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Spendet für die Bewohner*innen der Habersaathstraße 40-48, unterstützt den Kampf gegen den Abriss des Hauses und gegen Obdachlosigkeit - Für das Recht auf ein Zuhause für alle!
Liebe Weihnachtsengel,
sucht ihr noch ein schönes Weihnachtsgeschenk? Hier kommt eine ganz besondere Gelegenheit!
Seit vier Jahren wohnen wir, ca. 40 ehemals obdachlose Menschen, in der Habersaathstraße 40-48
und kämpfen gemeinsam mit den Bestandsmieter*innen gegen den drohenden Abriss unseres
Zuhauses. Damals besetzten wir zusammen mit der Initiative Leerstand Hab-Ich-Saath die seit Jahren leerstehenden Wohnungen erfolgreich. Für viele von uns war das das Sprungbrett in ein besseres Leben! Doch der Eigentümer möchte uns schon lange loswerden, das Haus abreißen und
stattdessen Luxuswohnungen bauen, die sich kaum jemand leisten kann. Im August 2023 stellte er uns den Strom ab und das warme Wasser. Das ist jetzt 2 ½ Jahre her. Nach einem illegalen Räumungsversuch durch eine dubiose Sicherheitsfirma Ende Oktober, stellte uns der Eigentümer im
November pünktlich zum ersten Frost, nun auch die Fernwärme ab. Unsere Wohnungen haben mittlerweile Raumtemperaturen von 12 Grad erreicht!
Und was tut das zuständige Bezirksamt von Berlin-Mitte? Nichts!
Wir sind Schockiert! Und wir frieren! Das Bezirksamt war uns schon bei Strom und Warmwasser keine große Hilfe und ist es auch jetzt nicht, seit unsere Heizungen kalt bleiben. Im Gegenteil: Die Bezirksbürgermeisterin kündigte an, dem Eigentümer erneut eine neue Abrissgenehmigung zu erteilen.
Manchmal fühlt es sich an, als lebten wir mit einem Fuß schon wieder auf der Straße. Nun also der dritte Winter, das dritte Weihnachten ohne Strom und warmes Wasser, und diesmal auch ohne Heizung!
Doch auch dieses Jahr gilt für uns: Aufgeben ist keine Option! Wir lassen uns nicht vertreiben von den kriminellen Methoden des Eigentümers und auch nicht von der Untätigkeit der zuständigen Politiker*innen. Die Gerichte sind sich längst einig: Das Haus muss erhalten bleiben und wir dürfen bis zum Abriss des Hauses bleiben. Politik und Investoren merkt es euch endlich - Eine Wohnung
ist kein Aktienpaket!
Jetzt fragt ihr euch sicher, wo ihr da ins Spiel kommt, stimmt´s? Wie letztes Jahr brauchen wir dringend eure Hilfe, denn ohne Strom und warmes Wasser läuft nicht viel – kein Mietenkampf und auch nicht das Licht am Weihnachtsbaum!
Ohne Heizung kriegen auch wir langsam kalte Füße.
Bitte spendet ein paar Euro für Lampen, Batterien, Kerzen, Powerbanks, Gaskartuschen und vor allem Wärmflaschen, Rettungsdecken und Thermowäsche - damit auch wir es schön haben an Weihnachten. Wir brauchen Licht und Wärme in unserer Wohnung und wollen uns eine heiße Suppe kochen können, wenn wir durchgefroren nach Hause kommen.
Solang die Berliner Wohnungspolitik uns buchstäblich in eisiger Kälte stehen lässt, brauchen wir eure Hilfe umso mehr!
Spendet und kämpft mit uns: Für das Recht auf eine gemütliche Weihnachtsstube für alle!
Es geht nicht nur um uns Bewohner*innen bei diesem Projekt!
Obdachlosigkeit ist nie selbstverschuldet und sie kann uns alle treffen. Der Berliner Wohnungsmarkt macht es für so Viele zunehmend unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden, vor allem für arme Menschen. Da ist die Habersaathstraße 40-48 ein kleiner Lichtblick! Hier wurde in 60 Fällen Obdachlosigkeit beendet, mit dem einzig wirksamen Mittel: Einer Wohnung. Wir
ehemals obdachlose Menschen leben mit den Bestandsmieter*innen, die seit 20 Jahren Widerstand leisten und den Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet sind, zusammen unter einem Dach und kämpfen für den Erhalt dieser fünf Häuser. Die Pläne des Eigentümers, die Häuser abzureißen und mit Luxusappartements zu ersetzen, wären aber nicht nur für uns eine Katastrophe.
Sie hätten auch zur Folge, dass die umliegenden Mieten weiter steigen und eine bezahlbare Wohnung zu finden unmöglich wird. Wird jedoch, wie von uns gefordert, eine Rekommunalisierung der Habersaathstraße 40-48 erreicht, hätte das einen positiven Effekt auf den Mietspiegel und könnte ein Vorbild für eine mieter*innenfreundlichere Entwicklung sein. Auch wir als ehemals
obdachlose Bewohner*innen der Habersaathstraße 40-48 könnten endlich dauerhaft bleiben und müssten nicht wieder zurück auf die Straße.
Wir möchten mit unserem Aufruf alle ansprechen, die Obdachlosigkeit, Leerstand und Abriss genauso unerträglich finden wie wir. Unterstützt ein Projekt, das gegen den Ausverkauf unserer Stadt Widerstand leistet.
Denn Wohnen ist ein Grundrecht. Wir alle brauchen ein Zuhause!
Keine Menschen ohne Wohnungen mehr – keine Wohnungen ohne Menschen!

