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Liebe Leserinnen und Leser, liebe Spenderinnen und Spender


KURZZUSAMMENFASSUNG - UM WAS GEHT ES

Ich bin sehr schwer im Mai 2026 am linken Auge mit einem NAION erkrankt , sie spenden für meine Rückkehr zu meinem über alles und von herzen geliebten Beruf als Reisebus- und Postauto-Chauffeur

Im Jahr 2018 erlangte ich nach grossem Aufwand und erheblichen Kosten den Führerausweis der Kategorie D. Zuvor absolvierte ich zusätzlich die Ausbildung für die Kategorie C. Damit begann für mich eine berufliche Tätigkeit, die mich bis heute zutiefst erfüllt.

Von 2018 bis 2024 war ich als Reisebuschauffeur für Twerenbold und Eurobus tätig. Während dieser sechs Jahre durfte ich Gäste durch ganz Europa begleiten und legte dabei 266’133 Kilometer zurück. Im Jahr 2025 wechselte ich zu Postauto, wo ich weitere 60’478 Kilometer fuhr. Auch dort wurde ich bei den Fahrgästen im Raum Aarau/Frick rasch bekannt und sehr geschätzt.

Ich pflegte den persönlichen Kontakt zu meinen Fahrgästen, begrüsste und verabschiedete sie auf besondere Weise und zeigte ihnen interessante Dinge entlang der Strecke und überrasche diese mit selbstgemachten Geschenken und Guätzlis. Bis zu meiner krankheitsbedingten Fahruntauglichkeit am 27. Mai erhielt ich sogar bis zu 18-mal freiwilligen Applaus in einem öffentlichen Linienbus pro Monat. Über meine Geschichte erschien am 9. Juni 2026 ein Artikel in der Aargauer Zeitung.

Durch meine schwere Erkrankung meines linken Auges wurde mein Führerausweis der Gruppe 2 vom STVA eingezogen. Deshalb setze ich alles daran, meinen Führerausweis der Gruppe 2 zurückzuerlangen. Leider wurde mir im Universitätsspital Zürich mitgeteilt, dass sich mein linkes Auge voraussichtlich nicht ausreichend erholen werde.

Die Glaukom Klinik Zürich sieht in der elektrischen Stimulation des Sehnervs mit Eyetronic dennoch eine mögliche Behandlungsoption. Die erste Behandlung ist für den 25. Januar 2027 vorgesehen. Eine Behandlung kostet rund Fr. 5’000.– und umfasst zehn Sitzungen innerhalb von 20 Tagen. Bis zur Genessung könnte es bis zu 4 Behandlungszyklen benötigen.

Diese Behandlung ist vom BAG nicht freigegeben. Trotzdem habe ich meine Krankenkasse schriftlich angefragt, ob eine Kostenübernahme möglich ist. Diese wurde leider abgelehnt.

Ich kann die Kosten dafür alleine nicht tragen, das dafür benötigte Geld ist nicht vorhanden!

Daher bitte ich Sie herzlich um finanzielle Unterstützung, damit ich diese Behandlung durchführen kann.

Mit Ihrer Hilfe erhalte ich so die Chance, meine benötigte Sehfähigkeit, und vielleicht auch meinen über alles und von Herzen geliebten Beruf als Buschauffeur wieder zurückzugewinnen.

Sehr, sehr gerne, würde ich wieder meine Fahrgäste hier in Frick/Aarau wieder auf Ihren Fahrten chauffieren und begleiten!

liebe Grüsse und vielen lieben Dank
Roger Theiler

Wichtige Info:
Der Freiwillige Betrag für GoFundMe ist am Ende der Spende ausgegraut und kann dort nicht angepasst werden. Um diesen Betrag anzupassen, können Sie oben im Regler unterhalb der Prozentzahl "andere Beitragshöhe eingebeben" verschieben. Sobald Sie auf diesen Regler klicken, ist es Ihnen möglich diesen nach Ihrem Wunsch einzustellen von 0 - 30%

.....vielen Dank auch für das Weiterleiten an Ihre Freund und Bekannte meines linkes hier auf GoFundMe...





