
Gemeinsam die letzten Dugongs im Roten Meer schützen
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Hilf uns, die letzten Dugongs im Roten Meer zu finden, zu erforschen und langfristig zu schützen.
Eine Begegnung mit einem Dugong ist etwas ganz Besonderes. Die friedlichen Meeressäuger leben in den Seegraswiesen des Roten Meeres und spielen dort eine wichtige ökologische Rolle. Doch entlang der ägyptischen Küste gibt es nur noch sehr wenige dieser faszinierenden Tiere.
Und wir wissen erstaunlich wenig über sie: Wie viele Dugongs leben noch im ägyptischen Roten Meer? Wo halten sie sich auf? Welche Strecken legen sie zurück? Und begegnen Sporttaucher:innen und Schnorchler:innen vielleicht seit Jahren immer wieder denselben Tieren?
Genau hier setzt DugongWatch an.
Was ist DugongWatch?
DugongWatch ist eine gemeinnützige Citizen-Science-Initiative, die Wissenschaft, Meeresschutz und die Tauchcommunity miteinander verbindet.
Wir möchten Beobachtungen und Fotos von Dugongs aus dem gesamten Roten Meer zusammentragen. Dabei interessieren uns nicht nur neue Sichtungen. Auch Fotos, die vor fünf, zehn oder sogar zwanzig Jahren aufgenommen wurden, können für die Forschung von unschätzbarem Wert sein.
Narben, Hautzeichnungen, Verletzungen sowie die individuelle Form von Schwanz- und Brustflossen können dabei helfen, einzelne Tiere wiederzuerkennen.
Im Rahmen von DugongWatch entwickeln wir eine KI-gestützte Methode, mit der Dugongs anhand von Unterwasserfotos möglichst automatisch identifiziert und einzelnen Individuen zugeordnet werden können.
So soll Schritt für Schritt ein besseres Bild davon entstehen, welche Dugongs heute noch im Roten Meer leben, wo ihre wichtigsten Lebensräume liegen und wie sie sich zwischen verschiedenen Gebieten bewegen.
Denn wirksamer Schutz ist nur möglich, wenn wir wissen, wo sich die Tiere aufhalten und welche Gebiete für sie besonders wichtig sind. Die mit DugongWatch gewonnenen Daten können dabei helfen, wichtige Aufenthaltsorte, Nahrungsgebiete und Wanderwege zu erkennen. Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage können bestehende Schutzmaßnahmen gezielter gestaltet und wichtige Lebensräume bei der Ausweisung oder Weiterentwicklung von Schutzgebieten besser berücksichtigt werden.
Dafür brauchen wir deine Unterstützung
Mit den Spenden möchten wir DugongWatch weiter aufbauen und insbesondere:
- eine kostenlose, mehrsprachige Citizen-Science-App entwickeln und betreiben,
- eine umfangreiche Foto- und Beobachtungsdatenbank aufbauen,
- die KI-gestützte Fotoidentifikation von Dugongs weiterentwickeln,
- historische und aktuelle Unterwasseraufnahmen wissenschaftlich auswerten,
- wichtige Lebensräume und Aufenthaltsgebiete der Dugongs identifizieren und damit wissenschaftliche Grundlagen für gezielte Schutzmaßnahmen schaffen,
- Informationsmaterialien und einen Code of Conduct für einen verantwortungsvollen Umgang mit Dugongs bereitstellen,
- Sporttaucher:innen, Schnorchler:innen, Tauchbasen und lokale Partner im Roten Meer in das Projekt einbeziehen.
Jeder Dugong zählt
Dugongs vermehren sich extrem langsam. Weibchen bringen nach einer langen Tragzeit in der Regel nur ein einziges Kalb zur Welt, das lange bei seiner Mutter bleibt. Zwischen zwei Geburten können mehrere Jahre liegen. Deshalb können sich kleine Bestände nur sehr langsam erholen.
Gleichzeitig sind Dugongs eng mit einem der wertvollsten Lebensräume unserer Meere verbunden: den Seegraswiesen. Diese Unterwasserwiesen sind nicht nur Lebensraum und Kinderstube für zahlreiche Meeresbewohner, sondern spielen auch eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Sie nehmen Kohlendioxid auf und können große Mengen des darin enthaltenen Kohlenstoffs langfristig im Meeresboden speichern.
Und genau dabei spielen auch Dugongs eine wichtige Rolle. Bei ihrer Nahrungssuche weiden sie Seegraswiesen ab, lockern den Meeresboden auf und beeinflussen die Zusammensetzung und das Wachstum der Seegräser. Deshalb werden Dugongs auch als „Gärtner der Seegraswiesen“ bezeichnet.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen sogar, dass Seegraswiesen, in denen Dugongs leben, deutlich mehr Kohlenstoff binden und langfristig im Meeresboden speichern können als vergleichbare Seegrasflächen ohne diese Meeressäuger.
Dugongs zu schützen bedeutet deshalb mehr als den Erhalt einer faszinierenden Tierart: Wir schützen damit zugleich Seegraswiesen, biologische Vielfalt und einen wichtigen natürlichen Kohlenstoffspeicher unserer Meere. Dugongschutz ist daher auch Klimaschutz.
Du kannst Teil von DugongWatch werden
Jede Spende hilft – egal in welcher Höhe.
Mit deiner Unterstützung können wir die technischen und wissenschaftlichen Grundlagen schaffen, um die letzten Dugongs im Roten Meer besser zu verstehen und wirksamer zu schützen.
Und vielleicht kannst du uns sogar auf eine zweite Art helfen: Hast du bei einem früheren Tauch- oder Schnorchelurlaub im Roten Meer einen Dugong fotografiert? Dann kann dieses Bild heute ein wertvolles Puzzlestück für unsere Forschung sein.
Gemeinsam können aus Tausenden einzelnen Beobachtungen Wissen entstehen – und aus Wissen konkreter Schutz.
Hilf uns, den letzten Dugongs im Roten Meer eine Zukunft zu geben.
Unterstütze DugongWatch mit deiner Spende und teile unsere Initiative mit anderen Meeresbegeisterten.
Vielen Dank für deine Unterstützung!
Euer DugongWatch-Team
Weitere Informationen zum Projekt: DugongWatch
Fotos: Gerald Wacker (4), Ralph Schill (1)
Video: Andreas Vogt & Ralph Schill



