Ein Weihnachtswunder für Michelle

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Ein Weihnachtswunder für Michelle

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Ich möchte diese Spende für meine Schwester Michelle starten. Michelle ist 34 Jahre alt, „Vollwaise“, alleinerziehende Mutter von einem 11 Jährigen Sohn und todkrank.

Alles begann mit einer Schwellung im linken Oberschenkel. Sie hatte nicht wirklich schmerzen im Bein und machte eher noch Witze darüber wie seltsam sie jetzt aussieht. Sie war 2 Wochen an Bett gefesselt, auf Grund von Magen-Darm Beschwerden. Michelle hatte den Verdacht, dass es dadurch zu Wassereinlagerung kam.
Nichtsahnend ging es dann ins Krankenhaus, die Ärzte haben einige Untersuchungen gemacht. Raus kam die Diagnose: „Krebs“! Der Tumor hat ein Gefäß zum Platzen gebracht, daher die Schwellung. Es war also ein „Zufallsbefund“, man fährt ins Spital und dachte man hätte einfach zu viel Wasser im Bein, aber nein man erhält einfach die Rückmeldung: „unheilbar krank“. Sie war gerade erst 20 Jahre geworden und wir haben mit vielem gerechnet, nur nicht damit. Die Ärzte im ersten Spital konnten Ihr leider nicht weiter helfen, weil die Krebsart welche sie hatte, sehr sehr sehr selten war. Mit der Diagnose Weichteil Sarkom wurde sie dann ins AKH überstellt. Ein wenig „Glück“ hatten wir dennoch, einer der wenigen Ärzte weltweit, der sich auf diesen Krebs spezialisiert hat, war im AKH tätig. Somit konnten wir zumindest sicher sein, dass wir Medizinisch gesprochen in guten Händen waren. Es fühlte sich an wie ein Albtraum, nur leider war es das nicht. Das war jetzt das Leben!

Im AKH angekommen hat man dann erstmal den Ausmaß der Krankheit in Erfahrung gebracht. Der Tumor hat leider in die Lunge gestreut, somit war das Stadium leider weitaus vorgeschrittener. Dieser Krebs, ihr Zustand, Ihr Stadium war laut Ärzte unheilbar. Die Ärzte waren sich bei der Einschätzung der Lebenserwartung alles andere als sicher, von 6 Monaten bis 3 Jahren war alles dabei und laut den Studien im Bezug auf diese Krebsart, gab es zu dem Zeitpunkt keinen Fall der mehr als 3,5 Jahre überlebt hat. Doch eines war von Anfang an klar, sie wird Kämpfen und alles geben, ganz egal was Ärzte und Studien sagen. Trotz dieser Diagnose und die Angst die damit her geht, hat sie den Glauben an sich und ihre Kraft nicht verloren.

Der erste Schritt war die Entfernung des Tumors im Oberschenkel. Wie vorhin erwähnt ist die Krebsart echt selten. Sprich es sind weniger Leuten davon betroffen, dass Wiederrum bedeutet, dass weniger Geld für die Forschung da ist und somit weniger Möglichkeiten vorhanden sind diese Krankheit zu bekämpfen. Aufgrund der fehlenden Forschung gab es in Ihrem Krebsstadium nur eine einzige Therapieform die für sie in Frage gekommen ist.
Es folgte eine Lungenoperation, bei der zum einen ein paar der Metastasen aus der Lunge und ein Teil des Lungenflügels entfernt wurde. Leider waren nicht alle Metastasen gut erreichbar oder einfach zu groß und man hätte Zuviel Lugen Gewebe entnommen, wenn man alle Metastasen entfernt hätte. Es folgten Jahre der Therapie, Untersuchung und der Hoffnung, dass die Medizin sich weiterentwickelt und eine Therapie auf den Markt kommt, die ihr doch die Möglichkeit auf Heilung ermöglicht.