.....Möchten sie mich nun besser und näher kennenlernen? Die detaillierte und ausführliche Geschichte können Sie hier dazu auf den Folgeseiten lesen.....



Heute, 17. Oktober 2025

Seit meinem Sehnerv Infarkt im Mai 2026 ist einige Zeit vergangen. Leider durfte ich seither kein Postauto mehr fahren, keine Gäste auf unserem Netz begleiten und Sie mit besonderen Begrüssungen, Verabschiedungen und Geschichten entlang der Strecke erfreuen.


  • wunderschön - mein Postauto in Stein AG


Ich hoffte, bald wieder unterwegs zu sein – doch dazu kam es bisher nicht. Manchmal fuhr ich als Gast mit und durfte einzelnen Fahrgästen trotzdem ein Geschenk überreichen.


  • unter dem schönen blauen Dach am Bahnhof Aarau

Viele von meinen Fahrgästen fragen sich bestimmt, warum ich plötzlich verschwunden bin. Das belastet mich zusätzlich sehr, denn auch ich vermisse unsere Begegnungen und den herzlichen Austausch. Im Mai durfte ich noch 18-mal Applaus von meinen Gästen erleben - in einem Postauto im öffentlichen Verkehr - unvergessliche Momente!




Am 8. Juni berichtete zudem die Aargauer Zeitung über mich als Chauffeur bei Postauto Frick/Aarau.







Um was geht es?

Manchmal nimmt das Leben eine unerwartete Wendung. Manchmal scheint ein Traum unerreichbar – und manchmal findet man ihn erst nach vielen schweren Jahren. Für mich war das Busfahren genau ein solcher Traum. Heute droht er mir, erneut genommen zu werden.


  • am 6. Dez. fahre ich immer mit Samichlausmütze

1982 begann ich eine Lehre als Werkzeugmacher. Mein Ziel war klar: Ich wollte Lokführer werden. Sollte ich das anspruchsvolle Aufnahmeverfahren nicht bestehen, wollte ich zur Polizei gehen. Beide Berufe setzten eine abgeschlossene Lehre und die Rekrutenschule voraus. Ich hatte Pläne, Hoffnungen und die Zuversicht, meinen Weg zu gehen.


  • den Roger gibt es immer nur chick angezogen

Doch 1985 veränderte sich mein Leben innerhalb weniger Tage vollständig. Nachdem ich mit extrem hohem Blutdruck im Universitätsspital Zürich lag, eröffnete mir ein Arzt, dass meine Nieren schwer erkrankt seien und ich künftig auf Dialyse angewiesen wäre. Ich war erst 18 Jahre alt und konnte kaum begreifen, was dies bedeutete. Plötzlich war nicht mehr von Ausbildung und Berufswünschen die Rede, sondern von einer Behandlung, die mein Leben jahrelang, mehrmals wöchentlich bestimmen würde.

  • warten auf meine Gäste

Meine ursprünglichen Berufspläne waren damit zerstört. Über eine IV- Umschulung fand ich zunächst den Weg ins Büro und später in die IT. Dort arbeitete ich viele Jahre, bis ich schliesslich bei DB Schenker in Zürich, aufgrund einer Umstrukturierung meine Stelle verlor.


  • mit 4 Bussen bringen wir unsere Gäste zum Schiff in Avignon

Auch mein familiärer Hintergrund war nicht einfach. Unterstützung und Rückhalt, wie man es sich wünschen würde, fehlten weitgehend. Als Jugendlicher musste ich zudem Erfahrungen machen, die mich bis heute belasten. Trotzdem habe ich nie aufgehört, nach vorne zu schauen und nach einem Weg zu suchen.


  • meine Gäste dürfen mit rotem Teppich einsteigen

2018 entschied ich mich, Buschauffeur zu werden. Auf eigene Kosten absolvierte ich die Umschulung für LKW und Bus. Während eines Kurses lernte ich einen Fahrer von Twerenbold kennen. Er ermutigte mich, mich dort zu bewerben – und ich wurde eingestellt.


  • 3 Lehrfahrausweis, LKW, Anhänger und Bus gleichzeitig

  • LKW Prüfung bestanden...

