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Important: Our main campaign with project updates and rewards is running on Kickstarter. GoFundMe is set up for those who don't have a credit card or Kickstarter account!
Wichtig: Die Hauptkampagne mit Projekt-Updates und speziellen Belohnungen läuft auf Kickstarter. Wir haben die GoFundMe-Kampagne für alle gestartet, die keine Kreditkarte haben oder sich nicht bei Kickstarter anmelden wollen.
Mission
/// DEUTSCH UNTEN ///
In Europe, we speak about China mostly through headlines, politics, and stereotypes. Everyday lives or human stories are almost invisible. DREAMING OF NOTHING aims to open a window to a country and the people who live and work there. It focuses on individuals who are often overlooked: 300 million migrant workers, many of which came from the countryside to work in the booming cities. Some of these workers write poetry to reflect on their lives and to connect with others while dreaming of a better future.
This project actively involves real workers, as actors, as advisors to the film, and even as collaborators in this crowdfunding campaign (for example, through the reward “Receive a one-of-a-kind artwork: a handwritten poem by a Chinese worker poet”). By working closely together, by listening and understanding, DREAMING OF NOTHING becomes a tool to retell their stories and lives. Through this, I hope to break down stereotypes, showing that their struggles are universal and deeply relevant to us all.
In times of war and crisis, we need stories that bring us back to one another; stories that remind us of our shared humanity.
/// Deutsch ///
In Europa nehmen wir China häufig nur durch Schlagzeilen, Politik oder Stereotype wahr. Die Lebensumstände von Menschen und deren Alltag bleiben nahezu unsichtbar. DREAMING OF NOTHING soll einen Einblick in China ermöglichen, der den Menschen, die dort leben und arbeiten gerecht wird. Allen voran den 300 Millionen Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeitern, die in den großen Städten nach Arbeit suchen. Und denen darunter, die aktiv Wege suchen, ihren Umständen zu entkommen, die von einer besseren Zukunft träumen oder sogar Gedichte darüber veröffentlichen.
Dieses Projekt bezieht echte Arbeiter aktiv mit ein – als Schauspielerinnen und Schauspieler, als Berater des Films und sogar als Mitwirkende an dieser Crowdfunding-Kampagne (zum Beispiel durch die Belohnung „Erhalte ein einzigartiges Kunstwerk: ein handgeschriebenes Gedicht eines chinesischen Arbeiter-Dichters“). Durch die enge Zusammenarbeit, durch Zuhören und den Versuch zu Verstehen wird DREAMING OF NOTHING zu einem Werkzeug, ihre Geschichten und Leben neu zu erzählen. Damit möchte ich Stereotype aufbrechen und zeigen, dass ihre Kämpfe universell und für uns alle zutiefst relevant sind.
Story / Geschichte
Xiaofeng, a middle-aged female migrant worker who moved to the big city from the countryside, tries to find salvation through getting rich. To achieve this, she spends all her days and nights in monotonous work as a security guard, earning barely enough to stake her hopes on lottery tickets and mahjong — until, against all odds, she finally wins.
Living the dream she had longed for, Xiaofeng finds temporary peace. But gradually, she begins to face its unexpected consequences: she literally loses the ability to dream at night. Sleepless and hollowed out, her sense of self begins to fracture, and she runs the risk of slipping into an infinite void.
She begins to drift into the dreams of her friends and co-workers, listens how they find relief in writing poetry or sees them actively change their own circumstances. She starts connecting with their fears and hopes, and slowly regains a grip on her own life. Her journey ultimately leads her back in time, to her now-flooded hometown in the countryside, where she confronts old ghosts and the root of her disconnection.
/// Deutsch ///
Xiaofeng, eine Wanderarbeiterin mittleren Alters, die vom Land in die Großstadt gezogen ist, sucht ihre Erlösung im Versuch reich zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet sie pausenlos als Sicherheitskraft und setzt all ihr Gehalt auf Lottoscheine und hohe Einsätze in Mahjong-Runden. Doch eines Tages geschieht dann das Unwahrscheinliche: Sie gewinnt tatsächlich.
Den lange ersehnten Traum lebend, findet Xiaofeng zunächst Ruhe. Doch nach und nach offenbaren sich die unerwarteten Konsequenzen: Sie verliert buchstäblich die Fähigkeit, nachts zu träumen. Schlaflos und innerlich ausgehöhlt, beginnt ihr Selbstbild zu zerfallen und sie läuft Gefahr, in eine unendliche Leere abzurutschen.
