bis zur Abholung in Brasilien durch einen von uns.
Wir müssen mit mehr als 4000 € an Überführungskosten rechnen, die auf uns zukommen.
Das ist sehr viel Geld, auch wenn wir momentan versuchen, die Summe zu erarbeiten.
Viele von Euch werden denken: „Es gibt doch so viele tolle Hunde in den überfüllten Tierheimen Deutschlands. Warum müssen die so einen Aufwand betreiben und einen Hund aus Brasilien nach Deutschland holen?“ Wir geben Euch damit vollkommen recht!
Aber wir haben Joa versprochen, dass wir sie zu uns holen. Und wir halten unser Versprechen.
Vielleicht könnt ihr uns dabei unterstützen, einen Teil von Joas Einreise nach Deutschland zu finanzieren.
Vielen Dank!
Liebe Grüße von Susan und Dirk