  • ...und auch die Bus Prüfung... jiiipppiiiieiijjeeeeeeeeeee

2019 begann meinen Dienst bei Twerenbold. Dort entdeckte ich meine wahre Berufung. Reisebus zu fahren war für mich nicht einfach Arbeit. Es war Leidenschaft, Begegnung und Lebensfreude. Ich wollte meinen Fahrgästen mehr bieten als eine sichere Fahrt von A nach B. Ich wollte Sie willkommen heissen, überraschen und Ihnen schöne Erinnerungen schenken.


  • Heute in rosa mit Anthrazit

Dabei nahm ich die Ratschläge meiner Kolleginnen und Kollegen stets ernst und versuchte, mich weiterzuentwickeln. Eine Fahrerin unterstützte mich bereits an meinem ersten Arbeitstag und zeigte mir ruhig, was zu tun war. Viele weitere Kolleginnen und Kollegen halfen mir, meinen Fahrstil zu verbessern und nahezu zu perfektionieren.


  • es macht einfach nur eine wahnsiiiiinniiiigggggeeeeee Freude!

  • sauber muss der Bus auch sein

Dann kam Corona. Unsere Branche kam praktisch zum Stillstand. Mein neuer Traumberuf war plötzlich nicht mehr möglich. Zum Glück konnte ich Aushilfsweise bei Postauto arbeiten. Auch dort brachte ich meine Ideen ein – etwa mit einem vollständig weihnachtlich dekorierten Bus mit Tannenzweigen, Kugeln und Lichtern. Als ich in Brugg ankam, applaudierten die Fahrgäste begeistert. Solche Momente bedeuteten mir sehr viel.


  • ...wauw! ..was für ein schöner Sonneaufgang

Ich liebe es, Menschen zu überraschen und Ihnen eine Freude zu machen. Bei Twerenbold gestaltete ich persönliche Platzkarten, trug festliche Anzüge als Chauffeur und legte grossen Wert auf ein gepflegtes, besonderes Auftreten. Bei Eurobus wurde ich durch meinen roten Hut bekannt. Dort entstand auch mein „Lieseli“ – ein älterer, stark heruntergekommener Bus, den niemand übernehmen wollte. Ich investierte privates Geld, um ihn liebevoll aufzuwerten. Bald wollten auch andere Fahrer gerne mit diesem Bus unterwegs sein.

  • neu bezogene Sitze für mein Liseli, als Geschenk von mir

  • ...das Fröölein mit dem gelben Sonnenblume ist das Lieseli aus Budapest, es hat meinem Bus den Namen gegeben

  • wir beide sind unzerternnlich! !!!

  • ein kleines Kind bekam zur Platzkarte ein Extrageschenk vom Chauffeur zur Platzkarte dazu

  • mein Sylvestergeschenk für jeden Gast auf der Sylvesterreise 2020

  • Staatstheater in Mainz

Später kehrte ich zu Postauto Frick/Aarau zurück. Anfangs fiel es mir schwer, mich an kleinere Fahrzeuge und einfachere Strecken zu gewöhnen. Doch ich änderte meine Einstellung. Ich begann, mich nicht mehr über die Dinge aufzuregen, welche ich als Fahrer nicht beeinflussen konnte. Stattdessen konzentrierte ich mich wieder auf das, was mir wirklich wichtig ist: meine Fahrgäste.


  • Postauto hilft mir in der Coronazeit, hier bin ich in Frick AG

Ich begrüsste Sie persönlich, erzählte Ihnen Besonderheiten entlang der Strecke und entwickelte kleine Überraschungen – unter anderem die beliebten „Guätzli“ und hunderte von selbst gemachten Geschenken aus Holz zu Weihnachten, Sylvester, Ostern und Frühlings Tema. Mein Ziel war, aus einer alltäglichen Busfahrt ein besonderes Erlebnis zu machen. Fahrgäste lachten, zeigten mir Herzchen, bedankten sich und stiegen mit einem Lächeln aus. Genau dafür fahre ich. Menschen glücklich zu machen, ist meine Herzensaufgabe.