Allmählich beginnt sie, in die Träume ihrer Freunde und Arbeitskollegen einzutauchen. Sie erfährt, wie diese Trost im Schreiben von Gedichten finden oder aktiv versuchen, ihre Lebensumstände zu verändern. Durch ihre Ängste und Hoffnungen entsteht eine neue Verbindung, und Schritt für Schritt gewinnt Xiaofeng wieder Halt in ihrem Leben. Ihre Reise führt sie schließlich zurück in die Vergangenheit in ihr inzwischen überflutetes Heimatdorf, wo sie alten Geistern und den Wurzeln ihrer Entfremdung gegenübertritt.
Inspiration
When I came to China two years ago, I was immediately fascinated by the masses of migrant workers visible everywhere in the cities, and I quickly wanted to understand more about their lives. I began reading books on the subject, watching films, and, as my Chinese improved, speaking directly with people. But even as I listened to their stories and the harsh decisions some had to make, I felt that I was still missing a deeper understanding. I wanted to know: how much are they willing to endure in order to pursue their dream of a better future? And what happens if their hopes and dreams begin to fade? Do their circumstances force them to give in? These questions eventually became the driving force behind this film.
The moment I stumbled upon an English-language collection of poems written by Chinese migrant workers, I found some of those questions partly answered. In these raw, personal, and otherwise unspoken verses, the sometimes harsh realities of migrant life were revealed and given voice. They offered a glimpse into the inner lives and thoughts of workers who are often unseen. They wrote about homesickness, about lives that felt devoid of meaning, about dreams that once brought them to the cities but now seemed far away. They sometimes described themselves as “screws,” holding together a system that gives them little recognition. Through writing, some sought relief, fragments of identity, moments of self-expression, or even companionship with like-minded workers. In a way, it became a way of dreaming again. This discovery was one of the keys to shaping the main character in DREAMING OF NOTHING and to finding the tone and perspective from which to tell the story.
/// Deutsch ///
Als ich vor zwei Jahren nach China kam, war ich schnell fasziniert von den unzähligen Wanderarbeitern, die man überall in den Städten sieht, und wollte schnell mehr über deren Leben verstehen. Ich begann Bücher über sie zu lesen, Filme zu schauen und, als mein Chinesisch besser wurde, direkt mit den Menschen zu sprechen. Doch selbst während ich ihre Geschichten hörte und von den harten Entscheidungen erfuhr, die einige von ihnen treffen mussten, hatte ich das Gefühl, dass mir ein tieferes Verständnis fehlte. Ich wollte wissen: Wie viel sind diese Menschen bereit zu ertragen, um ihren Traum von einer besseren Zukunft zu verfolgen? Und was passiert, wenn ihre Hoffnungen und Träume zu schwinden beginnen? Zwingen ihre Lebensumstände sie dann zum Aufgeben? Diese Fragen wurden schließlich zur treibenden Kraft hinter diesem Film.
Als ich auf eine englischsprachige Gedichtsammlung chinesischer Wanderarbeiter stieß, fand ich einige dieser Fragen teilweise beantwortet. In diesen rohen, persönlichen und sonst unausgesprochenen Versen wurden die harten Realitäten des Lebens von Wanderarbeitenden sichtbar und in Worte gefasst. Sie gaben Einblicke in das innere Leben und die Gedanken von Menschen, die oft unsichtbar bleiben. Gedichte über Heimweh, über ein Leben ohne Sinn, über Träume, die sie einst in die Städte geführt haben und nun weit entfernt scheinen. Manchmal beschreiben sie sich selbst als „Schrauben“, die ein System zusammenhalten, das ihnen kaum Beachtung schenkt. Durch die Poesie suchten einige von ihnen nach Trost, nach Stücken der eigenen Identität, Momenten des Selbstausdrucks oder sogar Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Auf eine gewisse Weise stellt es den Neubeginn des Träumens für viele dar. Diese Entdeckung war einer der Schlüssel, um die Hauptfigur in DREAMING OF NOTHING zu gestalten und den Ton als auch das Gefühl für die Erzählung zu finden.
Moodboard
DREAMING OF NOTHING will craft a raw and dreamlinke visual language. The film will embrace grainy textures, visceral close-ups, blurred contours, and moments of near-darkness to evoke a sense of drifting between reality and the subconscious. Muted, desaturated colors and deliberately unclear images will reflect Xiaofeng’s fractured perception, while recurring symbolic elements act as metaphoric signposts, guiding the audience through her inner dreamscape. This aesthetic will not only mirror her emotional state but also invite viewers into a space where clarity is elusive, and meaning emerges gradually — like in a dream.
