
Damit Menschen zu ihrem Recht kommen – hilf mir zu helfen
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Ein Brief vom Amt. Eine Frist, die nicht verpasst werden darf. Ein Antrag, von dem der Lebensunterhalt, die Wohnung oder eine notwendige Unterstützung abhängen kann.
Was für viele Menschen lediglich lästige Bürokratie ist, kann nach einem Unfall, einer schweren Erkrankung, einer psychischen Krise oder bei beginnender Demenz zu einer kaum noch zu bewältigenden Hürde werden. Das kann jeden von uns treffen.
In solchen Situationen können rechtliche Betreuer unterstützen. Sie werden vom Gericht für klar festgelegte Aufgabenbereiche bestellt. Ihre Aufgabe ist nicht, über die Köpfe der betroffenen Menschen hinweg zu entscheiden. Sie sollen zuhören, Orientierung geben, Rechte durchsetzen und den Menschen dabei helfen, ihr Leben so weit wie möglich nach ihren eigenen Wünschen zu gestalten.
Genau diese verantwortungsvolle Aufgabe möchte ich künftig übernehmen.
## Mein Weg in die rechtliche Betreuung
Ich heiße Sven und möchte künftig als beruflicher rechtlicher Betreuer im Kreis Plön und in unserer Region arbeiten.
Mein bisheriger Weg führte mich durch pädagogische Arbeit, Beratung, Coaching und Praxisorganisation. Dabei habe ich immer wieder erlebt, wie wichtig es ist, Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht allein zu lassen, den Überblick zu behalten und verlässlich Verantwortung zu übernehmen.
Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wo ich meine Fähigkeiten künftig sinnvoll einsetzen möchte: in der rechtlichen Betreuung. Meine bisherigen Aus- und Weiterbildungen bilden dafür eine wertvolle Grundlage. Sie ersetzen jedoch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Sachkundenachweis, den ich für die Registrierung und die Aufnahme dieser Tätigkeit benötige.
## Qualifizierte rechtliche Betreuer werden gebraucht
Der Bedarf an qualifizierten rechtlichen Betreuern ist groß. Schon heute fehlen regional geeignete Fachkräfte.
Auch in Schleswig-Holstein steht ein Generationenwechsel bevor: Viele erfahrene Berufsbetreuer haben ein höheres Alter erreicht und werden ihre Tätigkeit in den kommenden Jahren reduzieren oder beenden. Die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, bleiben jedoch.
Deshalb wird qualifizierter Nachwuchs dringend gebraucht.
Der bisherige Austausch mit der zuständigen Betreuungsbehörde des Kreises Plön hat mir gezeigt, dass dieser berufliche Weg für mich grundsätzlich möglich ist. Eine entscheidende Voraussetzung fehlt mir allerdings noch: der gesetzlich vorgeschriebene Sachkundenachweis.
## Der notwendige Sachkundelehrgang
Um den Sachkundenachweis zu erwerben, möchte ich einen anerkannten Online-Intensivlehrgang nach § 8 der Betreuerregistrierungsverordnung absolvieren.
Der ausgewählte Lehrgang umfasst alle elf vorgeschriebenen Sachkundemodule mit insgesamt 270 Zeitstunden. Er kann innerhalb von acht Wochen abgeschlossen werden und beginnt am 25. Januar 2027.
Die Lehrgangskosten betragen 6.500 Euro.
Diesen Betrag kann ich in meiner derzeitigen beruflichen Übergangsphase nicht aus eigenen Mitteln aufbringen. Einnahmen aus der rechtlichen Betreuung kann ich erst erzielen, nachdem ich den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen, den Sachkundenachweis erhalten und das Registrierungsverfahren durchlaufen habe.
Genau diese finanzielle Lücke möchte ich mit der Spendenaktion überbrücken.
## Warum die bisherige Förderung nicht greift
Für eine Förderung über die Deutsche Rentenversicherung muss ich vor Beginn der Weiterbildung eine persönliche schriftliche Inaussichtstellung für ein Beschäftigungsverhältnis vorlegen.
