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--- English Version below ---
Hallo,
mein Name ist Jonas und ich starte diesen Spendenaufruf für meine Freundin Christin – alle nennen sie Chrissi. Sie ist 25 Jahre alt, kommt aus dem Landkreis Stade, und sie kämpft. Jeden einzelnen Tag – gegen ihren eigenen Körper, gegen Behörden, gegen das Gefühl, einfach übersehen worden zu sein.
Chrissi ist schwer krank und jung. Doch genau das wurde ihr zum Verhängnis. Denn obwohl sie sich kaum noch selbst versorgen kann, sie wochenlang kaum sitzen oder stehen konnte, wurde sie monatelang nicht ernst genommen. Weder von Ärzt:Innen, noch von Krankenhäusern oder Behörden.
Wie kam es dazu?
Im August 2024 traten die ersten neurologischen Symptome auf. Was anfangs mit einem Schulterzucken als "Bandscheibenvorfall" abgetan wurde, entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem Albtraum. Chrissi wurde schwächer, stürzte immer häufiger und konnte kaum noch gehen.
Sie suchte Hilfe. Immer wieder. Immer eindringlicher. Doch niemand hörte ihr wirklich zu. Keine Ärzt:In nahm sich Zeit, kein Krankenhaus erkannte die Dringlichkeit. Selbst als sie schließlich nicht mehr selbstständig aufstehen konnte und mit einem Tuch Stufe für Stufe vom Rettungsdienst aus ihrer Wohnung gezogen werden musste, wurde sie abgewiesen. Schon wieder.
Sie konnte nichts mehr bei sich behalten. Erbrach ununterbrochen, sogar Blut. Ich war dabei. Ich habe gesehen, wie sie immer schwächer wurde, wie sie in der Silvesternacht fast gestorben wäre und trotzdem half ihr niemand.
Erst nach einer selbst organisierten Verlegung in eine andere Klinik wurde sie endlich ernst genommen. Dort wurde untersucht und was herauskam, war schwer zu begreifen.
Die Diagnose – das Ergebnis von monatelanger Ignoranz
Die Diagnose war eindeutig – und kam viel zu spät:
Miller-Fisher-Syndrom (MFS): Eine seltene Variante des Guillain-Barré-Syndroms, bei der das Immunsystem das Nervensystem angreift. Es führt zu Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen, Gleichgewichtsstörungen – im schlimmsten Fall auch zu Atemnot.
CIDP (Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie): Eine dauerhafte Entzündung der Nerven, die die Schutzschicht zerstört. Sie verursacht starke Schmerzen, Kraftverlust und Lähmungen.
Entzündliche Polyradikulitis: Zwei massive Entzündungsherde an der Wirbelsäule – einer im Bereich der Brustwirbel, einer im unteren Rücken.
Doch weil so viel Zeit vergangen ist, ohne dass sie behandelt wurde, sind viele Schäden dauerhaft. Die Erkrankung ist im Endstadium. Chrissi gilt als austherapiert.
Pflegeheim statt Perspektive
Da sie nicht mehr laufen kann, verlor sie ihre Wohnung im ersten Stock. Ihre beiden Katzen – ihre größte emotionale Stütze – konnte sie nicht mehr versorgen. Um nicht obdachlos zu werden, blieb als einziger Ausweg ein Pflegeheim. Seitdem lebt sie dort. Mit 25 Jahren. Zwischen Menschen, dessen Enkel sie sein könnte.
Der Aufenthalt war als Zwischenlösung gedacht. Doch mittlerweile will das Sozialamt, dass sie dauerhaft dortbleibt. Drei barrierefreie Wohnangebote wurden abgelehnt – mit der Begründung, sie seien zu teuer. Eine echte Einzelfallprüfung? Fand nie statt.
Sozialamt nahm ihr auch den Rest
Und dann kam der nächste Schock: Das Sozialamt hat ihr sämtliche Leistungen gestrichen. Kein Geld mehr für Medikamente, keine Unterstützung für Kleidung, Strom, Internet, Hygiene, Katzenfutter – nichts.
Chrissi lebt momentan vom Taschengeld des Pflegeheims. Davon kann man sich vielleicht ein Duschgel kaufen. Aber nicht überleben.
