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Unsere Tochter Anna kam im November 2020 auf die Welt und kurze Zeit später stellte sich heraus, das etwas nicht stimmte. Mit einem Jahr bekamen wir nach unzähligen Arztbesuchen die Diagnose Pura Syndrom. Sie hat eine körperliche, sowie geistige Beeinträchtigung, was in unserem Fall eine Schwerbehinderung von 100 % bedeutet. Seitdem besuchen wir neben vielen Arztfahrten wöchentlich die Physio und Logopädie sowie Reittherapie und sonstige Rehas zur Förderung. Zusätzlich hat sie seit einem halben Jahr epileptische Anfälle (bisher medikamentenresistent), die die Pflege von Anna weiter erschweren, da sie nach jedem größeren Anfall vom Kindergarten geholt werden muss. Durch die körperliche Behinderung und der bereits vor Annas Geburt gegebenen Wohnsituation wurde der Einbau einer Beförderungsmöglichkeit notwendig. Schon damals war der Einbau eines Aufzugs finanziell als Familie nicht stemmbar, weshalb wir uns für die scheinbar ausreichende Lösung eines Treppelifts entschieden haben.
Und plötzlich passiert mit dieser scheinbar ausreichenden Lösung am 15.01.26 ein schlimmer Unfall, bei dem der kleine Bruder Paul (knapp 2 Jahre) unter den Treppenlift geraten ist und eingequetscht wurde. Paul war binnen Sekunden leblos und mir als Mutter war im ersten Moment klar, dass Paul diesen Unfall nicht überleben wird. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte Paul befreit werden und durch den Notarzt im Krankenwagen erstversorgt werden. Im Rahmen der Erstversorgung stehen Diagnosen wie innere Verletzungen, Lähmungen, neurologische Ausfälle im Raum. Nachdem er mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus gebracht wurde, und im Schockraum weiter untersucht wurde, war zum Glück klar das innere Verletzungen ausgeschlossen wurden. Allerdings musste er mehrstündig an der Hand operiert werden, wo die Totalamputation seines linken Zeigefingers vorgenommen wurde. Dieser Unfall löste bei mir als Mutter ein Trauma aus und hat auch den Rest der Familie emotional stark belastet.
Nach einigen Tagen Krankenhausaufenthalt durften wir wieder in die gewohnte Umgebung. Allerdings kann zum einen aus psychischen und emotionalen Gründen der Treppenlift nicht weiter verwendet werden. Zum Anderen ist eine Weiterverwendung aus Sicherheitsaspekten nicht mehr möglich. Deshalb muss nun doch der Einbau eines Aufzugs dringend erfolgen.
Auch jetzt ist dieser Einbau finanziell als Familie nicht umsetzbar und die Unterstützung der Krankenkasse nicht gegeben. Deshalb wären wir für jede Unterstützung dankbar.

