- I
- H
Hallo, mein Name ist Bärbel und ich sammle Spenden, um Tierarztkosten für meine ehemaligen Schattenkatzen heißt versteckt lebende Straßenkatzen zu decken.
Was ist passiert ?
Mein Katerchen Lio (18 Monate), Sohn einer verwilderten Katze und draußen lebend mit seinen zwei Schwestern, bekam am 24.10. plötzlich Krampfanfälle.
Mir war erst gar nicht bewußt, dass es so etwas wie Epilepsie sein könnte.
Er bekam den Anfall, als er sich vor einem Nachbarkater versteckte, der mir dafür bekannt ist, dass dieser Kater alle Katzen verprügelt, derer er habhaft werden kann.
Als die Anfälle wieder kamen, ging ich mit ihm zum Arzt, wo er während der Wartezeit gleich wieder einen Anfall bekam.
Für mich war klar, dass Stress der Auslöser ist!
Uuups !
Ich musste ihn also mit zu mir reinnehmen; in eine entzückende, aber kleine Wohnung bestehend aus Wohnküche, Schlafzimmer und Bad. Und dort lebt schon eine andere Katze mit mir drinnen. Mit ihr bin ich bereits durch dick und dünn gegangen ist.
Leider lebt meine Sweetie lieber alleine... Diese neue Situation führte nun zu so viel Stress bei ihr, dass sie anfing, sich zu übergeben und massive Darmprobleme bekam.
Die Tierarztkosten fingen nun an sich zu summieren und meine Minimalreserven waren bereits durch die Tierarztrechnungen und dem Kastrieren und Chippen des letzten Jahres verbraucht.
Die Vorgeschichte
Ich habe mittlerweile 8 Katzen. Das habe ich mir nicht ausgesucht, das hat sich so ergeben, weil hingeschaut habe.
Alle kommen von der Straße oder besser gesagt aus den Wiesen und Feldern oder Nachbarscheunen.
Die erste war 2018 meine Sweetie. Sie wurde in der Nachbarscheune geboren, von einer verwilderten Katze in einer Gegend, die es noch nicht für nötig befand, verwilderte Katzen zu kastrieren.
Meine Sweetie war schon als kleines Kitten krank; so nahm ich mich ihrer an. Ihre Geschwister wurden eingefangen und in den Kuhstall des Nachbardorfes gebracht. Einer aber kam zurück und wollte lieber bei seiner Schwester und mir sein. Rudi. Leider verstarb er an einer Vergiftung mit 15 Monaten.
2 Jahre später besetzte eine Katzenmutti mit 2 Katzenkindern mein Katzenhaus und blieb. Es dauerte sehr lange, bis sie mich nicht mehr anfauchte, wenn ich ihr Essen hinstellte. Da hatte ich dann plötzlich 4 Katzen.
Ein Jahr später entschied sich dann ein weiteres Kind dieser Mutter, sich mir ebenfalls anzuschließen. Sie war die ältere Schwester der Jüngsten; und ich hatte sie immer im Nachbar-Hühnerstall beobachtet. Da waren es dann 5 Katzen.
In dem gleichen Sommer verstarb die kleine Elsa; wieder eine Vergiftung.
Als ich im Jahr darauf endlich umziehen konnte, hin zu meiner Arbeitsstelle, ging die Mutterkatze Nori, der ich stets nur vorsichtig über den Rücken streicheln konnte und die ich noch nie hochgehoben hatte, selbständig in die Transportbox, um mitkommen zu können. So zog ich also mit 4 Katzen um, von denen 3 nur draußen leben; in ihren eigenen Miezhäusern, doppelwandig und isoliert.
Und letztes Jahr tauchte hier, wo ich jetzt wohne, eine verwilderte Katze auf und bekam gut versteckt Kinder. Und eins dieser Kinder ist mein kleiner Lio, der nun die Krampfanfälle bekommen hat.