  • mein Geschenk an meine Gäste im Postauto Weihnachten 2025


  • Frühlingsblume, Frühling 2026


  • für die Kinder gibt es Puzzels


  • an Ostern, ein Osterhase als Osterhasen-Eierhalter


  • ja, da braucht es mehr als einen Hasen


  • für die Hunde gab es natürlich auch ein Läckerli


  • und Guätzli für die Gäste


  • die Frühlingsblume braucht Farbe


  • und die Weihnachtsbaumdekoration bekommt Goldglitzer


  • alle Geschenke entstehen auf meinem Laser


  • und das Postauto habe ich selbst im Masstab gezeichnet


  • weil ich nicht mehr fahren darf, habe ich noch 3 solcher Kisten in meinem Keller

  • alles wird liebevoll selbst hergestellt


  • und alles selbst gezeichnet wenn ich dann einmal nicht fahre


  • Tischdekoration für unser Weihnachtsessen 2025

Nun droht mir erneut alles genommen zu werden. Aufgrund der Diagnose N-AION wurden auf meinem Führerausweis sämtliche Kategorien der Gruppe 2 gelöscht. Damit darf ich keine Busse mehr fahren – obwohl ich diesen Beruf mit grosser Leidenschaft, Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein ausgeübt habe.


  • 6. Dezember in Südfrankreich


  • mein Lieseli ist am Morgen früh startbereit ab meinem Heimstartplatz in Oeschgen ...einfach nur eine AUGENWEIDE !!!


Es ist schwer zu akzeptieren, dass ein Lebenstraum plötzlich an einem kleinen Eintrag auf einem Ausweis scheitern soll. Ich habe bereits weitere 150 persönliche Geschenke vorbereitet, die ich meinen Fahrgästen überreichen wollte. Nun weiss ich nicht, ob ich Ihnen Diese jemals geben kann.


  • die Geschenke wären für den Sommer 2026 gewesen, leider durfte ich diese nicht verteilen


  • zum Sommer hatte ich 4 verschiedene Geschenke für meine Gäste gebastelt welche leider die meisten noch alle bei mir zu Hause sind


Mir wird gesagt: „Herr Theiler, wir haben 2026. Sie haben ein N-AION. Ihre Karriere ist beendet.“ Doch ich möchte nicht einfach aufgeben. Die Glaukom Klinik Zürich bietet eine Elektrotherapie an, die möglicherweise helfen könnte. Dafür brauche ich dringend finanzielle Unterstützung.


  • mein Lieseli, Merceders Travego, der schönste Bus den es gibt


  • und dann bekam der schönste bemalene Bus welchen es gab auch ein....


  • ...Eurobus Kleid


  • immernoch mein Liesli, aber in weiss rot, ich habe mich lange nicht daran gewöhnt und bin Heute noch traurig, aber ich fand es dann doch schön, ich gehörte dann auch richtig zu meinen Eurobus Kollegen und war kein "Fremdfahrer" mehr



Was ist passiert?

22. Mai 2026
Am 22. Mai stand ich Morgens auf und stellte fest, dass ich auf meinem linken Auge schlecht sehe, ich nahm an, dass es sich um eine nächtliche Einlagerung im Auge handle und ging ins Bad, wo ich mir mein Auge auswaschen wollte. Doch leider half dies nichts und meine Sicht blieb schlecht. Es betraf irgendwie den unteren Rand des linken Auges.
Natürlich gefiel mir das nicht und machte mir langsam Sorgen, weil dies auch am Nachmittag nicht besser wurde. Dennoch, allzu grosse Sorgen machte ich mir nicht und startete um13:52 pünktlich mit dem Postauto meinen Dienst am Bahnhof in Frick nach Brugg.
Am Samstag den 23. Mai hatte ich einen weiteren Dienst, Sonntag frei und am Montag den 25. Mai sass ich dann das Letze mal in einem Postauto (was ich damals noch nicht wusste). Dann hätte ich am 26. Mai wieder einen Spätdienst antreten sollen, meldete mich aber am Morgen bei einem Augenarzt in Frick, welcher mich sofort als Notfall in das KSA einweisen lies. Dort wurde seine Diagnose mit welcher ich damals gar nichts anfangen konnte bestätigt und bis Heute hat sich daran leider auch nichts geändert. Eigentlich wollte mich der Notfall noch am selben Abend wieder nach Hause schicken, aber ich bestand auf eine genauere Abklärung und so kam ich 2 Tage in die Neurologie. Diese stellten aber nichts anderes fest und ich wurde mit einer 4 wöchigen Arbeitsunfähigkeit nach Hause entlassen. Was eigentlich genau los war, wusste ich damals allerdings immer noch nicht. Ich glaubte, dass alles kein Problem und in ein paar Wochen ist alles vorbei.