/// Deutsch ///
DREAMING OF NOTHING entwickelt eine Bildsprache, die zugleich roh und traumartig wirkt. Der Film setzt auf körnige Texturen, eindringliche Nahaufnahmen, verschwommene Konturen und Momente fast völliger Dunkelheit, um das Gefühl des Treibens zwischen Realität und Unterbewusstsein hervorzurufen. Gedämpfte, entsättigte Farben und bewusst unklare Bilder spiegeln Xiaofengs fragmentierte Wahrnehmung wider, während wiederkehrende Symbole als metaphorische Wegweiser durch ihre innere Traumwelt dienen. Diese Ästhetik spiegelt nicht nur ihren seelischen Zustand, sondern lädt die Zuschauenden auch in einen Raum ein, in dem Klarheit flüchtig ist und Bedeutung sich langsam entfaltet – wie in einem Traum.
Director / Regisseur
Hey there, my name is Simon Fluck. I completed a M.A. in Film Studies and have been writing, directing, and editing short films and music videos for many years. Some of my works, such as 2x17 and Il Colore del Passato, have been showcased at international film festivals in the US, Italy, Portugal, and Germany. Currently based in China, I recently completed another short film, Mainland, which will be released next year. In addition, I am working on several analog photo series that depict life in China.
Who Am I to Tell This Story?
I feel very fortunate to get the chance to live in China, with both time and the means to pursue the idea for this film — a privilege I don’t take for granted. At the same time, I remain aware that I am still new to this country, its people, and its culture. But it's also true that the core of the film is not me as a screenwriter or director making something up and speaking about others, but creating a space and a story with them. From the very first draft on, the script and the ideas behind it have been shaped and reshaped through conversations with Chinese film professionals and, most importantly, with workers themselves. Their feedback has been deeply moving as many of them finally felt seen and wanted to contribute actively. In listening to them and trying to understand their stories, the insights they gave me and the advice, this film took a step closer in becoming a collective project that draws its essence form reality itself.
In addition to that, moving between cultures and countries, I also see the chance and feel the responsibility to open a window into China, a country which is often distorted in the Western gaze, and whose culture can as well feel inaccessible from afar. DREAMING OF NOTHING draws from lived realities in China and translates them into something more universal and relatable. Meaning that this project is not only about Chinese migrant workers, but about overlooked workers everywhere. The film becomes a bridge: amplifying voices too often unseen while, at the same time, holding up a mirror to ourselves.
/// Deutsch ///
Hallo nochmal, ich heiße Simon Fluck und habe nach meinem Master in Filmwissenschaft über die Jahre zahlreiche Kurzfilme und Musikvideos produziert, die ich selbst schreibe, deren Regie ich führe und die ich editiere. Einige meiner Arbeiten, wie 2x17 und Il Colore del Passato, wurden auf internationalen Filmfestivals in den USA, Italien, Portugal und Deutschland gezeigt. Derzeit lebe ich in China, wo ich kürzlich einen weiteren Kurzfilm, Mainland, fertiggestellt habe, der im nächsten Jahr veröffentlicht wird. Außerdem arbeite ich an mehreren analogen Fotoserien, die das Leben in China darstellen.
Warum erzähle gerade ich diese Geschichte?
Es stimmt, dass ich großes Glück hatte, nach China kommen zu können und gleichzeitig die Zeit und Möglichkeiten bekommen habe, dieser Idee nachzugehen. Ich sehe das als ein enormes Privileg! Es stimmt auch, dass sowohl das Land, die Menschen als auch die Kultur gänzlich neu für mich sind. Doch im Kern geht es in diesem Film nicht darum, dass ich als Drehbuchautor oder Regisseur etwas erfinde und über andere spreche, sondern darum, gemeinsam mit anderen einen Raum und eine Geschichte zu schaffen. Schon vom allerersten Entwurf an wurden Drehbuch und Ideen durch Gespräche mit chinesischen Filmschaffenden und – noch wichtiger – mit den Arbeiterinnen und Arbeitern selbst geformt und immer wieder angepasst. Deren Feedback war einerseits zutiefst bewegend, da viele sich zum ersten Mal wirklich gesehen fühlten und aktiv mitwirken wollten. Andererseits ist der Film dadurch, dass ich ihnen zuhörte und versuchte, ihre Geschichten zu verstehen, ihre Einsichten und Ratschläge annahm, einen Schritt näher gerückt, ein Gemeinschaftsprojekt zu werden, das seine Essenz direkt aus der Realität schöpft.