Die Chemo-Therapie sollte sie unfruchtbar machen, doch wie durch ein Wunder wurde sie 3 Jahre nach Ihrer Diagnose ungeplant Schwanger. Das Kind war gesund und für sie war klar, dass Sie sich niemals gegen das Kind entscheiden könnte und so bekam einen gesunden Sohn. Leider hielt die Beziehung mit dem Kindesvater nicht lang und Sie wurde alleinerziehend. Eine alleinerziehende Mama, mit der Mindestpension, welche eine dauerhafte Chemotherapie machen sollte. Auch wenn ihr Umfeld immer wieder versucht sie zu Unterstützen, war der Alltag alles andere als leicht. Mit die größte Stütze war unsere Mama. Egal ob es in Bezug auf Ihre Gesundheit war oder mit dem Kleinen, sie war immer da und sie war die Stütze die Michelle wirklich geraucht hat. Doch wie das Schicksal so Spielt hatte auch unsere Mama 3 schwere Operationen im Kopf. Bei der letzen OP (Jahr 2018) hat man die Blutzufuhr stoppen müssen und das Gehirn war über 20 Minuten ohne Blutversorgung, was zu mehrere Schlaganfällen geführt hat. Es folgen 14 Tagen im künstlichen Tiefschlaf und keiner konnte uns sagen wie Ihr Zustand sein wird, wenn sie wach ist. Bei der Tracheotomie erlitt sie weitere Schlaganfälle und man stellte fest das über 80% ihres Gehirns abgestorben sind. 80% bedeuten zu viel um noch irgendetwas mit zu bekommen aber zu wenig um Lebensbeendende Maßnahmen einleiten zu lassen. Unser Leben hat sich Schlagartig geändert. Michelle hat den Menschen verloren, der Ihr den meisten halt gab.


Trotz dem Tiefschlag ging das Leben und der Kampf weiter. Das Leben macht nämlich leider keine Pause. Im laufe der Jahre folgten unzähligen Operationen, die Metastasen sind leider nicht nur in die Lunge, sondern auch in den Kopf gewandert. Michelle musste bereits 3 Mal im Kopf operiert werden und hatte immer wieder Bestrahlungen. Hinzu kamen die Thrombosen in der Lunge. Die Metastasen in der Lunge wachsen mittlerweile Organübergreifend auf Speiseröhre und Herz. Medizinisch gibt es leider immer noch keine Heilung oder Aussicht auf Besserung. Ihre Ärzte sind ratlos und bezeichnen ihren Zustand mittlerweile als „Wunder“. Das Ihr Körper trotz Ihrem Zustand noch weiter machen kann ist medizinisch unerklärlich. Sie macht weiterhin eine Therapie in der Hoffnung, dass man den Wachstum stoppen kann, von einer Verkleinerung geschweige Heilung ist schon lang keine Rede mehr. Über die Jahre hat man auch immer wieder alternativ Medizinische Methoden/Therapien probiert. Wir sind Forum für Forum, Gruppe für Gruppe durchgegangen und es entstand auch Kontakte zu Personen Weltweit, doch leider war nie das dabei, was ihr wirklich helfen konnte.
Ihr Alltag ist aufgrund ihres medizinischen Zustandes immer sehr eingeschränkt und mit starken schmerzen verbunden, sodass Sie seit über einem Jahr ihren Alltag nur noch mit Morphiumspritze alle 2-3 Stunden und der Unterstützung eines Palliativteams bewältigen kann. Die Sauerstoffflasche ist ihr täglicher Begleiter in der Nacht, hin und wieder auch tagsüber.

Mittlerweile kämpft Sie seit 14 Jahren ums überleben, weil sie TROTZ ALL DEM das Leben liebt und um noch so viel Zeit wie möglich mit ihrem Sohn und auf dieser Erde verbringen will.
Michelle versucht trotz ihrer schweren Krankheit mit ihrem Sohn so viele schöne Momente wie möglich zu verbringen. Sie war immer ein sehr aktiver und sportlicher Mensch und auch wenn Sie nicht mehr so kann wie sie gern möchte, ermöglicht sie Ihrem Sohn trotzdem all die Dinge die ihm Spaß machen. Sie hat es über die Jahre durch das Verkaufen vom altem Gewand, Spielzeug und co. und der Unterstützung im Umfeld irgendwie geschafft dem Kleinen und sich jeden materiellen Wunsch zu erfüllen, aber die finanzielle Unsicherheit ist immer ein Thema und eine Belastung. Ihr Körperlicher Zustand wird immer schlechter, weshalb es für sie auch immer schwerer wird, mit Flohmärkten und co. sich etwas dazuzuverdienen. Die Vignette, Pickerl fürs Auto und Parkpickerl stehen seid Jahren auf Ihrer Weihnachts- und Geburtstagswunschliste, weil es sich sonst nicht ausgehen würde. Es ist ein ewiges Planen und hoffen, dass sich doch alles irgendwie ausgeht.

