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Wir sind die Bürgerinitiative Prießnitzallee und versuchen in kleinen Schritten unsere komplett grünfreie Autostraße zu begrünen. Der Name Prießnitzallee sagt, worum es geht: Bäume sollen die Straße säumen, damit aus der Auto-Allee eine Baum-Alle wird. Und jede Allee beginnt mit einem Baum. Einem Baum vor meinem Haus. Wir sammeln, um an der Ecke Schönfelder/Prießnitzstraße den ersten Baum pflanzen zu können.
Wie es dazu kam? Lesen Sie selbst! Und spenden Sie bitte!
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In kleinen Schritten heißt, dass wir mit den Anwohnenden zunächst Balkon- und Fensterkästen begrünen und aufstellen. Als nächsten Schritt haben wir bereits im öffentlichen Raum große Pflanzschalen aufgestellt und mit Bäumchen bepflanzt.
Bisher wird diese Begrünung von der Stadtverwaltung geduldet. Unser tägliches Plaisir ist es nun, die Pflanzen zu gießen, damit sie in dem aufgeheizten Klima des Straßenasphalts überleben. Neue Errungenschaft ist das selbstgebaute "Fahrgärtchen": ein bepflanzter Fahrradanhänger, der auf einem Parkplatz steht und bereits sowohl für zustimmendes Lächeln, als auch öffentliche Diskussion sorgt.
Unser nächstes Ziel war es, ein Hochbeet im öffentlichen Raum unserer zentralen Kreuzung zu errichten, zu bepflanzen und per Gießpatenschaften durch den Sommer zu bekommen.
Um die Begrünung nachhaltig absichern zu können, verhandeln wir mit der Stadtbewässerung, um eine Lösung für die tägliche Wasserversorgung zu bekommen. Ein größerer Wassertank im Hinterhof eines Wohnhauses, der mit Regenwasser gespeist wird und uns so das zum Gießen notwendige Wasser zur Verfügung hält, steht gerade zur Debatte.
Bei unserem Frühlingsfest haben wir die neue Aktion: "Ein Baum vor meinem Haus" gestartet.
Die Situation, 100 PKW-Stellplätze aber nicht einen Baum in unserer Straße zu haben, ist für viele Anwohnende ein deutliches Mißverhältnis. Bei unseren Gesprächen beim Frühlingsfest zu diesem Thema entstand zudem der Eindruck, dass die Mehrheit der Anwohnenden gar kein Auto besitzen und trotzdem ständig mit Autos vor der Haustür konfrontiert sind. Bei unserem mobilen BauMantragsbüro hatten Anwohnende deshalb die Möglichkeit die Pflanzung eines Baumes zu beantragen.
Erst sorgte dieses Büro für Irritationen, man vermutete einen Scherz - bis die originalen städtischen Antragsformulare auf Baumpflanzung überzeugten, dass man hier tatsächlich Einen Baum vor dem Haus beantragen kann. Das sehr konkrete Antragsformular erzeugte Diskussionen, wer letztlich die Grube aushebt, aber auch wer den Baum bezahlt. Ein Anwohner erklärte: "Wenn wir den Baum genehmigt bekommen, übernehme ich auch ehrenamtlich die Bauleitung." Am Ende des Tages haben 12 Anwohnende einen Baumantrag ausgefüllt und unterzeichnet.
Damit die Baumaktion nicht am Geld scheitert, sammeln wir nun Geld für den Baum an der Ecke Prießnitzstraße/Schönfelder Straße, auf den sich mehrere Anwohner geeinigt haben und für den jetzt insgesamt 6 Anträge eingereicht wurden.
Wir sind gespannt, ob wir eher das Geld für den Baum und die Tiefbauarbeiten zusammen haben oder die Stadt mit der Genehmigung schneller ist! Also, frisch auf, die Spende überwiesen, wir informieren hier regelmäßig über den aktuellen Stand.