Das erste Mal wurde ich auf die Kitten aufmerksam gemacht, weil eine Nachbarin die Katzenkinder, keine 4 Wochen alt, hinter einer Mülltonne fand. Danach hörte ich immer wieder von verschiedenen Nachbarn, dass die kleine Familie gerade bei ihnen sei und bleiben dürfte. Dann zog die Mutter mit den Kitten wieder um. Als die Mutterkatze das erste Kind zurückließ, welches Gottseidank gefunden wurde und welches ich noch am selben Abend vermitteln konnte, versuchte ich die Katzenfamilie zu finden. Ab da fütterte ich sie.
Mit sehr großem Abstand, denn Mutti war wachsam und die Kinder sehr gehorsam. Es dauerte 5 Monate bis ich das Vertrauen der Kitten gewonnen hatte und die erste kleine Katze mir einfach auf den Schoß sprang. Ab da war der Damm gebrochen und eines der Katzenkinder saß während der Fütterzeit immer auf meinem Schoß.
Und dann wurde eine nach der anderen krank.
Yuki (bedeutet Glück) hatte ständig trändende Augen, was behandelt werden musste. Nicht nur einmal. Sami bekam dicke Lymphknoten und deshalb Antibiotika und Aufbauspritzen. Ja und bei Lio musste geschaut werden, ob sein linkes Auge wirklich fehlte und er keine Probleme damit bekommen konnte. Lio ist die eingekürzte Form von Liora, was Licht bedeutet. Ich suchte einen passenden Namen wegen seines fehlenden Auges.
Und die Mutterkatze? Die hielt Abstand. Jetzt nach einem Jahr macht sie die ersten Schritte auf mich zu... Ich muss davon ausgehen, dass sie bereits draußen geboren wurde und noch nie ein Zuhause hatte.
Wie geht es denn nun weiter ?
Ganz dringend bekommen die Katzenkinder nun ein großes Katzenhaus mit chipgesteuerter Katzenklappe auf einem kleinen Anhänger gebaut. Damit sie einen Ort haben, wo ihnen Fremdkater nicht folgen können.
Und parallel dazu benötige ich eine neue Bleibe.
Etwas mit einem zusätzlichen Raum, um eine kranke Katzi mit hinein nehmen zu können.
Etwas, wo meine Tiere draußen einen sicheren Bereich haben.
Einfach etwas, wo wir gerne gesehen sind.
Hier auf dem Land in der Nähe von Stralsund ist es tatsächlich extrem schwierig, etwas zu finden, da alle an Feriengäste vermieten. Oder es ist furchtbar teuer.
Warum hast du die Katzenkinder der verwilderten Katze nicht vermittelt ?
Ich habe es versucht. Ich habe alle näheren und weniger nahen Tierheime und Tierschutzorganisationen involviert, damit die Katzenkinder in deren Vermittlung mit aufgenommen wurden.
Aber ich habe leider keine Rückmeldungen bekommen. Sollte ich sie einfach verscheuchen und ihrem Schicksal überlassen?
Nein, ich habe die Verantwortung für sie übernommen. Einschließlich der Kosten für Kastration und Chippen.
Und wie geht es dem Katerchen jetzt ?
Lio geht es glücklicherweise wieder gut !
Er lebt wieder draußen, da er es drinnen nicht aushielt und viel jammerte. Als er anfing, nicht mehr zu fressen, und er wieder munter und im Gleichgewicht auf seinen Beinen unterwegs war, entließ ich ihn aus der Krankenstation.
Seitdem ist er noch vorsichtiger unterwegs. Auch weil er nur ein Auge hat und somit sein Umfeld nicht so gut überblicken kann.
Gibt es eine Lösung ?
Noch nicht, aber es gibt immer eine Lösung ! Ich darf nur nicht die Hoffnung verlieren.
Aber ich möchte schon jetzt allen Spendern danken, die mich jetzt aktuell unterstützen wollen.
Lio steht stellvertretend für all die Straßenkatzenkindern, die sich unbemerkt in den Wiesen und Feldern durchschlagen müssen.
Für diese hier vor meiner Haustür habe ich die Verantwortung übernommen.

