Fotografie- und Filmprojekt "New Riegel"

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Fotografie- und Filmprojekt "New Riegel"

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Hallo,


wir sind Tabea Jablonski, Fotografin, und Jonathan Deges, Filmemacher.
Tabea wird dieses Jahr ihre Fotografie-Ausbildung am Lette Verein Berlin abschließen, mit einer Arbeit, für die wir finanzielle Unterstützung suchen. Es geht um Folgendes:

In den 1830er-Jahren wanderten mehrere Familien aus Tabeas Baden-Württembergischen Heimatort Riegel am Kaiserstuhl in die USA aus. Dort, in Ohio, gründeten sie den kleinen Ort New Riegel, der bis heute besteht. In den 1990er- und 2000er-Jahren gab es in Riegel mehrere Besuche von Reisegruppen aus New Riegel sowie Bestrebungen nach regem Austausch zwischen den beiden Orten, was aber nicht bis zum heutigen Tage fortgeführt wurde.
Durch unsere Neugierde über diesen Ort und die Verbindung zwischen den beiden Dörfern ist ein Projekt entstanden, welches sich auf eine Spurensuche begibt, mit dem Ziel, den Austausch zu reaktivieren. Dabei wird eine fotografische und eine filmische Arbeit entstehen, wofür wir nach New Riegel reisen möchten, um dort mit den heutigen Bewohner:innen ins Gespräch zu kommen.
Da wir die Kosten für Flüge, Unterkunft und Transport vor Ort nicht selbst stemmen können, haben wir diese Crowdfunding-Seite ins Leben gerufen und sind dankbar für jede Person, die uns helfen möchte, das Projekt zu realisieren.


Projektdetails:

Die bisherige Arbeit besteht vor allem aus Recherche. Auf dem Rathaus von Riegel konnten wir Einsicht in die Akte zum Austausch der beiden Orte bekommen, wobei wir auf zahlreiche Briefe, E-Mails, Fotos und Zeitungsausschnitte gestoßen sind. Eine zentrale Rolle spielt hier ein New-Riegeler namens Ray Schindler, Nachfahre eines Einwanderers, der jahrelang den Kontakt nach Deutschland aufrechterhalten und die Gruppenreisen organisiert hat. Mittlerweile ist er hochbetagt, aber sofern es sein gesundheitlicher Zustand zulässt, würden wir auf unserer Reise sehr gerne auch mit ihm sprechen. Über eine Bewohnerin aus Riegel, eine Freundin von Ray, sind wir außerdem auf verschiedene Objekte wie bedruckte Kleidungsstücke oder eine Decke gestoßen, die von der Freundschaft zwischen den beiden Orten erzählen. All das haben wir bereits fotografisch dokumentiert.
Auch online kann man sich ein Bild des Ortes machen. Wir waren auf Google Street View, auf Facebook und auf den Seiten der dortigen Örtlichkeiten wie z.B. dem New Riegel Café unterwegs. Letzteres scheint ein belebter Ort der Zusammenkunft zu sein, und es gehört zu einem unserer nächsten Schritte, sowohl dieses Café als auch z.B. einige New Riegeler Vereine zu kontaktieren, um bereits vor unserer Reise mit Menschen sprechen zu können. Denn die Wiederaufnahme des Kontaktes mit den Leuten ist der Kern des Projektes.
Wie bereits erwähnt, umfasst es sowohl die Entstehung einer fotografischen Arbeit, die die Archivarbeit mit Porträts und dokumentarischen Fotografien ergänzt, als auch eines Dokumentarfilms, der die Geschichte des Ortes und dessen Status quo in eine audiovisuelle Form bringt. Ziel ist es, so einen Beitrag zur Erinnerungskultur zu leisten, einen Raum für Dialog zu schaffen und die schon immer existierende Bedeutung von Migration hervorzuheben.
Welchen Einfluss hat die Vergangenheit auf das gegenwärtige Leben in New Riegel? Wer ist mit der Einwanderungsgeschichte seines Heimatdorfes vertraut und wer nicht? Welche kulturellen Überschneidungen lassen sich an beiden Orten finden? Fragen, die wir uns stellen, und zu denen wir hoffen, in interessanten Gesprächen Antworten aus der Innenperspektive zu finden.

Für die Publikation der Arbeit ist eine Ausstellung geplant, bei der Drucke von ausgewählten Fotos sowie ein Fotobuch präsentiert werden. Darüber hinaus soll der Film nach seiner Fertigstellung auch auf nationalen und internationalen Dokumentarfilmfestivals eingereicht werden.

Das Ziel dieses Crowdfundings ist es, die Reise zu finanzieren. Sollte dafür nicht genügend Geld zusammenkommen, werden wir es anderweitig für die Umsetzung des Projekts ohne einen Besuch in New Riegel verwenden. Alternative Ideen sind eine tiefere Recherche von Deutschland aus, inklusive eines die Recherche dokumentierenden Films. Auch haben wir bereits Ideen, wie wir mit Hilfe der Leute aus beiden Orten ein kleineres dokumentarisches Fotoprojekt ins Leben rufen können.
Wir hoffen jedoch von ganzem Herzen, mit eurer Hilfe die Reise finanzieren zu können, und freuen uns nicht nur über finanzielle Unterstützung, sondern auch über Anregungen und Feedback zu unserem Projekt.


Über uns:

Tabea Jablonski ist Fotografin, 1999 in Freiburg i. Br. geboren und in Riegel am Kaiserstuhl aufgewachsen. Seit 2020 lebt und arbeitet sie in Berlin, wo sie seit 2023 eine Fotografie-Ausbildung am Lette Verein absolviert. Ihre Arbeiten spannen von Dokumentation, über Inszenierung bis hin zu analog-experimentellen Ansätzen.
Tabea hat bereits mehrfach in Berlin ausgestellt, u.a. in Kooperation mit dem Museum für Fotografie und der Berlinischen Galerie sowie in der NOTAGALLERY. Ihre Arbeiten sind auch auf Instagram unter instagram.com/tjs.shoots zu finden.


Jonathan Deges ist 1997 ebenfalls in Freiburg i. Br. geboren und nicht weit entfernt von Riegel aufgewachsen. 2017 zog er nach Berlin und studiert seit 2022 Bildgestaltung/Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Er hat neben zahlreichen Projekten als Kameramann auch bereits mehrere Kurzdokumentar- und Kurzspielfilme als Regisseur realisiert. Vor seinem Kamerastudium absolvierte er einen Bachelor of Arts in Filmwissenschaft an der FU Berlin und arbeitete an großen und kleinen Filmsets in verschiedenen Positionen. Seine Filme orientieren sich oft an einem naturalistischen Stil, in dem die Menschen vor der Kamera im Fokus sind, die Kamera subtil bleibt und sich nicht aufzudrängen versucht. Ein Einblick in seine Arbeiten ist unter jodeges.com zu finden.

Co-organizers2

Jonathan Deges
Organizer
Berlin, Berlin
Tabea Jablonski
Co-organizer
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