Update 12.10.2025:
Ende August kam Chrissi erneut ins Krankenhaus - eigentlich für die Gabe ihrer Medikation - ein sehr engagierter Arzt rollte ihren Fall jedoch neu auf und konnte dadurch die Krankheit weiter präzisieren und sie erfolgreich in eine Reha-Klinik übermitteln. Eine erfolgte Verhandlung vor dem Landessozialgericht gegen den Landkreis brachte jedoch nur eine Teilbesserung der angespannten finanziellen und wohnungstechnischen Situation. Chrissi bekam vorm Landessozialgericht das Recht auf die Anmietung einer Barrierefreien Wohnung zugesprochen. Leider wurde die Übernahme der Mietkosten der alten Wohnung durch das LSG versagt sodass dort natürlich ein großes Loch entsteht, welches gestopft werden muss, um ihr einen Umzug in eine mögliche neue Wohnung problemlos zu ermöglichen. Die Reha-Klinik hat ihr dabei schon Unterstützung im Sinne der Unterbringung bis zur Bereitstellung einer geeigneten Wohnung zugesagt. Sie erhält aus vielen Richtungen Unterstützung nur nicht vom Landkreis. Sie benötigt also weiterhin Unterstützung, um die aktuelle Wohnung zu halten und den Übergang aus der Reha in eine neue Wohnung so einfach wie möglich zu gestalten.
„Ich bin 25 – ich will zurück ins Leben“
„Ich will nicht im Altenheim sterben. Ich will eine Reha machen. Ich will zurück zu meinen Katzen. Ich will raus, laufen, leben, arbeiten, wieder lachen. Ich will zurück ins Leben – aber das Sozialamt lässt es nicht zu.“
Ein Gerichtsverfahren läuft. Aber wie lange das dauert – oder ob es überhaupt etwas bringt – unklar.
Deshalb dieser Aufruf. Diese Spendenaktion ist Chrissis letzte Hoffnung. Ihre Chance, wenigstens die nötigsten Dinge zum Leben zu haben. Und vielleicht, mit viel Glück und Hilfe, einen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.
Wofür wir Hilfe brauchen
Alle Spenden werden für folgende Dinge verwendet:
• Medikamente und Stromkosten
• Versorgung der beiden Katzen
• Mietkosten der Monate September, Oktober & November
• Entsorgungs & Transportkosten für den Umzug in eine neue Wohnung
Wer lieber gezielt helfen möchte:
Für Chrissis Katzen gibt es eine Wunschliste mit Futter, Streu und Zubehör:
Und es gibt eine separate Wunschliste für dringend benötigte Pflegehilfsmittel – darunter Lagerungskissen, Hautschutz, Inkontinenzprodukte, medizinische Artikel:
Unterschreibe Chrissis Peition:
Warum ich diesen Aufruf mache
Ich bin zutiefst erschüttert, wie schnell sich ein Leben komplett verändern kann. Chrissi ist eine junge Frau mit Zielen, Plänen und viel Herz und innerhalb weniger Monate hat sie alles verloren. Gesundheit, Selbstständigkeit, Sicherheit.
Es kann jede und jeden treffen. Viel schneller, als man denkt.
Ich heiße Jonas und ich bitte aus tiefstem Herzen um Unterstützung. Für Chrissi. Für ein Leben, das nicht so enden darf.
Danke an alle, die helfen – mit einer Spende, mit dem Teilen dieses Aufrufs oder einfach mit einem guten Wort.
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Hello,
My name is Jonas and I am starting this fundraiser for my female friend Christin – everyone calls her Chrissi. She is 25 years old, comes from the district of Stade, and she is fighting. Every single day – against her own body, against the authorities, against the feeling of simply being overlooked.
Chrissi is seriously ill and young. But that is exactly what has been her undoing. Although she can barely look after herself and was unable to sit or stand for weeks, she was not taken seriously for months. Neither by doctors, hospitals nor authorities.
How did this happen?
In August 2024, the first neurological symptoms appeared. What was initially dismissed as a “slipped disc” developed into a nightmare within a short period of time. Chrissi grew weaker, fell more and more frequently, and could hardly walk.
