Dringende Hilfsmittel

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Im Mai 2024 änderte sich das Leben von meinem Mann, meiner 7 jährigen Tochter und mir in ein Trümmerfeld. Mein Mann erkrankte an Krebs. Zusammenhaltend und gegenseitig unterstützend startete die Chemotherapie, die mein Mann anfangs gut verkraftete. Doch während dem dritten Chemozyklus erkrankte er plötzlich an einer Lungenembolie. Bedingt durch das schlechte Immunsystem folgte eine schwere Lungenentzündung mit anschließendem Lungenversagen. Die darauffolgenden Monate waren unser persönlicher Albtraum. Mein Mann lag im Koma, gefesselt an die künstliche Lungenmaschine, die für ihn das Atmen übernahm. Mein Leben bestand für viele Monate daraus täglich zwischen dem Krankenhaus und Zuhause zu pendeln, mich um meine 7jährige Tochter zu kümmern, meinen bei uns lebenden und ebenfalls kranken Vater zu versorgen. Anfangs ging ich noch meiner Arbeit nach. Aber irgendwann waren meine Kräfte aufgebraucht und ich habe mich krankgemeldet. Ich war durchgehend damit beschäftigt stark zu bleiben, zu funktionieren und allem gerecht zu werden. Die Ärzte gaben meinem Ehemann keine Chance mehr und teilten uns mehrmals mit, dass meine Tochter und ich uns verabschieden sollten von ihm, da sie die Maschinen abstellen wollten. Ich wollte noch nicht aufgeben und habe immer wieder darum gebeten es nicht zu tun. Ich wollte meinen Mann und den Vater meines Kindes nicht aufgeben und ich hatte immer den tiefen Glauben darin, dass er es schaffen kann. WIR konnten es schaffen.
Und dann kurz vor Weihnachten geschah das Wunder, woran die Ärzte schon lange nicht mehr glaubten - mein Mann machte nach Monaten plötzlich eigenständige Atemzüge. Die Ärzte waren fassungslos und ich wusste warum ich ihn nie loslassen und aufgeben wollte.
Stück für Stück mit vielen Hürden und immer wieder kleinen Rückschlagen kämpfte mein Mann sich tapfer ins Leben zurück. Nach Monaten im Klinikum und auf der Intensivstation folgte die Reha und ein weiterer langer Aufenthalt in einer Spezial - Lungenklinik.
Nach 200 Tagen Krankenhaus ist mein Mann im April diesen Jahres wieder nach Hause gekommen.
Der lange Kampf und Krankheit haben ihre Spuren hinterlassen. Mein Mann ist auf die dauerhafte Versorgung durch einen Sauerstoffkonzentrator angewiesen, seine Ausdauer und Kraft in der Muskulatur muss durch viel Physiotherapie erst wieder hergestellt werden.
Die beste Nachricht die uns seit seinem ersten Atemzug wieder erfreut hat, war, dass er krebsfrei ist. Es ist ein absolutes Wunder.
Unsere ganze Konzentration liegt jetzt auf der Regeneration der Lunge.
Mein Mann zeigt jeden Tag Lebensmut und Lebensfreude und gibt nicht auf sich immer weiter ins Leben zurück zu kämpfen.
Für den optimalen Sauerstoffkonzentrator fehlen uns leider die finanziellen Mittel, da die Krankenkasse hier nicht die Gesamtkosten übernehmen kann.
Da mein Mann seit seiner Erkrankung nicht mehr seiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann und meine Kapazitäten ebenfalls sehr eingeschränkt sind, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen und für jeden noch so geringen Beitrag dankbar mit dem andere uns unterstützen möchten.
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Claudia Oberlaender
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Meitingen
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