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Erhaltung Grüne Oase Schwaikheim
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Warum wir uns engagieren:
In Schwaikheim soll eine große Kindertagesstätte mit zusätzlichem Mehrzweckraum mitten auf einer seit Jahrzehnten geschützten Grün- und Freifläche entstehen, direkt im verkehrsberuhigten Wohngebiet am Fritz-Ulrich-Weg.
Wir möchten eines klarstellen: Wir sind nicht gegen Kinder, nicht gegen Betreuungsplätze und nicht gegen Familien!
Wir haben selbst Kinder und Enkelkinder. Sie alle brauchen Freiräume wie die große Wiese am Naturfreundehaus. Diese Fläche ist Teil der kommunalen Infrastruktur, vergleichbar mit unserem Freizeitzentrum. Es handelt sich nicht um eine „Baulücke“, sondern um eine im Bebauungsplan Bühl II, Änderung von 1989 klar geschützte Freifläche.
Wir setzen uns ausdrücklich für den Ausbau der Kinderbetreuung ein, aber am richtigen Standort, ohne die letzten innerörtlichen Freiflächen zu opfern und ohne zusätzliche Verkehrs- und Lärmbelastung für hunderte von Anwohnerinnen und Anwohner.
Unsere Hauptargumente:
- Grünfläche & Klima: Die Fläche ist seit 1989 im Bebauungsplan als Erholungsgebiet gesichert. Sie schafft ein eigenes Kleinklima, bietet Schatten, Sauerstoff und ist Treffpunkt für Sport, Spiel und Begegnung. Eine Bebauung würde einen großen Teil der wertvollen Bepflanzung zerstören.
- Verkehr & Sicherheit: Schon heute ist das Wohngebiet stark belastet. Hinzu kommt die Bismarckstraße, die als Kreisstraße 1850 täglich von rund 20.000 Fahrzeugen befahren wird. Sie wirkt auf das Wohngebiet durch Lärm, Staub (Bremsen- und Reifenabrieb) und Abgase erheblich nachteilig . Eine Kita mit bis zu sechs Gruppen und zusätzlicher Abend- und Wochenendnutzung durch den Mehrzweckraum würde, mitten in einer verkehrsberuhigten Zone, hunderte weitere Fahrten pro Tag verursachen. Es wäre zudem das erste Kinderhaus in Schwaikheim, das wegen der K1850 passive Schallschutzmaßnahmen benötigt und vermutlich das erste in ganz Baden-Württemberg, das als Zugang sogar eine Brücke braucht. Ein klassischer Schwabenstreich!
- Bedarf & Alternativen: Es gibt bereits mehrere Standorte mit bestehenden oder möglichen Erweiterungen (z. B. am Naturfreundehaus, im Sänger Garten, am FZZ oder an der Fritz-Ulrich-Halle). Frühere geeignete Flächen wurden leider verkauft oder gestrichen. Wir fordern, dass diese Alternativen geprüft werden, bevor eine zentrale Grünfläche geopfert wird.
- Transparenz & Recht: Im bisherigen Verfahren kam es zu zahlreichen Fehlern; von unvollständigen Auslegungen über irreführende Aussagen bis hin zu fehlenden Antworten auf Einwendungen. Echte Bürgerbeteiligung sieht anders aus.
- Mehrzweckraum: In der zweiten Auslegung wurde die Zulässigkeit einer fremden Nutzung fernab der Kinderbetreuung auf das gesamte Gebäude ausgeweitet. Damit ist außerhalb der Kita-Öffnungszeiten praktisch alles möglich – Soziales, Kultur, Sport – täglich und einschließlich der Wochenenden bis 22 Uhr. Eine völlig neue Dimension, die über die ursprüngliche Idee eines Kinderhauses weit hinausgeht.
- Finanzen: Das Projektvolumen liegt bei über 4,5 Mio. Euro. Wir wollen verhindern, dass Steuergelder in einen Standort fließen, der langfristig ökologisch, verkehrlich und sozial falsch ist.
Unser Weg:
Um unsere Einwendungen wirkungsvoll zu vertreten, haben wir eine auf Bau- und Umweltrecht spezialisierte Kanzlei beauftragt. Damit stellen wir sicher, dass die Argumente rechtlich fundiert aufgearbeitet und vor den zuständigen Stellen eingebracht werden.
Die Kosten für Anwalt, Gutachten und mögliche gerichtliche Schritte belaufen sich auf rund 15.000 €. Dank der großen Unterstützung aus der Nachbarschaft konnten wir bereits über 10.800 € sammeln.
Nun brauchen wir eure Hilfe, um die noch fehlenden Mittel aufzubringen!
Wofür wir eure Unterstützung brauchen:
- Juristische Beratung und Vertretung durch eine Fachkanzlei
- Fachgutachten (z. B. Verkehr, Schallschutz, Artenschutz)
- Gerichtskosten, falls es zu einer Klage kommt
Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft uns, die Grünfläche am Fritz-Ulrich-Weg zu erhalten und für kommende Generationen zu bewahren.
Wir bedanken uns schon jetzt für jede Unterstützung. Gemeinsam können wir erreichen, dass Schwaikheim eine familienfreundliche Gemeinde bleibt: mit ausreichenden Kita-Plätzen und mit den dringend benötigten Grün- und Erholungsflächen.
Lasst uns zeigen, dass gute Lösungen möglich sind – ohne Grünflächen zu opfern und ohne Anwohner zu übergehen.

