- S
- G
- T
Gerda und Fred sind ein Kranichpaar, das seit etwa 10 Jahren auf der Halbinsel Pütnitz (Mecklenburg-Vorpommern, Stadt Ribnitz-Damgarten) direkt am Bodden der Ostsee brütet. Jedes Jahr kommen sie Anfang Februar aus Ihrem Winterquartier angeflogen und nehmen mit viel Trompeten-Gesang ihr Brutrevier wieder in Besitz. Im April kommen zumeist zwei Jungvögel zur Welt, die dann bis zur Flugreife im Juni mit ihren Eltern durch das Gelände schreiten, um Futter zu finden.
In der Nacht herrschen die Fledermäuse über Pütnitz. Zwölf Arten bewohnen das Gelände, die ihre Quartiere in alten Gebäuden, Bunkern und Bäumen haben. Wegen der großen Artenvielfalt und Anzahl gehört Pütnitz zu den drei wertvollsten Gebieten für Fledermäuse im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.
Doch damit soll jetzt Schluss sein. Denn sog. Investoren haben die Heimat von Gerda, Fred und den Königen der Nacht entdeckt. Die sog. Investoren sind Center Parc und ein Festivalbetreiber namens Supreme GmbH, die auf diesem Naturparadies das größte Touristen- und Spaß-Gelände in ganz Norddeutschland bauen wollen.
Und was geschieht jetzt mit Gerda, Fred und den Fledermäusen? Sie sind die Verlierer. Für die Geldgier der sog. Investoren und den Freizeitspaß der Touristen wird Ihnen die Heimat und Lebensgrundlage genommen.
Dort, wo die Kranichfamilie jetzt ihre Nahrung findet, soll ein neuer Center Parc mit 700 Häusern und 3.500 Betten errichtet werden. 100 Alt-Gebäude und 40 Hektar Wald, in denen die Fledermäuse ihre Quartiere haben, werden zerstört bzw. abgeholzt, um Parkplätze, ein künstliches Surfbecken und einen Zeltplatz mit hunderten Stellplätzen zu bauen.
Rücksichtnahme auf Gerda, Fred und die Fledermäuse? Überhaupt keine! Am Anfang der Planung wurde von den Verantwortlichen noch viel über Ersatzmaßnahmen und alternative Lebensräume gesprochen. Und jetzt? Das Projekt hat 5 Jahre Verspätung und ist Teil des Koalitionsvertrages der regierenden Koalition von SPD und LINKE in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb soll das Projekt mit allen Mitteln durchgedrückt werden. Rücksichtnahme ist dabei nicht vorgesehen. Aus diesem Grund hat beispielsweise:
- das zuständige Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern den Altlastensanierungsplan für Pütnitz am 31.01.2025 genehmigt, obwohl es keine Lösung gibt, wie mit der Zerstörung der Fortpflanzungsstätte von Gerda und Fred umzugehen ist,
- der zuständige Landrat des Landkreises Vorpommern-Rügen den Abriss der ersten 63 baulichen Anlagen am 7.2.2025 genehmigt, obwohl die Gebäude im Vorfeld nicht einmal auf Quartiere von Fledermäusen untersucht wurden.
Gerda, Fred und die Könige der Nacht können die sog. Investoren und verantwortungslosen Politiker nicht stoppen.
Aber wir können es gemeinsam. Unsere Bürgerinitiative möchte gegen mehrere Genehmigungen gerichtlich vorgehen, die rechtswidrig den Lebensraum der Kraniche, Fledermäuse und weiterer Tiere auf Pütnitz zerstören. Dafür benötigen wir Eure Unterstützung. Als Bürgerinitiative können wir 5.000 EUR selbst aufbringen. Aber das reicht nicht, um mehrere Gerichtsprozesse zu finanzieren. Deshalb möchten wir Euch um finanzielle Unterstützung bitten. Unsere Bürgerinitiative ist als gemeinnütziger Verein vom Finanzamt anerkannt und kann deshalb steuerlich anrechenbare Spendenquittungen ausstellen.
Unsere Bürgerinitiative hat in den letzten 3 Jahren mehrfach die Aufhebung bereits erteilter rechtswidriger Genehmigungen erreicht. Außerdem haben wir einen alternativen Entwicklungsplan für die Pütnitz entwickelt, bei dem es zu keinen Eingriffen in die Natur und Landschaft kommt.
Nähere Informationen findet Ihr auf unserer Website:
Vielen Dank für Eure Unterstützung
Steffen Schmidt