She sought help. Again and again. More and more urgently. But no one really listened to her. No doctor took the time, no hospital recognized the urgency. Even when she was finally unable to stand up on her own and had to be pulled out of her apartment step by step by the emergency services using a sheet, she was turned away. Again.
She couldn't keep anything down. She vomited continuously, even blood. I was there. I saw how she grew weaker and weaker, how she almost died on New Year's Eve, and yet no one helped her.
It was only after we organized her own transfer to another clinic that she was finally taken seriously. There she was examined, and what came out was difficult to comprehend.
The diagnosis – the result of months of ignorance
The diagnosis was clear—and came far too late:
Miller Fisher syndrome (MFS): A rare variant of Guillain-Barré syndrome in which the immune system attacks the nervous system. It leads to paralysis, speech and vision problems, balance disorders—and in the worst cases, respiratory failure.
CIDP (chronic inflammatory demyelinating polyneuropathy): A permanent inflammation of the nerves that destroys the protective layer. It causes severe pain, loss of strength, and paralysis.
Inflammatory polyradiculitis: Two massive areas of inflammation on the spine—one in the thoracic vertebrae and one in the lower back.
But because so much time has passed without treatment, much of the damage is permanent. The disease is in its final stages. Chrissi has completed all available treatments.
Nursing home instead of hope
Since she can no longer walk, she lost her first-floor apartment. She could no longer care for her two cats, her greatest emotional support.
To avoid becoming homeless, her only option was a nursing home. She has been living there ever since. At 25 years old. Among people who she could be their grandchildren.
The stay was intended as a temporary solution. But now the social welfare office wants her to stay there permanently. Three barrier-free housing offers were rejected on the grounds that they were too expensive. A genuine case-by-case assessment? It never happened.
Social services took the rest from her too
And then came the next shock: social services cut all her benefits. No more money for medication, no support for clothing, electricity, internet, hygiene, cat food – nothing.
Chrissi is currently living on pocket money from the nursing home. That might be enough to buy shower gel. But not to survive.
Update 13.10.2025:
At the end of August, Chrissi was admitted to hospital again – supposedly to receive her medication – but a very dedicated doctor re-examined her case and was able to further clarify her illness and successfully transfer her to a rehabilitation clinic. However, a successful hearing before the state social court against the district only brought about a partial improvement in her tense financial and housing situation. Chrissi was granted the right to rent a barrier-free apartment by the State Social Court. Unfortunately, the LSG refused to cover the rental costs of her old apartment, which of course leaves a big hole that needs to be filled in order to enable her to move into a possible new apartment without any problems. The rehabilitation clinic has already promised to support her with accommodation until a suitable apartment is found. She is receiving support from many quarters, but not from the district. She therefore continues to need support in order to keep her current apartment and make the transition from rehab to a new apartment as easy as possible.
“I'm 25 – I want to get my life back.”
“I don't want to die in a nursing home. I want to go to rehab. I want to go back to my cats. I want to get out, walk, live, work, laugh again. I want my life back – but the social welfare office won't let me.”
A court case is pending. But how long it will take – or whether it will even help – is unclear.
That's why we're making this call. This fundraiser is Chrissi's last hope. It's her chance to at least have the bare necessities to live. And maybe, with a lot of luck and help, a way back to a self-determined life.
What we need help with
All donations will be used for the following:
• Medication and electricity costs
• Care for the two cats
• Rent for September, October, and November
• Disposal and transportation costs for moving to a new apartment
If you would prefer to help in a more specific way:
There is a wish list for Chrissi's cats with food, litter, and accessories:
And there is a separate wish list for urgently needed care aids, including positioning cushions, skin protection, incontinence products, and medical items:
Sign Chrissi's petition:
Why I am making this plea for help
I am deeply shocked at how quickly a life can change completely. Chrissi is a young woman with goals, plans, and a big heart, and within a few months she has lost everything. Her health, her independence, her security.
It can happen to anyone. Much faster than you think.
My name is Jonas, and I am asking for your support from the bottom of my heart. For Chrissi. For a life that should not end this way.
Thank you to everyone who helps—with a donation, by sharing this appeal, or simply with a kind word.





