Chrissi´s Opferhilfe - Zivilcourage

Zivilcourage, die ich fast mit meinem Leben bezahlt hätte.

Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Vorfall.
Die Initiative dieser Seite ging von meiner Schwester aus um mir zu Helfen. Um Ihnen die Geschehnisse aus meiner Sicht zu erzählen, habe ich aber diesen Text geschrieben.

...Sekunden reichen um ein Leben zu ändern.

Mein bester Freund, ein Bekannter und ich sind in der Nacht vom 25.10.2014 auf den 26.10.2014 gegen 02.45 Uhr  in der Fuldaer Gutenbergstraße, Rückseite Handelsschule Herrmann auf eine Gruppe von fünf jungen Männern getroffen.

Einen Grund für einen Streit gab es eigentlich nicht, wir waren nach einem Abend in der Stadt auf dem Heimweg und wollten mit dem Taxi nach Hause fahren.

Welche Geschichte die Gruppe Männer mit unserem Bekannten verbindet weiss ich bis heute nicht, offenbar hatte es zuvor Streit mit einem dieser Personen gegeben. Innerhalb kürzester Zeit kam es zu einem verbalen Schlagabtausch, die Situation eskalierte in Sekunden.

Ich wollte nur schlichten und geriet zwischen die Fronten dieser Auseinandersetzung.
Mit dramatischen Folgen für mich.

Ein Faustschlag gegen meine Schläfe, der zur Bewustlosigkeit und dem damit verbundenen widerstandslosen Umfallen mit Aufprall meines Kopfes auf das Kopfsteinpflaster führte, traf mich.

Daraus resultierte ein schweres offenes Schädelhirntrauma, ein akutes Epidural- und Subduralhämatom linkshemisphärisch mit deutlicher raumfordernder Wirkung und eine laterale Felsenbeinfraktur links mit Einblutung in Mastoid und Mittelohr mit Blutaustritt aus dem linken Ohr.

Dies hat dem Täter scheinbar nicht gereicht, als ich ohnmächtig und somit wehrlos am Boden lag bekam ich zusätzlich noch Tritte gegen meinen Oberkörper.

Meine Familie bekam von den Ärzten die Information, dass mit meinem Ableben mehrfach zu rechnen gewesen sei. Ich habe es überlebt! Dafür bin ich allen Helfern sehr dankbar!

Nicht zuletzt einer Funkstreife der Polizeistation Fulda die zufällig an der Ampel im Bereich der Florgengasse anhalten musste. Die Beamten machten sich sofort zu der Auseinandersetzung auf und vernahmen, dass auf mich eingeschlagen und eingetreten wurde bis ich schwerst verletzt auf dem Boden liegen blieb. Sie konnten sogar einen der Beschuldigten, ein damals 23-Jährigen aus dem Vogelsberg vor Ort festnehmen, wobei dieser heftigen Widerstand leistete. Anschließend wurde dieser auf der Wache vernommen. Ohne dieses einschreiten wäre ich in den Straßen von Fulda verstorben.

Ein Krankenwagen brachte mich in das Klinikum Fulda, wo ich aufgrund der schwesten Verletzungen mehrfach operiert wurde. 

Wie schon geschrieben ICH HABE ÜBERLEBT!

Ich muss aber versuchen, trotz dieser Zäsur mein Leben wieder lebenswert zu leben. Durch diesen Weg möchte ich versuchen, meine bis heute entstandenen hohen finanziellen Kosten etwas auszugleichen, die unter anderem durch die anwaltlichen Vertretungen in zwei sehr anstrengenden Prozessen entstanden sind. Der letzte vor dem Landgericht Fulda, aus dem der Beschuldigte trotz erdrückender Beweislast mit einem Urteil ging, welches einem Freispruch gleichgesetzt ist.

Aber auch um ein Abschließen dieses Vorfall zu ermöglichen.

Es steht nicht in meine Interesse, mich über diese Plattform zu bereichern.

Mein Fall ist kein Einzelfall in Deutschland, Tugce Albayrak und Dominik Brunner haben bei solchen tragischen Vorfällen ihr Leben gelassen und dadurch unschuldig sehr traurige Berühmtheit erlangt, die Gewaltbereitschaft ist in unglaublicher Sphäre angekommen

Was für ein Martyrium dabei die Angehörigen der Geschädigten durchmachen ist für viele Menschen nicht vorstellbar, ferner wenn nach einer gewissen Zeit diese Meldungen nach und nach in den Medien nicht mehr vorkommen.
Der Weg der Menschen die davon betroffen sind, sich der Normalität zu nähern ist sehr lange und sehr mühsam. 

Ich habe dieses alles selbst erleben müssen.

Das Erwachen aus dem Koma im Klinikum Fulda, in der anschließenden Reha in Bad Liebenstein  das Laufen wieder neu erlernen, sich damit abzufinden, körperlich normale/gewöhnliche Bewegungen nicht mehr als selbstverständlich anzusehen, die eigene Aufbearbeitung mit meiner Therapeutin, dies sind nur vier Punkte von sehr sehr vielen.

Aber ich sah auch, wie meine Familie, meine Lebensgefährtin und meine Freunde diesen Vorfall erlebt haben und verarbeiten, was mit Sicherheit bei meinem physischen/psyschichen Zustand nicht leicht war.
Vorgänge, die ich so nie gewollt habe. 

Ich freue mich über jede Art der Unterstützung - jeder Betrag hilft mir und unterstützt mich.

DANKE FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG
Euer Christian.

 

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