Ihre Leben ist ein einziger Kampf und da sollte Geld keine Ihrer Sorgen sein. Ich kann ihr leider nicht die Angst und den Kampf abnehmen und ihr leider nicht die Heilung schenken die sie wirklich verdient hätte, aber ich möchte Ihr zusammen mit euch den Druck rausnehmen. Ich würde ihr gerne den Wunsch erfüllen, dass sie und ihr Sohn, der Achterbahnen über alles liebt, in den Europapark, in den Moviepark oder sonst irgendwo hin was mit dem Auto zu erreichen ist. Für einen Flug ist ihr Zustand leider zu schlecht, sonst würde ich Ihren größten Reise-Wunsch, auf die Malediven anstreben. Ich möchte, dass Sie noch ganz viele schöne Moment mit dem Kleinen erleben kann. Ich möchte, ihr für einen kurzen Moment die finanzielle Sorge nehmen, dass sie sich aufs wesentliche konzentrieren kann. Auf die Zeit die ihr auf dieser Welt noch bleibt!

Sie hat in Ihrem Leben so viel Schmerzen einstecken müssen, so viele Kämpfe durchstehen müssen und hat bei all dem nie Ihr Strahlen verloren. Im Gegenteil sie versucht weiterhin den Menschen mit Ihrer Geschichte Hoffnung und Kraft zu geben. Sie hat bewiesen, dass der Körper über all die medizinischen Grenzen gehen kann. Durch ihren offenen Umgang mit ihrer Krankheit sowie ihrer Lebensfreude hilft sie auch Menschen die eventuell einen ähnlichen Schicksalsschlag erlitten haben. Sie spendet Mut und Hoffnung. Auch Menschen ohne gesundheitliche Probleme inspiriert sie. Sie teilt ihre Geschichte öffentlich auf Instagram (michelle.erzaehltueber) und erreicht somit auch viele Menschen die sie garnicht persönlich kennt. Sie gibt so viel und hat es verdient, ein Teil davon zurück zu bekommen.


Zum Schluss möchte ich persönlich noch etwas los werden. Die Geschichte meiner Schwester soll euch nicht nur traurig machen. Ja, ihr Leben ist hart und ja, sie hat mehr verdient als das, aber ihre Geschichte soll euch vor allem Mut machen. Egal wer oder was euch klar machen möchte, wo eure Grenzen liegen, ihr könnt EUCH beweisen, dass ihr mehr könnt. Ihr entscheidet wo eure Grenzen sind. Im Leben passieren Sachen, die wir nicht beeinflussen können, die einem das Leben erschweren. Auf einmal ist man einfach ganz tief unten und man weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll. Es ist okay unten zu sein und komplett ratlos zu sein, aber es ist deine Entscheidung, wann du wieder bereit bist dich nach oben zu kämpfen. Auch einen Kampf kann man mit schönen Momenten füllen und somit erträglicher machen. Schei*e bleibt Schei*e, aber man erträgt es viel besser mit einem Lächeln. Bitte glaubt an euch, Ihr und euer Körper könnt so viel mehr als ihr glaubt. Ihr habt es verdammt nochmal verdient, dass ihr für euer Glück und eurer Leben alles gebt, denn das Leben ist ein Geschenk und vermutlich haben wir nur eines davon, daher füllt es mit so vielen schönen Erinnerungen und Glücksmomenten wie ihr könnt und solange ihr könnt.
Ich für meinen Teil bin dankbar und unendlich glücklich, dass ich so viel schöne Momente mit meiner Schwester und meinem Neffen erleben durfte und weiter hin erleben darf. Ich weiß nicht wie viele noch kommen, aber es sind so viel mehr als ich vor 14 Jahren noch glaubte und diese Erinnerungen und die Liebe kann mir keiner mehr nehmen, egal was passiert. Das ist unbezahlbar und jeden Schmerz der kommen kann wert.

Weil sie und ihr Leben es Wert sind, dass man es mit ganz vielen unbezahlbaren Momenten füllt, wäre ich sehr dankbar, wenn ihr mir helfen würdet ihr ein kleines Weihnachtswunder zu ermöglichen.

Organizer and beneficiary

Bianca Rohsmann
Organizer
Vienna, W
Michelle Klopf
Beneficiary
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