Schon mit 9 Jahren hatte Stefan Sondermann ein Buch über "Die Schifffahrt der Jahrtausende" in die Hände gekriegt. Beim durch das Buch Blättern verliebte er sich in das Gokstad-Schiff der Wikinger aus dem späten 9. Jahrhundert. In diesem Moment beschloss er, dieses Schiff irgendwann mal zu bauen und aus einem Kindertraum wurde eine Lebensaufgabe.
Während seiner Kindheit und seinem anschließendem Architekturstudium gewann er Hochachtung für das künstlerische und handwerkliche Können der Wikinger. Außerdem fing er an, erste Teile für das Schiff zu sammeln. Mit Anfang 30 zog er in eine große Werkstatt. Wohnhaft war er in einem kleinem Zimmerchen neben seiner Werkstatt auf wenigen Quadratmetern. Im Winter 2010 fing er an, die Pläne für das Schiff zu zeichnen und die Maße umzurechnen, die aus einem kleinen Forschungsbuch zum Gokstadschiff stammen.
Die Jahre danach baute er neben seiner Selbstständigkeit an dem Boot, bis er sich 2018 entschloss, seinen Beruf aufzugeben und all seine Zeit der Fertigstellung des Schiffes zu widmen. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk redet Stefan Sondermann über den Zweifel anderer Menschen. "Das Schiff wird fahren und wird fertig werden", erklärt er selbstbewusst und ergänzt: "Es sei denn mir wird etwas passieren, was ich ausschließe, eben weil ich das Schiff hier baue." Damit sollte er auch recht behalten denn dieses Jahr wurde das Schiff fertiggestellt und im April an die Slowenische Rivera transportiert. Ein Lebensprojekt liegt endlich im Wasser und schwimmt.
Jetzt häufen sich aber die Rechnungen und Stefan Sondermanns Ersparnisse gehen zu neige. Es gab noch einige bürokratische Hürden zu überwinden und gesetzliche Auflagen zu erfüllen. Ausrüstungstechnisch muss auch noch aufgestockt werden (zusätzlicher Feuerlöscher, verschiedene Fackeln, längere Ankerkette, Sicherheitsgurte, Rauchboje, Dingi etc.). Eine Registrierung des Schiffs ist verpflichtend, der Liegeplatz kostet täglich.
Hier braucht er eure Hilfe, um sein Lebenstraum zu erfüllen und lossegeln zu können.
Bei Interesse, auch zum Mitfahren, findet ihr weitere Informationen auf seiner Website .






