- E
Ihr lieben Menschen in diesem großen Internet da draußen, vielen herzlichen Dank, dass ihr da seid!
Ich bin Judith und mag euch von Frida erzählen.
Genauer: von Frida und davon, dass Fridas Familie Philippe „freikaufen“ muss – damit Frida die Chance auf eine selbständige Zukunft bekommt. Philippe ist Fridas Kita-Erzieher – und er soll sie ab August auch in die 1. Klasse begleiten und ihr dort beim Lernen helfen. Frida hat Trisomie 21 und Philippe hat in den vergangenen Jahren eine Spezialausbildung absolviert, um sie beim Lernen bestmöglich begleiten zu können. Die Kosten für diese Ausbildung wurden vom bisherigen Arbeitgeber übernommen. Im Gegenzug verpflichtete Philippe sich, 3 Jahre weiterhin dort zu arbeiten. Und genau das ist gerade unser großes Problem: Damit Philippe Frida in die Schule begleiten kann, müssen Fridas Eltern die Kosten seiner Ausbildung anteilig übernehmen – und ihn gewissermaßen für ihre Tochter mit noch 3338 Euro freikaufen.
(Zunächst waren wir von 3800 Euro ausgegangen und hatten das hier auch so geschrieben, aber dabei handelte sich um einen Übermittlungsfehler - juhuuuuu, wir sind dem Ziel damit zack: 500 Euro näher!!! Entschuldigt bitte etwaige Verwirrungen).
Wir hoffen auf diese Summe hier, doch ist schon jedes Etappenziel ein Fest wert :)
Warum wir es nicht alleine schaffen, das möglich zu machen, sondern von Herzen dankbar wären, wenn ihr uns dabei helft - dazu gleich noch mehr.
Erstmal zu Frida:
Ich kenne sie, seit sie auf dieser Welt ist; ihre Mama und ich sind seit dem Geburtsvorbereitungskurs sehr gut befreundet.
Frida ist verschmitzt, charmant und eine Menschenumdenkleinenfingerwicklerin. Sie liebt Tiere und Pflanzen, sitzt bei Oma und Opa stundenlang im Kuhstall, füttert daheim die Ziegen und gräbt im Garten mit ihren kleinen Kinderhänden Beet um Beet um und zieht Erbsen- und Tomaten-Stecklinge groß.
Und wenn ich sie frage, was sie mal werden will, dann strahlt sie mich an und sagt „Bäuerin!“. Frida ist neugierig, vor allem auf Menschen – aber auch ziemlich willensstark: Was sie sich in den Kopf setzt, tut sie – egal, was andere davon halten. Frida hat Trisomie 21, aber sie kann zählen, ihren Namen schreiben, Mengen erfassen und sie kann alle Buchstaben – also praktisch alles, was Kinder ohne Trisomie 21 auch können.
Dass sie all das kann, hängt damit zusammen, wie ihre Eltern sie zuhause fördern – und damit, wie Philippe sie in der Kita begleitet. Er hat nämlich eine spezielle Zusatzausbildung absolviert – und ist jetzt gewissermaßen Experte dafür, wie man
Kindern mit Trisomie 21 ideale Entwicklungsbedingungen schafft.
(Wusstest du, dass manche Menschen mit Trisomie 21 genauso intelligent sind wie Menschen ohne Trisomie 21, dass sie ganz normale Schulabschlüsse machen, eine reguläre Ausbildung absolvieren – und einige sogar die Uni abschließen? Sie brauchen beim Lernen spezielle Methoden und Hilfsmittel – aber dann klappt das. Ich wusste das lange nicht)
Jedenfalls bringt Philippe wegen seiner Spezialausbildung alle Voraussetzungen mit, um Frida auch in der Schule optimal beim Lernen zu unterstützen. Und – das ist ganz wichtig: Frida kennt ihn ihr halbes Leben lang und vertraut ihm total. Sie sagt immer "mein Philippe". Das – dieses Vertrauen, diese Sicherheit – ist für Menschen mit Trisomie 21 eine der wichtigsten Voraussetzungen, um bestmöglich lernen zu können. Und weil Vertrauen ja über Jahre wachsen muss, gibt es auf dieser Welt niemanden, der Frida ab Herbst besser durch die Schulzeit begleiten könnte als Philippe. Philippe würde das sehr gerne tun – und das Jugendamt hat auch bereits eine besondere Einzelfallentscheidung getroffen, dass er als qualifizierte Assistenz für Frida eingestellt würde.
Die jetzt noch fehlenden 3338 Euro sind eine Summe, die Fridas Eltern – die Mama arbeitet als Sozialpädagogin, im Moment nur auf Minijob-Basis, der Papa ist Zimmermann - alleine nicht stemmen können. Zumal Frida wegen ihrer Trisomie 21 ohnehin immer wieder spezielle Förderung braucht, die ihre Eltern ganz oder teilweise aus eigener Tasche bezahlen. Rücklagen, aus denen sie die Ablöse für Philippe finanzieren könnten, gibt es also keine mehr.
Dabei bin ich sicher: Wenn wir Philippe auslösen können und er Frida in die Schule begleitet – dann stehen Fridas Chancen auf eine gute Bildung, einen Schulabschluss und ein Leben auf eigenen Beinen so, so, so viel besser als ohne Philippe. Denn dann hätte sie wie gesagt den besten Lernbegleiter an ihrer Seite, den man sich nur vorstellen kann.
Und ich wünsche mir für dieses großartige kleine Mädchen von Herzen, dass es diese Chance bekommt. Denn beim Lernen in der Grundschulzeit werden jetzt die Weichen gestellt für Fridas ganzes restliches Leben – unwiderruflich.
Und wie gesagt: Wenn Frida sich etwas in den Kopf setzt, dann schafft sie das auch. Wenn ich an ihre Zukunft denke, so in 20, 25 Jahren vielleicht – dann sehe ich da eine Frida, die sich mit viel Ruhe und sehr gewissenhaft um Kühe oder Ziegen oder Pflanzenstecklinge kümmert und selbständig ihren eigenen Lebensunterhalt verdient.
Und vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, Frida diesen Traum zu ermöglichen? Gemessen daran, dass es um Fridas Zukunft geht, sind 3800 Euro ja eigentlich nicht so furchtbar viel Geld – zumal dann nicht, wenn viele Menschen ein bisschen was beitragen. Auch kleine Beträge wären also eine große, große Hilfe – und ich bin dir von Herzen dankbar für deine Unterstützung.
Falls du gerade nichts spenden kannst, aber Frida und Philippe trotzdem helfen magst – dann teile doch bitte diesen Aufruf hier. Mit Freunden, Bekannten, deiner Familie – mit jedem Netzwerk, das du hast. Denn auch Aufmerksamkeitschaffen ist eine große Unterstützung – und auch dafür bin ich dir sehr, sehr dankbar.
Herzlich,
Judith






