Gender Care Surgery for Ella

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Gender Care Surgery for Ella

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✦⭒⟡ eng. below ✦⭒⟡

TW: Transphobie, verbale/physische Gewalt, Gender Dysphoria

Hey ihr Lieben da draußen,

mein Name ist Ella, (she/her), ich bin 30 Jahre alt und wohne in Berlin. Vielen hier bin ich vielleicht besser als Ciao 3lla aus der elektronischen Musikszene bekannt.

Ich weiß gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll. Aber wisst ihr;

Transweiblich zu sein ist so viel schwerer, als ich es gerne eingestehen möchte.

Ich hasse es, das auszusprechen —
weil ich damit meine „Andersartigkeit“ noch sichtbarer mache.
Ich hasse es, das auszusprechen —
weil ich um meine zumindest klitzekleine Vorbildfunktion für Transpersonen in der deutschen Musikszene fürchte,
Und ich hasse es, das auszusprechen —
weil es sich anfühlt, als hätte ich in dieser cis-normativ-binären Welt darin versagt, mich selbst trotz allem vollständig zu Lieben.

Ein Großteil kennt mich relativ angepasst und zumindest im Ansatz so was wie selbstbewusst und stolz queer. Der Eindruck entsteht aber vor allem, weil ich jeden Tag sehr viel Energie investiere, um gewisse Körpermerkmale zu verstecken, die mich beschämen, ängstigen und mit meiner Vergangenheit triggern. Merkmale, wegen denen ich in der Vergangenheit physische und verbale Gewalt erlebt habe. Und die mir viel Kummer bereiten. Seitdem verberge ich einige Teile meines Körpers nicht nur vor der Welt, sondern viel zu oft auch vor mir selber.

In einem gesellschaftlichen Klima, das zunehmend härter und misstrauischer wird, zerreißt mich dieser Druck zunehmends. Beim Reisen. Auf öffentlichen Toiletten. In Fitnessstudios. I mean, die Leipziger Autoritarismusstudie 2024 kam zu dem Ergebnis, dass 37% der Deutschen geschlossen transphob sind.

Obwohl ich seit Jahren exzessiv Therapiehopping betreibe verstehe ich inzwischen, dass ich nicht weiter mit Körperteilen leben kann und möchte die geprägt vom Testosteron sind. Und dass das ganze gewiss nicht "wegtherapierbar" ist.

Ich möchte mein Schicksal nach vielen Jahren selber in die Hand nehmen — nicht, um „schöner“ zu sein, sondern für ein kleines Puzzelstück Normalität.
– um als DJ in Länder reisen zu können die mir wenig wohlwollend gesinnt sind.
– um mich in weiblichen Schutzräumen wohler zu fühlen ohne Angst haben zu müssen rausgeschmissen zu werden.
– um in der Öffentlichkeit weniger Gewaltpotential zu spüren.
– und um ein klein wenig mehr mit meinem Antlitz klarzukommen.

Ich habe zwei potentielle transspezialisierte Ärzt*innen gefunden, die genau die Dinge operativ anpacken die mir Kummer bereiten – allerdings zum astronomischen Preis von 15.000 - 20.000€. Mein Kopf kreist nun seit knapp 6 Jahren beinahe täglich drum wie ich diese Summe aufbringen soll. Und weil die Krankenkasse derartige Eingriffe leider grundsätzlich als „kosmetisch“ einstuft (obwohl's zu 100% um Gender geht), bleibt die finanzielle Verantwortung komplett an mir hängen.

Leider hab ich mich in den letzten Jahrzehnten nicht allzu gut im Kapitalismus angestellt - Versuche über die letzten Jahre dafür Geld zurückzulegen, waren mir als Arbeiterkind, Soziologin und Berufs-DJ leider durch viel Pech (und ungeplanten Ausgabelöcher) nicht vergönnt allzu erfolgreich auszugehen.

Mit viel liebevollem Zuspruch von meiner Partnermaus Francis, meinen Liebsten und meiner Therapeutin wage ich jetzt diesen Schritt:

Ich starte diese Kampagne um wenigstens ein paar Euro, bis hin (im allerkrassesten Idealfall) zu 9.500 € – also ca. 50% der Gesamtkosten dieses Eingriffs tragen zu können. In diesem Szenario könnte ich den Restbetrag mit viel gekratze und Kredit schon irgendwie wuppen. Anders sehe ich leider schwarz in den kommenden Jahren. Es wäre mir nur unfassbar wichtig diesen Eingriff zu erhalten bevor die Fascho's hier unser komplettes Land zerpflücken - Und ich Staatsfeindin Nr. 1 werde und keiner so wirklich sagen kann ob solche Eingriffe überhaupt noch legal sind.

