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Hallo, mein Name ist Manuela Lopez-Diaz und ich wende mich heute in eigener Sache an Euch.
Vor vier Monaten war die Welt für mich und meinen Mann Luis noch in Ordnung, nur der Husten von meiner da überstandenen Erkältung wollte einfach nicht verschwinden,
Luis sagte mir dann am Muttertag, dass er sich Sorgen macht und möchte dass ich am nächsten Tag zum Arzt gehen soll.
ich vereinbarte am nächsten Tag also einen Termin bei meinem Hausarzt, um 11.30 Uhr sollte ich in der Infektionssprechstunde sein, also machte ich mich rechtzeitig zu Fuß auf den Weg, die Praxis ist ganz in der Nähe.
Schon auf dem Weg dorthin veränderte sich mein körperliches Befinden merklich. Kurz vor meinem Ziel, war ich schweißgebadet, ich bekam kaum noch Luft und ich hatte das Gefühl, hier in diesem Moment geht mein Leben zu Ende.
Die Praxis liegt auf der anderen Straßenseite, für mich quasi unerreichbar in dieser Situation.
Ich zog meine Jacke aus, um das Schwitzen zu lindern und setzte mich auf einen kleinen Mauervorsprung. Es dauerte ca. 10 Minuten, bis ich soweit wieder in der Lage war, meinen Weg fortzusetzen. 5 Minuten später saß ich vor dem Sprechzimmer. Es dauerte nicht lange, bis ich aufgerufen wurde. Dann ging alles ganz schnell. Mein Arzt meinte dann nach der Untersuchung: Frau Lopez, ich bin ganz ehrlich, ich möchte Sie jetzt sofort ins Klinikum einweisen, Sie sehen furchtbar krank aus. Was es genau ist, kann ich nicht sagen, aber es ist sehr ernst."
Ich rief meinen Mann an, der nur sagte :"Warte dort ich hol Dich ab." Zusammen fuhren wir dann ins Klinikum in die Notaufnahme. Nach Laboruntersuchungen und verschiedenen Untersuchungen bekam ich dann ein Zimmer zugewiesen, ich durfte nicht mehr nach Hause. 2 Tage später erhielt ich dann die Diagnose: Lungenks Grad IV mit Metastasenbildung.
Ich rief meinen Mann an und heulte ihm die Diagnose ins Telefon. er kam zu Fuß ins Klinikum.
ich erklärte ihm, was mir die Ärzte eröffnet hatten, mit Tränen in den Augen haben wir uns angeschaut, an den Händen gehalten und uns geschworen, wir sind zusammen stark und geben. nicht auf, denn ES IST ZU FRÜH UM ZU GEHEN.
Seitdem kämpfen wir jeden wir jeden Tag zusammen. 8 Tage nach diesem Schlag erfolgte bereits der 1. Chemozyklus über 3 Tage.
Der Kampf mit den Behörden ist schlimmer. Für alles und jede Kleinigkeit braucht man einen Antrag und natürlich Arztbefunde, Bescheide gibt es laut den einzelnen Stellen nach frühestens 6-8 Monaten. Täglich kommen Anrufe für Rückfragen, von Antragen, die vor Wochen schon eingereicht wurden. Am Ende hängt alles am Besuch des medizinischen Dienstes zur Begutachtung der Pflegebedürftigkeit, der wieder einmal verschoben werden musste, weil es ja notwendig ist, dass ich und mein Mann zusammen auch zu Hause sind.
Bis das alles dann bearbeitet und zur Genehmigung freigegeben wird, vergehen wieder Monate, in denen nichts passiert.
Wir aber kämpfen weiter, Hand in Hand, Schulter an Schulter, mit vereinten Kräften.
Kleine Erfolge konnten wir schon erzielen, wie z. B. ein kleiner aber merklicher Rückgang des Lungenkarzinoms. Um meinen Allgemeinzustand zu verbessern, also z. B. meine andauernden Schwächeanfälle bis hin zur Ohnmacht, weg zu bekommen, soll ich viel spazieren gehen, einen Rollator hab ich jetzt, aber die Haustreppe ist ein großes Hindernis für mich, um vom 1. Stock in den Hof zu gelangen, ein Badewannenlifter wäre eine enorme Hilfe auch für meinen Mann, der mich regelmäßig aus der Wanne hieven muß, da ich aufgrund von plötzlich auftretenden Schwindelanfällen nicht duschen kann.
Eine Physiotherapie würde auch zur Besserung beitragen. Darin liegen meine momentanen Wünsche, auch um meinem Mann zu zeigen, dass es mir verdammt ernst ist, noch lange an seiner Seite zu sein, er ist es wert.