  • okay, warum ich da so komisch stehe weiss ich auch nicht wirklich, aber das habe ich für ein gutes Foto öfters gemacht - smile


Dann erfuhr und begriff ich langsam aber sicher, ich leide an einem N-AION.
Im Verlauf der weiteren vergangen Wochen und Monate lass ich mich sehr akribisch und umfassend in das Thema des N-AION ein. Ein N-AION ist ein schwerer Infarkt am Sehnerv, dass ist genau so wie ein Infarkt am Herzen.


  • Fotostopp am Benken hoch Richtung Passhöhe


N-AION steht für **nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie**

Die einzelnen Bestandteile des Namens erklären die Erkrankung wie folgt:

· Nicht-arteriitische: Die Ursache ist keine Entzündung der Schlagadern (im Gegensatz zur arteriitischen Form, die durch eine Entzündung wie bei der Riesenzellarteriitis ausgelöst wird).
· Anteriore: Der vordere Teil des Sehnervs ist betroffen (dort, wo er in das Auge eintritt).
· Ischämische: Es liegt eine Durchblutungsstörung vor (akuter Sauerstoffmangel).
· Optikusneuropathie: Eine Erkrankung oder Schädigung des Sehnervs (Nervus opticus).

Das grosse Problem an der Geschichte ist, wäre die Ursache eine Entzündung, dann könnte man einfach sehr hochdosiertes Kortison verabreichen und alles käme wieder gut!

  • Wintereinbruch an der Staffelegg, mein Bus muss mal wieder Model stehen und ein wenig ab der Route fahren damit es besser aussieht

Bei diesem Infarkt werden Blutgefässe verstopft und die betroffenen Teile des Sehnerves (die Axonen) werden irreparabel zerstört. Der Sehnerv besitzt rund eine Million dieser Nervenfasern (Axonen) welche alle einen Durchmesser von 0.7 bis 1 Mikrometer haben. Ein Haar ist rund 70 – 100 mal dicker als ein einzelner Sehnerv.
Der Sehnerv (Nervus opticus) leitet visuelle Reize in Form von elektrischen Impulsen von der Netzhaut des Auges direkt an das Sehzentrum im Gehirn weiter. Er fungiert weiter als „Datenautobahn“, die Lichtimpulse der Sinneszellen (Stäbchen und Zapfen) übersetzt und transportiert. Er ist auch zuständig, dass die visuellen Informationen beider Augen optimal für das räumliche Sehen im Sehzentrum der Großhirnrinde verarbeitet werden können! Die Anzahl der funktionierenden und intakten Axonen bestimmen unser sichtbares Gesichtsfeld, was zum fahren eines Fahrzeuges je nach gewünschter Kategorie von sehr hoher Bedeutung ist.



Was ist ein Gesichtsfeld…

Das Gesichtsfeld (auch Sehfeld genannt) ist der gesamte Bereich, den wir mit unseren Augen gleichzeitig wahrnehmen können, ohne dabei den Kopf oder die Augen zu bewegen. In der Mitte sehen wir scharf, erkennen Details und Farben. Zu den Rändern hin nimmt die Schärfe ab, aber Bewegungen werden dort noch sehr gut wahrgenommen, was wichtig für das Erkennen von Gefahren ist.

  • Bahnhof in Laufenburg AG

Was passiert bei einem Gesichtsfeld Ausfall...