Darüber hinaus sehe ich – als jemand, der zwischen Kulturen und Ländern unterwegs ist – die Chance und auch die Verantwortung, ein Fenster nach China zu öffnen: ein Land, das im westlichen Blick oft verzerrt erscheint und dessen Kultur aus der Ferne schwer zugänglich wirken kann. DREAMING OF NOTHING schöpft aus gelebten Realitäten in China und übersetzt sie in etwas Universelleres, Nachvollziehbareres. Das bedeutet, dass dieses Projekt nicht nur von chinesischen Wanderarbeitern handelt, sondern von übersehenen Arbeitern überall auf der Welt. Der Film wird so zu einer Brücke: Er verstärkt Stimmen, die viel zu oft überhört werden, und hält uns gleichzeitig einen Spiegel vor.
Budget
DREAMING OF NOTHING is an independent film with an ultra-low budget. Currently I have put down 20,000 Euros from my own savings, which is not enough to cover the essentials of pre-production and shooting, not to mention post-production. This means: we are running at a very critical budget level.
So, while warm words and moral support mean a lot to us, what truly makes this film possible is your financial support. Every contribution, big or small, goes directly into making DREAMING OF NOTHING real.
/// Deutsch ///
DREAMING OF NOTHING ist ein unabhängiger Film mit einem extrem niedrigen Budget. Derzeit fließen bereits 20.000 Euro aus meinen eigenen Ersparnissen in das Budget, was nicht einmal komplett ausreicht um die grundlegenden Kosten für Vor-Produktion und Dreh zu decken, geschweige denn für die Postproduktion. Das bedeutet: Wir bewegen uns auf einem äußerst kritischen Budgetniveau.
So wichtig uns warme Worte und moralische Unterstützung auch sind (doch, ehrlich!) – was diesen Film tatsächlich möglich macht, ist Eure finanzielle Hilfe. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, fließt direkt in die Realisierung von DREAMING OF NOTHING.
Risks and Challenges / Risiken und Herausforderungen
Every independent film project comes with risks, and ours is no exception. To be very honest, almost anything can happen: illness, equipment malfunctions, sudden location issues, or scheduling conflicts, to name a few. On a small-scale production, tight financial margins make these challenges even more pressing.
That said, we have already built strong foundations to counterbalance these risks. Our professional crew is experienced, resourceful, and highly motivated to see the project through to completion. The cast is fully committed to the project, its vision and willing to take extra steps to make it come true. On top of that, we have a close-knit team of friends and supporters who are ready to step in and help out whenever needed. Flexibility and creative problem-solving are at the heart of our process.
We have already invested significant effort, time, and personal resources into this film, and we are determined to see it reach the finish line. With the dedication of our team and careful planning, we are confident in overcoming obstacles and delivering the film of our dreams.
Deutsch / / /
Jedes unabhängige Filmprojekt birgt Risiken, und unseres bildet da keine Ausnahme. Um ganz ehrlich zu sein, kann fast alles passieren: Krankheit, technische Ausfälle, plötzliche Probleme mit Drehorten oder Terminüberschneidungen, um nur einige Beispiele zu nennen. Bei unabhängigen Produktionen wie unserer befeuern enge finanzielle Spielräume diese Herausforderungen noch weiter.
Dennoch haben wir bereits solide Grundlagen geschaffen, um diesen Risiken entgegenzuwirken. Unser professionelles Team ist erfahren, flexibel und hochmotiviert, das Projekt bis zum Abschluss zu bringen. Auch die Schauspielerinnen und Schauspieler fühlen sich voll und ganz dem Projekt verpflichtet und sind bereit, zusätzliche Anstrengungen in Kauf zu nehmen, um es zu verwirklichen. Darüber hinaus haben wir ein enges Netzwerk aus Freundinnen und Unterstützern, auf die wir in Notsituationen zurückgreifen können. Flexibilität und das kreative Lösen von Problemen stehen im Zentrum unseres Arbeitsprozesses.
Wir haben bereits erheblichen Aufwand, Zeit und persönliche Mittel in diesen Film investiert und sind entschlossen, ihn bis zur Fertigstellung zu bringen. Mit der Hingabe unseres Teams und sorgfältiger Planung sind wir zuversichtlich, alle Hindernisse zu überwinden und den Film unserer Träume zu realisieren.