Das bedeutet: Ein Arbeitgeber müsste bereits vor dem Lehrgang erklären, dass er beabsichtigt, mich nach erfolgreicher Qualifizierung einzustellen.
Genau an dieser Stelle entsteht ein Widerspruch.
Die meisten beruflichen rechtlichen Betreuer arbeiten selbstständig. Diese Selbstständigkeit ist keine ungewöhnliche Ausweichlösung, sondern im Betreuungssystem ausdrücklich vorgesehen. Rechtliche Betreuer können selbstständig tätig sein oder als Beschäftigte eines anerkannten Betreuungsvereins arbeiten. Die selbstständige Tätigkeit ist dabei in der Praxis die typische Form der Berufsbetreuung.
Auch mein Plan ist, nach dem Lehrgang den Sachkundenachweis vorzulegen, meine Registrierung zu beantragen und anschließend selbstständig als beruflicher rechtlicher Betreuer zu arbeiten.
Bei einer Selbstständigkeit gibt es jedoch keinen zukünftigen Arbeitgeber, der mir vorher eine Inaussichtstellung ausstellen könnte.
Es gibt zwar ebenfalls Stellen im Angestelltenverhältnis, insbesondere bei Betreuungsvereinen. Doch nach meinen bisherigen Erfahrungen und Rückmeldungen kann ich eine solche Stelle erst antreten oder ausreichend konkret in Aussicht gestellt bekommen, wenn ich den erforderlichen Sachkundenachweis bereits vorlegen kann.
Damit entsteht ein Kreislauf:
Für die Förderung benötige ich eine Inaussichtstellung.
Für eine belastbare Inaussichtstellung benötige ich den Sachkundenachweis.
Und um den Sachkundenachweis zu erwerben, benötige ich die Finanzierung des Lehrgangs.
Es fehlt also nicht an einer beruflichen Perspektive, nicht am gesellschaftlichen Bedarf und auch nicht an meiner Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Es fehlt die finanzielle Brücke zwischen meinen vorhandenen Erfahrungen und der gesetzlich vorgeschriebenen Qualifikation.
## Deshalb bitte ich um Unterstützung
Von dem Spendenziel in Höhe von 6.800 Euro entfallen 6.500 Euro unmittelbar auf den anerkannten Sachkundelehrgang. Der verbleibende Betrag dient dazu, die im Zusammenhang mit der Spendenaktion anfallenden Zahlungs- und Transaktionskosten aufzufangen.
Ich sammle nicht für eine vage berufliche Idee. Die Spenden finanzieren die konkret noch fehlende Qualifikation, die ich benötige, um die Registrierung als beruflicher rechtlicher Betreuer beantragen und diesen Beruf tatsächlich aufnehmen zu können.
Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs werde ich meine Registrierung bei der zuständigen Betreuungsbehörde beantragen.
Über die wichtigen Schritte meines Weges werde ich transparent berichten: über die Finanzierung und Anmeldung, den Beginn und Abschluss des Lehrgangs sowie das anschließende Registrierungsverfahren. Die aktuellen Informationen werde ich direkt über die GoFundMe-Updates und künftig auch auf meiner Website veröffentlichen. Alltag Support
Jede Spende bringt mich meinem Ziel näher – unabhängig von ihrer Höhe.
Wer nicht spenden kann oder möchte, hilft mir auch sehr, indem er diesen Aufruf teilt und damit weitere Menschen erreicht.
Mit eurer Unterstützung kann aus meinem beruflichen Neustart eine langfristige Aufgabe werden: Menschen zur Seite zu stehen, wenn sie ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr allein bewältigen können – und dafür zu sorgen, dass ihre Rechte, ihre Wünsche und ihre Selbstbestimmung gewahrt bleiben.
Vielen Dank für eure Unterstützung, euer Vertrauen und fürs Weitersagen.
Sven