Wenn das andere Auge vollkommen gesund ist, kann das Gehirn den Ausfall des betroffenen Auges in den meisten Bereichen kompensieren. Wir nehmen die Einschränkung im Alltag oft gar nicht extrem wahr, weil das gesunde Auge das seitliche Sichtfeld abdeckt. Allerdings fehlt uns auf der betroffenen Seite ein Teil der tiefen Wahrnehmung (räumliches Sehen), und Sie übersehen dort eher Hindernisse, wenn Sie das gesunde Auge abdecken.

  • und wieder der Bahnhof in Stein AG, später wird in diesem Dienst der Bus geputzt, alles innen und aussen


Was heisst das für die Fahreignung…

Für die Gruppe 1 - normaler PKW

Die medizinischen Mindestanforderungen für den Führerschein (z. B. Kategorie B in der Schweiz) verlangen für das beidäugige Sehen ein horizontales Gesichtsfeld von mindestens 120 Grad. Liegt eine Einäugigkeit vor (weil das schlechtere Auge unter die medizinischen Grenzwerte fällt), muss das verbleibende, gesunde Auge ein vollständig normales Gesichtsfeld aufweisen. Eine Einschränkung auf 20° führt in der Regel zum Verlust der Fahrtauglichkeit, da Gefahren im Strassenverkehr nicht rechtzeitig peripher wahrgenommen werden können.




Für die Gruppe 2, - BUS/LKW, ganz genau C, C1, D, D1 und BPT gilt allerdings folgendes:

Das Gesichtsfeld muss in der Erweiterung nach oben und unten minimal 30 Grad betragen und das zentrale Gesichtsfeld muss auf jedem Auge bis 30 Grad normal sein.
Dies kann ich zum heutigen Stand leider nicht einhalten.

  • Sonnenaufgang auf dem Zeihenexpress Richtung Zeihen, der Bus war leer, also rausspringen und ein Foto machen


Was weiss ich Heute…

Wie ich heute weiss, trat dieses N-AION durch eine über Medikation von Medikamenten ein, welche den Blutdruck mitbestimmen. Medikamente wurden von meinem Arzt nicht richtig dosiert und nach meinen Meldungen über einen mehrfachen drastischen Blutdruckzusammenfall nicht und zu wenig aktiv angepasst. Dies führte letztlich leider zu dem angesprochenen Augeninfarkt.
Aktuell nehme ich am Morgen 14 und am Abend 9 Medikamente ein, dies seit mehr als 40 Jahren. Mal sind es weniger, Mal sind es mehr.

Am 01. September 2026 habe ich mir dann eine Zweite Meinung im USZ eingeholt, welche noch einmal alle relevanten Untersuchungen ein zweites Mal durchführten.
Doch leider, kam auch hier dasselbe Ergebnis heraus. Unteranderem steht da drin: „Insgesamt ist der vorliegende Befund passend für eine stattgehabtes N-AION. Evidenzbasierte therapeutische Optionen bestehen nicht. Im Hinblick auf eine Prognose bezüglich der Erholung der Gesichtsfeldeinschränkung gehen wir bei dreimonatigem Verlauf davon aus, dass sich hier keine relevante Erholung zeigen wird und es muss davon ausgegangen werden, dass die Fahreignung für die Kategorie 2 nicht wieder erlangt werden wird.“


  • die blaue Fläche auf dem linken Auge ist der Grund, warum ich nicht mehr Bus fahren darf

Was kann noch getan werden…

Ich habe weitere Abklärungen gemacht und mich weiter eingelesen. Dabei habe ich herausgefunden, dass es eine Klinik in der Schweiz gibt, welche das Thema Sehnerv erfolgreich behandelt. Es handelt sich hier um die Glaukom Klinik an der Franklinstrasse 27 in Zürich - www.glaukom-augenklinik.ch.
Diese Klink ist spezialisiert auf die Heilung des Sehnervs. Ich habe zwar kein Glaukom aber die Behandlung ist dieselbe. Der Sehnerv besteht wie schon erwähnt aus rund einer Million Axonen. Mehrere tausende dieser Axonen sind gar nicht aktiv, und werden nicht genutzt. Mit einer Elektrotherapie werden nun diese innaktive Nervenfasern (Axonen) aktiviert. Dadurch wird das Gesichtsfeld wieder vergrössert.

