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Anwaltliche Hilfe nach Morddrohung aus den eigenen Reihen
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Hallo.
Ich bin Olli. Ich arbeite seit 28 Jahren bei der Polizei in Berlin.
Vielleicht hast du schon einmal von mir gehört, denn ich engagiere mich seit rund 15 Jahren als Privatperson auch als politischer Aktivist und setze mich für eine demokratische und fehlerkritische Polizei ein. Ich war Bundesvorsitzender der alternativen Berufsvereinigung "PolizeiGrün e.V.", habe bei den S. Fischer-Verlagen 2022 das Sachbuch "Ich kämpfe für eine bessere Polizei" veröffentlicht und bin Gründer und Sprecher der gemeinnützigen Vereinigung "BetterPolice".
Warum ich hier eine Kampagne starte?
Seit über zehn Jahren erhalte ich neben Zuspruch auch viel Gegenwehr und Hass für meine Positionierungen in sozialen Medien oder Interviews. Gewaltdrohungen und Beleidigungen waren leider nie etwas Ungewöhnliches in meiner aktivistischen Rolle.
Der 8. April 2025 sollte aber alles ändern - an diesem Tag erhielt ich an meiner geschützten Privatanschrift, an der ich mit meinen Kindern lebe, eine anonyme Morddrohung, die auf eine Urheberschaft aus dem Kolleg:innenkreis der Polizei hindeutet.
Gefordert wurde, dass ich mein Engagement beende und mich nicht mehr äußere. Dem Schreiben beigelegt wurde eine scharfe 9-Millimeter-Pistolenpatrone. Die Ermittlungen zu dem Vorfall beim LKA Berlin ergaben, dass es sich hierbei tatsächlich um Munition der Polizei Berlin handelte.
Das Strafermittlungsverfahren wurde mittlerweile eingestellt.
Der Vorfall hatte mich sehr erschüttert und verunsichert. Ich bin insbesondere von meinem dienstlichen Umfeld sehr enttäuscht, da ich wenig bis gar keine Solidarität in Reihen der Polizei erfahren habe. Bis heute.
Ich war direkt nach Erhalt des Briefes einige Monate nicht im Dienst. Zugleich war einige Zeit nicht gewiss, ob ich überhaupt wieder und weiter in dem Beruf würde arbeiten können.
Daher hatte ich den Vorfall auch als Dienstunfall gemeldet. Dies wurde von meiner Dienstbehörde nicht anerkannt.
Ich habe mich daraufhin dazu entschlossen, gegen diese Ablehnung rechtlich vorzugehen.
Dienstunfallrecht ist sehr kompliziert und in meinem konkreten Fall ist auch nicht alles eindeutig, nichtsdestotrotz wurde mir auch durchaus Hoffnung gemacht, diesen Fall erfolgreich verfolgen zu können.
Leider sind durch die anwaltlichen Tätigkeiten schnell und zu meiner Überraschung hohe Kosten entstanden, die mir nur zu einem geringen Teil erstattet wurden.
Um diese hohen Kosten auszugleichen und ggf. das Verfahren weiter betreiben zu können, bitte ich um solidarische Unterstützung.
Natürlich werde ich - sofern und sobald zulässig - transparent über den Fortgang der Sache berichten.
Die momentanen Kosten, für welche keine Übernahme vorliegt, belaufen sich auf rund 1.080,- €.
Informationen zu dem Vorfall mit dem Drohbrief könnt ihr in diversen Medien nachlesen, z.B. beim nd (von dieser Reportage ist auch das hier verwendete Sharepic) oder bei rbb24. Ausführlicher darüber habe ich auch im April im Sendungsformat "Zwischentöne" im Deutschlandfunk gesprochen.
Zu mir kannst du dich auf meiner Internetseite informieren und auch jederzeit direkt mit mir in Kontakt treten.
Ich danke euch sehr, sehr herzlich! ✊
