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Ein Auto für Hannah
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Hallo ihr lieben Herzensmenschen,
mein Name ist Hannah, ich bin 16 Jahre alt und wohne in Krefeld.
Axel Hardy hat für mich diesen Spendenaufruf gestartet, nachdem er von meinem Schicksal im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit als Sozialrechtsberater erfahren hat.
Seine tägliche Arbeit umfasst dabei das Prüfen verschiedenster persönlicher Schicksale, Behördenungerechtigkeiten und damit oft verbundene bürokratische Hürden.
Aber als er meinen "Fall" bearbeitete hat er schnell gemerkt, dass mein Schicksal ganz anders gelagert ist als bei anderen Menschen, die eine berechtigte Leistung erhalten sollen.
Als meine Mutter Herrn Hardy Ende April 2026 im Büro besuchte und er dann mehr über mich und mein Schicksal erfuhr, entstand der Wunsch diesen Spendenaufruf in meinem Namen zu veranlassen.
Ich kam im Jahr 2010 als kerngesundes Kind auf diese Welt. Doch als ich 17 Monate alt war kam es zu einem folgenschweren Unfall:
Mein Vater hielt mich an einer Hand aus dem offenen Fenster im 1. Stock heraus. Bei dieser gefährlichen Aktion stürzte ich ca. 6 Meter in die Tiefe. Ich erlitt ein Schädelhirntrauma dritten Grades und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Die behandelten Ärzte hatten mich bereits aufgegeben, aber ich wollte leben und habe gekämpft und überlebt.
Wie ihr euch alle vorstellen könnt, hat dieses tragische Ereignis jedoch bei mir schwerwiegende und lebenslange körperliche und kognitive Folgen hinterlassen.
Mein Leben war und ist seither geprägt von zahlreichen Operationen, intensiven Therapien und regelmäßigen Arzt- und Klinikbesuchen.
Nach vielen Jahren intensivster Förderung habe ich einige Fortschritte machen können. Beispielsweise kann ich inzwischen mit Unterstützung und Hilfsmitteln (Walker, Orthesen und Kopfschutzhelm) einige Meter laufen, die meiste Zeit muss ich jedoch in meinem Rollstuhl verbringen.
Weiterhin bin ich umfassend auf Hilfsmittel angewiesen und benötige sehr viel Unterstützung im Alltag.
Meine Mutter ist alleinerziehend und muss 24 Stunden am Tag für mich da sein. Dafür musste sie auch ihre Arbeitsstelle aufgeben. Meine Mutter und ich leben daher von der Grundsicherung.
Mein Vater, der für meine Situation verantwortlich ist, unterhält keinen Kontakt zu mir und beteiligt sich weder finanziell noch persönlich an meinem Leben.
Einer der größten Wünsche für mich in meinem Leben ist mehr Mobilität damit es mir möglich ist, wieder mehr am Leben teilzuhaben.
Ein behindertengerechtes Auto stellt für mich keinen Luxus dar, sondern ist existenziell notwendig für uns.
Meine Mutter und ich besitzen momentan einen sehr in die Jahre gekommenen VW Caddy, der lediglich über eine elektrische Trittstufe verfügt, jedoch nicht behindertengerecht für mich umgebaut ist.
Da es mir aufgrund meiner schweren Einschränkungen nicht möglich ist öffentliche Verkehrsmittel und/oder private Beförderungsdienste in Anspruch zu nehmen, muss meine Mutter die notwendigen Fahrten zur Schule, Ärzten, Therapeuten und Kliniken selbst durchführen. Auch kleine Freizeitaktivitäten wie Zoobesuche, Pflege sozialer Kontakte, Besuche bei Freunden und Fahrten zum Gottesdienst muss sie alleine durchführen.
Mein Leben ist durch meine Einschränkungen für mich sehr anstrengend und ich reagiere äußerst sensibel auf visuelle und akustische Reize. Ich ermüde sehr rasch und bin dadurch schnell überfordert. Manchmal löst das bei mir auch epileptische Anfälle aus. Auch um mich deshalb schnell versorgen zu können ist ein privater Transport für mich unerlässlich. Da der alte VW Caddy für die notwendigen Hilfsmitteln wie den Rollstuhl, die Gehhilfe und den Therapiestuhl viel zu klein ist, muss meine Mutter mehrmals täglich sämtliche Hilfsmitteln zerlegen um meine Fahrten sicherzustellen.
Meine Mutter kommt diesbezüglich auch gesundheitlich an ihre Grenzen, welches leider auch schon zu einem schmerzhaften Bandscheibenvorfall an ihrer Wirbelsäule führte.
Ihr könnt euch vorstellen, dass es mit unserer finanziellen Situation und so einem alten Auto für uns beide nicht möglich ist, z.B. mal einen kleinen Urlaub zu erleben, der uns beiden so gut tun würde!
Ein behindertengerecht umgebauter VW Caddy Maxi wäre für mein Leben dringend notwendig, damit ich in Zukunft sicher, stabil und schonend mit meinen ganzen Hilfsmitteln transportiert werden kann! So ein Auto würde meinen Alltag in großem Maße erleichtern, so dass ich auch wieder mehr am sozialen Leben teilhaben könnte.
Ein Antragsverfahren für eine Kostenübernahme bei der Stadt Krefeld läuft, aber selbst wenn es hierbei zu einem begünstigten Bescheid kommt, wird auch nur ein Bruchteil der Kosten für ein Auto übernommen.
Meine Mutter hat bisher immer alleine für meine Rechte gekämpft und versucht, die Kosten für mich alleine zu tragen. Nun bin ich ja auch älter geworden und die körperlichen und finanziellen Kapazitäten meiner Mutter sind weitestgehend erschöpft.
Als Herr Hardy die Idee hatte diese Spendenaktion ins Leben zu rufen, stellte das für meine Mutter zuerst eine große Überwindung dar. Aber natürlich wäre sie für jeden Cent dankbar und würde sich über jede Hilfe unglaublich freuen!
Herr Hardy bittet nun in meinem Namen darum, dass alle, die von meinem Schicksal erfahren haben, mich finanziell nach ihren Möglichkeiten unterstützen. Wenn das nicht möglich ist, könntet ihr vielleicht Freunden, Verwandten und Arbeitskollegen meine Geschichte erzählen und sich so dafür einsetzen, dass wir einen neuen Caddy kaufen können. Jede Hilfe von euch würde mir und meiner Mama das Leben so erleichtern!
Vielen lieben Dank, dass ihr euch mit mir und meinem Schicksal beschäftigt habt- und herzlichen Dank für eure Unterstützung!
Eure Hannah
(P.S.:
Da ich selbst nicht schreiben kann, hat Herr Hardy das für mich übernommen)