Jedoch ist diese Behandlung noch nicht von BAG (Bundesamt für Gesundheit) anerkannt und somit nicht Kassenpflichtig. Ich habe einen Antrag an die Krankenkasse gestellt, doch leider wurde dieser abgelehnt. Eine Behandlung beinhaltet 10 Behandlungen innerhalb 20 Tagen. Ein Behandlungszyklus kostet Fr. 5000.-.
Die Klinik ist sehr ausgelastet bis April /März 2027 und wird von überall her von Patienten aus der ganzen Welt besucht. Mein erster Behandlungszyklus dauert vom 25. Januar bis zum 02. Februar 2027.
Doch leider ist es auch so, dass ich mir diese Behandlung selbst nicht leisten kann. Aktuell lassen meine finanziellen Mittel eine eigene Zahlung der Behandlung nicht zu.
In ca. 6 Monaten muss ich mit einer Lohnreduktion von ca. 1000.- rechnen. Dies bedeutet eine weitere hohe finanzielle Einbusse. Ebenfalls bin ich in weniger 4,5 Jahren pensioniert, kann mich kaum noch umschulen lassen und hatte auch geplant, bis 70 Geburtstag weiter Postauto zu fahren um meine AHV Beiträge zu unterstützen.
Berufliche Aussichten habe ich so gut wie keine, mein Arbeitgeber steht (wegen meinen sehr guten Leistungen) zwar komplett hinter mir, aber auch hier sind die Möglichkeiten eher beschränkt.
Postauto versucht mir eine andere Stelle im Bereich des Möglichen anzubieten. Dies gestaltet sich im Moment aber ebenfalls etwas schwierig, da zuerst auch eine geeignete Option verfügbar sein muss. Mit der mir aufgezwungen, für mich sehr schweren Situation gehe ich so gut um, wie es mir möglich ist.
Ich bekomme auch für meine physische Gesundheit Hilfe von Postauto aus unserem Firmeneigenen Sozialdienst. Wofür ich mich an dieser Stelle sehr gerne bei Postauto und meiner Teamleiterin ganz herzlich bedanken möchte.

  • dieses Foto entstand auf der Staffelegg runter Richtung Herznach. Der Bus ist hier frisch strahlend mit der Sonne um die Wette geputzt. ....ja nicht ganz auf der Hauptstrasse, so habe ich ab und an eine kleine Herausforderung - smile


Die allerletzte Möglichkeit…

Die Glaukom Klinik Zürich ist die allerletzte Möglichkeit, dass ich wieder zurück in ein Postauto auf den Fahrersitz kann. Auch wenn die Schulmedizin wie ein USZ sich dazu gar nicht äussern möchte, dann ist es einfach so, dass neue Dinge noch nie immer sofort auf Anerkennung und Akzeptanz stossen. Mein Fall wurde vom Prof. Dr. med. Milko Iliev der Klinik geprüft und man ist der Meinung, dass man mir helfen kann. Also muss ich diese Möglichkeit für mich wahrnehmen. Eine andere Möglichkeit gibt es zum heutigen Stand der Medizin im Moment nicht.

Bitte helfen Sie mir, diese Behandlung zu ermöglichen. Jede Spende – unabhängig von ihrer Höhe – bringt mich meinem Ziel Näher, wieder Bus fahren zu dürfen. Wieder für meine Gäste da zu sein und Ihnen einzigartige Erlebnisse im öffentlichen Verkehr zu schenken.

**Busfahren ist für mich kein gewöhnlicher Beruf. Es ist meine Berufung, mein Lebenselixier und meine Möglichkeit, anderen Menschen eine Freude zu bereiten.**

Vielen herzlichen und lieben Dank für Ihre Unterstützung, Ihr Vertrauen und Ihre Anteilnahme.

Ihr Roger Theiler

«Der Chauffeur mit dem Hut – dann kommt’s gut.»


  • Diesen Sitzbezug durfte ich leider nur 6 Tage nutzen. Ich hatte extra für machen lassen und dann wurde ich krank. Er ist mein ganzer Stolz und ich würde ihn gerne wieder benutzen! !!!



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