Ich bin 18 Jahre alt und lebe in einer Wohngruppe der Diakonie. Mein Leben war nicht immer einfach, und vieles ist anders gelaufen, als ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Trotzdem habe ich den Wunsch, etwas aus meinem Leben zu machen und auf eigenen Beinen zu stehen.
Ein Führerschein klingt für viele selbstverständlich. Für mich ist er das nicht. Für mich bedeutet er Freiheit. Er bedeutet, selbst entscheiden zu können, wohin ich fahre, wann ich losgehe und welche Chancen ich wahrnehme. Gerade wenn man nicht in einem stabilen familiären Umfeld aufwächst, merkt man schnell, wie wichtig Unabhängigkeit ist.
Die Realität ist leider, dass ein Führerschein heute mehrere tausend Euro kostet. Geld, das ich nicht einfach zur Seite legen kann. Auch meine Eltern können mich dabei nicht unterstützen, weil sie selbst nicht die finanziellen Möglichkeiten haben. Es fällt mir schwer, das so offen zu sagen, aber es ist die Wahrheit.
Ich möchte arbeiten, eine Ausbildung machen, vielleicht später noch mehr erreichen. Viele Betriebe setzen Mobilität voraus. Ohne Führerschein sind manche Wege schlicht nicht möglich oder nur sehr schwer zu schaffen. Ich möchte nicht an fehlendem Geld scheitern, sondern an meinem Einsatz gemessen werden.
Es kostet mich Überwindung, um Hilfe zu bitten. Ich war immer jemand, der versucht hat, alleine klarzukommen. Aber manchmal braucht man Unterstützung, um den nächsten Schritt gehen zu können. Für mich ist dieser Schritt der Führerschein.
Jeder Euro bringt mich meinem Ziel näher. Und selbst wenn du nicht spenden kannst, hilft es mir schon, wenn du meine Geschichte teilst.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, das zu lesen.

