Das hier zu schreiben fällt uns unglaublich schwer.
Loki ist etwa 3 Jahre alt, ein junger, kluger, wunderschöner Hund, der eigentlich alles mitbringt, was man sich wünscht: Er ist aufmerksam, lernfähig, draußen oft ruhig und orientiert, kann Nähe zulassen und zeigt in vielen Momenten, was für ein toller Begleiter er sein könnte.
Und gleichzeitig ist Loki ein Hund, der uns über unsere Grenzen gebracht hat.
Wir haben ihn ursprünglich als Pflegestelle aus dem Tierschutz aufgenommen und dann übernommen, schnell zeigte sich das wir überfordert mit seinen Baustellen sind, leider kam es nicht zu einer Weitervermittlung in eine andere Stelle, trotz versuchen.
Loki hat große Probleme mit Begrenzung und Kontrolle. In bestimmten Situationen – vor allem, wenn er eingeschränkt wird – kommt es zu Eskalationen. Dabei hat er mehrfach gebissen, auch mit Verletzungen. Besonders mein Partner ist davon betroffen.
In den letzten 2,5 Jahren haben wir viel versucht:
Training mit verschiedenen Trainern, Strukturarbeit, Management im Alltag, Maulkorbtraining, Einschätzungen, Tierarzttermine, Kastration, neue Ansätze, neue Ideen.
Damit verbunden waren nicht nur unglaublich viel Energie und Kraft – sondern auch sehr hohe Kosten, die wir über diese Zeit getragen haben, weil wir ihm diese Chance geben wollten.
Es gab Fortschritte. Es gab gute Phasen.
Und dann wieder Rückschritte und Eskalationen.
Mittlerweile ist bei uns etwas entstanden, das uns sehr weh tut:
Angst im eigenen Zuhause. Und genau das ist das Problem, bei uns kommt er so aus diesem Verhalten nicht raus, wir können ihn nicht die Sicherheit geben die er braucht.
Die Tierheime in unserer Umgebung haben uns gesagt, dass für Loki am Ende nur noch eine Einschläferung im Raum steht.
Und genau das möchten wir nicht einfach so hinnehmen.
Wir haben nun die Möglichkeit, Loki in eine spezialisierte Einrichtung zu geben, die mit genau solchen Hunden arbeitet – mit Erfahrung, Struktur und professionellen Rahmenbedingungen. Seriös, ohne heilende "alles wird gut" Versprechen.
Dort könnte er endlich die Chance bekommen, die wir ihm vielleicht nicht geben konnten.
Für die Aufnahme und erste intensive Betreuung fallen 3600 € an.
Wir werden versuchen, diesen Betrag selbst aufzubringen – so wie wir bisher alles für ihn getragen haben.
Aber wir haben gelernt: Manchmal muss es nicht alleine gehen.
Deshalb möchten wir um Unterstützung bitten.
Jeder Beitrag hilft. Und genauso hilft es, diesen Beitrag zu teilen.
Loki ist kein „einfacher“ Hund.
Aber er ist auch kein „hoffnungsloser“ Hund.
Vielleicht sind wir einfach nicht die richtigen Menschen für ihn.
Und vielleicht gibt es einen Ort, an dem er genau das werden kann, was in ihm steckt.
Wir möchten ihm diese Chance geben.
Danke fürs Lesen, fürs Mitfühlen und für jede Unterstützung.
Anna & Marcel