Wenn ihr mich mit einer Spende — egal wie klein — unterstützen oder diesen Aufruf teilen mögt, bringt ihr mich ein großes Stück näher an ein normales, angstfreies Leben.

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich nicht genauer erläutern möchte, welche konkrete Operation es ist. Ich kenne das Prinzip des Stigmas und will den öffentlichen Fokus auf meine Painpoints nicht weiter fördern. Aber kurz zur Klarstellung: Es geht nicht um meine Genitalien. :)

Vielen Dank fürs Lesen! Alleine dass ihr euch die paar Minuten hier nehmt macht euch schon mal zu so viel besseren Allie's als die besagten 37%

Thank u from the bottom of my heart ✦⭒⟡

In intergalaktischer Liebe
Ella <3


✦⭒⟡ dt. oben ✦⭒⟡

Dear all out there,

I’m Ella (she/her), 30, from Berlin. Some of you might know me better as Ciao 3lla from various sweet little events.
I honestly don’t know where to start.

But here it is:
Being a trans woman is so much harder than I like to admit.

I hate saying it —
because it makes my “otherness” even more visible.
I hate saying it —
because I’m scared it might jeopardize the tiny bit of role-model energy I hold for trans people in the German music scene.
And I hate saying it —
because it feels like failing at fully loving myself in a cis-normative, binary world.

Most people see me as fairly put-together — maybe even a bit confident and proudly queer. But that impression only exists because I spend so much energy every single day hiding certain features that embarrass me, scare me, and trigger memories of my past. Features that have exposed me to physical and verbal violence on the street. Things that still weigh heavily on me. I’ve been hiding parts of my body not just from the world, but far too often from myself.

And in a society that grows colder and more suspicious every year, the pressure is tearing me apart.
When I travel. On public bathrooms. At gyms. In places that should simply be safe. I mean — the Leipzig Authoritarianism Study 2024 found that 37% of Germans hold openly transphobic views.

Even though I’ve been therapy-hopping for years, I’ve come to understand that no amount of therapy will make me comfortable living with testosterone-shaped features. And this absolutely isn’t something I can “heal away.”

After years of trying, I want to take my fate into my own hands — not to be “prettier,” but to gain a tiny piece of normality.
– to travel safely as a DJ to countries that aren’t exactly friendly toward me
– to feel safer in women’s spaces without fearing I might be kicked out
– to face less potential violence in public
– and to feel a little more at peace with the face that looks back at me.

I’ve found two trans-specialized surgeons who can treat exactly the things that cause me so much distress — but at a truly astronomical price: 15,000–20,000 €. My head has been spinning around this number for almost six years now. And because the health insurance system classifies these procedures as “cosmetic” (even though they are 100% about gender), the full cost falls on me alone.

I also haven’t exactly thrived in capitalism — being an working-class kid, a sociologist, and a full-time DJ hasn’t made saving easy. Life has been… life. And most of my attempts to save ended in unexpected expenses or just plain bad luck.

With a lot of loving encouragement from my partner-maus Francis, my loved ones, and my therapist, I’m finally taking this step:
I’m launching this campaign to raise at least a little of the cost — up to 9,500 € in the absolute ideal scenario. If that miracle happened, I could somehow manage the rest with loans and scraping everything together. Without support, though, I honestly don’t see how I could make this possible in the coming years. And I’d really love to have this procedure before the fashos tear apart what’s left of our country — and I end up as public enemy number one, unsure whether such care would even remain legal.

If you want to support me with a donation — no matter how small — or simply share this campaign, you’ll bring me a huge step closer to a normal, safer, more peaceful life.

Please understand that I don’t want to go into detail about which exact procedure it is. I know Goffman’s stigma logic a little too well, and every detail I reveal becomes another spotlight on my pain points.
Just to clarify: it’s not about my genitals. :)

Thank you for reading. The fact that you took a few minutes already makes you infinitely better allies than those 37%.

Thank you from the bottom of my heart if you choose to support me ✦⭒⟡
Love you all,

Ella <3

Organizer

Ella Ziegler
Organizer
Berlin, Berlin
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