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Hilfe für eine Freundin, die gerade den Halt verliert
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Dieser Spendenaufruf ist für Luna.
Und für ein Leben, das in den letzten 40 Jahren Schritt für Schritt zerbrochen ist.
Vor zwei Jahren hat Luna offiziell damit begonnen, als Frau zu leben. Nicht aus einem Impuls heraus, sondern nach einem lebenslangen inneren Kampf. Es war der Wille, endlich ehrlich zu sich selbst zu sein – und endlich als das leben zu dürfen was sie schon seit Kindesalter wusste als Frau.
Seit diesem Moment ging fast alles verloren.
Zuerst ihre eigene Mutter.
Der Mensch, der eigentlich hätte schützen sollen, wandte sich ab und wünschte ihr den Tod. Ihre Schwester – die einzige, die wirklich zu ihr stand – starb. Dieser Verlust riss Luna den Halt weg.
Kurz darauf brach auch der Kontakt zu ihrem Kind ab. Ein Schmerz, der kaum in Worte zu fassen ist.
In dieser Zeit verlor sie ihren Arbeitsplatz. Die Existenz, die sie sich aufgebaut hatte, verschwand.
Dann kam ein Partner, den sie erst nach Monaten emotional an sich heranließ. Jemand, der sagte, er liebe sie. Luna glaubte irgendwann daran – vielleicht mehr, als sie es sich leisten konnte. Doch auch diese Hoffnung zerbrach. Er verließ sie, weil seine Familie sie nicht akzeptierte, weg geworfen, wertlos.
Alle nicht queeren Freundschaften gingen ebenfalls verloren. Sie wurde beschimpft, ausgegrenzt und fallengelassen.
Seitdem ist Luna allein.
Fast allein.
Denn es gibt einen einzigen Ort, der sie seit ihrer Transition nie verlassen hat:
das Ehrenamt.
Dort engagiert sich Lunas, trotz allem was sie selbst durchlebt hat, wollte sie immer helfen, immer etwas zurückgeben. Von dem Wenigen, das sie hatte, hat sie dort immer etwas abgegeben – egal was. Zeit, Kraft, Unterstützung. Dort wurde sie nie infrage gestellt, nie abgelehnt, sondern einfach als Mensch akzeptiert. Das Ehrenamt war über all die Zeit eine große Stütze für sie.
Auch schon vorher war es Lunas Wunsch, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Sie war immer gutherzig, hilfsbereit und bemüht, anderen beizustehen – selbst dann, wenn sie selbst kaum noch Kraft hatte.
Dennoch blieb ihr viel Leid nicht erspart.
Sie hat Gewalt erlebt – nicht nur emotional, sondern auch körperlich. Am helllichten Tag wurde sie auf offener Straße verprügelt. Aus transphoben Gründen. Sie wurde angespuckt, beschimpft, verachtet. Immer wieder nicht wahrgenommen als Mensch, sondern abgelehnt für das, was sie ist.
Trotzdem kämpfte sie weiter.
Ein Haarsystem sollte ihr helfen, sich selbst endlich im Spiegel zu erkennen. Die Krankenkasse übernahm die Kosten nur teilweise. Den hohen Eigenanteil zahlte Luna trotzdem – aus Hoffnung, aus Verzweiflung, aus dem Wunsch, endlich einmal etwas richtig zu machen. Sie wartete sieben Monate darauf. Als es kam, war es nicht das, was zugesichert wurde.
Heute sitzt sie mit einem Haarsystem, das sie unglücklich macht, ohne Geld für das Nötigste. Es fehlt sogar an Lebensmitteln. Sie verlässt kaum noch das Haus. Die Angebote für ein anderes, passendes Haarsystem liegen vor – doch die Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht.
Sie hat immer wie eine Löwin gekämpft. Hat sich nicht unterkriegen lassen. Hat geholfen, wo sie konnte.
Bis jetzt.
Luna ist müde.
Müde davon, immer wieder alles zu verlieren, sobald sie glaubt, ankommen zu dürfen.
Dieser Spendenaufruf soll ihr helfen, zumindest einen kleinen Teil ihres Lebens zurückzuholen: Würde, Sicherheit und die Chance, sich selbst wieder als Frau wahrnehmen zu können.
Jeder Beitrag ist ein Zeichen, dass Luna nicht wertlos ist.
Dass sie gesehen wird.
Dass sie nicht alleine kämpfen muss.
Danke an alle, die ihr helfen.
Organizer and beneficiary
Luna Emilia Tessmann
Beneficiary



