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Hallo, mein Name ist Franziska, ich bin Mama von zwei Kindern und ich bin schwer krank.
Viele von euch kennen mich als jemanden, der immer versucht hat, stark zu sein. Ich habe gelächelt, mich nicht beklagt und mir nie anmerken lassen, wie sehr ich innerlich kämpfe. „Du siehst doch gesund aus“... das ist der Satz, den ich oft höre. Meistens nicht ins Gesicht, sondern hinter meinem Rücken. Und wisst ihr was? Mein größtes Talent war es bisher, dafür zu sorgen, dass ihr genau das denkt.
Seit Jahren ist mein Leben ein brutaler Boxkampf gegen die Multiple Sklerose. Es ist ein unsichtbarer Kampf. Wenn mich Freunde nach Arztbesuchen fragten, war meine Antwort immer: „Alles gut.“ Ich wollte niemals Mitleid, ich wollte die Starke sein. Doch die Realität sieht anders aus. Es gibt Tage, da ist jeder Schritt wie Blei. Ich kann mich manchmal nur sehr schlecht auf den Beinen halten und laufe oft gegen Wände, weil ich einfach kein Gleichgewichtssinn mehr habe. Ich habe zwei Jahre Therapie mit Mavenclad hinter mir, die wie eine Chemotherapie auf meinen Körper gewirkt hat. Ich habe massiv Haare verloren und kämpfe bis heute mit den Folgen. Mein Neurologe plant bereits die nächste Runde, weil es mir schlechter geht.
Während ich draußen versuche zu lächeln, sieht zu Hause niemand, wie ich mich mehrmals täglich die Treppen hochziehe, zur Waschmaschine, für die Hunde, für den Alltag. Mein Körper ist durch die MS und einen Trümmerbruch im Sprunggelenk am Ende.
Ich saß bereits im Rollstuhl, weil ich mich wegen der MS nicht mal auf Krücken halten konnte. Ich habe mich zurückgekämpft, aber heute schaffe ich keine 10 Minuten mehr zu Fuß und jede Treppe in unserer Wohnung ist eine lebensgefährliche Falle. Ich bin hier bereits schwer hinunter gestürzt.
Aber heute muss ich meinen Stolz beiseitelegen, was mir sehr sehr schwer fällt und extrem unangenehm ist, aber es geht nun nicht mehr nur um mich , sondern um meine Sicherheit und meine Familie.
Ich bin mit meinen Nerven am Ende.
Da ich aufgrund der Krankheit nicht mehr arbeiten kann und nur eine kleine, mickrige Erwerbsminderungsrente beziehe, liegt die gesamte finanzielle Last allein auf meinem Mann Marcel. Er arbeitet sich in harten Schichten kaputt, schläft oft viel zu wenig und arbeitet tagelang durch, um uns über Wasser zu halten. Er zahlt alles für dieses Haus und ich kann nur so wenig beisteuern, dieses Gefühl zerreißt mich zusätzlich.
Wir wollten für unsere Familie nur ein einfaches, sicheres Zuhause. Doch wir wurden von der Realität bitter eingeholt. Immer neue Zusatzvereinbarungen und versteckte Kosten treiben den Preis für unseren Bungalow in unbezahlbare Höhen. Ich sage es ganz offen, hätten wir vorher gewusst, was da für extreme zusätzliche Kosten auf uns zukommen, hätten wir niemals gebaut. Jetzt stehen wir mitten im Bau und kommen allein nicht mehr weiter.
Der Bungalow ist kein Luxus, er ist meine einzige Chance auf ein Leben ohne Angst vor der nächsten Stufe. Er ist behindertengerecht.
Mein gesundheitlicher Zustand hat sich innerhalb kurzer Zeit leider sehr verschlechtert. Darum ist dieser einfache Bungalow so wichtig für mich, für uns. Denn unserer jetzige Wohnung ist leider alles andere als behindertengerecht.
Ich tue das hier für meine Kinder. Ich möchte keine Mama sein, die vor ihrer eigenen Wohnung kapituliert, sondern eine, die ihren Kindern ein schützendes Nest bieten kann. Ich will nicht mehr in die traurigen Augen meiner Kinder sehen müssen die sich Sorgen machen wenn ich falle oder die zuschauen müssen wir ich mich die Treppe hoch ziehe. Darum war der Bungalow unsere Chance auf ein Leben in dem meine Krankheit meinen Kindern nicht so viel Angst macht. Denn da kann ich sie um einiges besser verstecken.
Ich schäme mich wirklich sehr und würde niemals darum bitten, wenn wir einen anderen Ausweg wüssten.
Jede Spende hilft uns, diese unvorhersehbaren Kosten zu decken und den Bau fertigzustellen.
Wenn ihr nicht spenden könnt, helft mir bitte, indem ihr meine Geschichte teilt.
Danke, dass ihr mir zuhört.
Eure Franziska

