Lernanliegen: Gemeinschaft und Reflexion

Hey, Ahoi und Moin Moin !!!
Und damit herzlich willkommen auf meiner Crowdfunding-Plattform :--)


Krass, oder? Hier geht´s ehrlich gesagt um sehr tote Themen. Es geht um finanzielle Unterstützung und dann noch im Internet. Umso beeindruckter bin ich, dass auch du den Weg hierher gefunden hast! Das Ding ist halt, dass ich und wahrscheinlich auch du abhängig von Geld und Internet bin. Ich bin auf diese Dinge angewiesen um schlichtweg zu leben, ohne ist es zumindest immer wieder ein Krampf wie ich feststellen durfte. Aber HEY, genau dafür brenne ich, fürs Leben! Wahrscheinlich haben wir uns auch genau in solchen Momenten kennengelernt, da draußen im echten Leben. Ob beim trampen, auf der Straße, im Aktivismus, in der Kindheit und Jugend, beim gemeinsamen reisen; backen; bauen; tanzen; weinen oder von Geburt an als Verwandte!

Danke, dass wir uns kennengelernt haben!

Ich möchte die Seite zur besseren Übersichtlichkeit in folgenden Punkte strukturieren: 
0. Einleitung
1. Wo komme ich her? - Wo will ich hin? - Kleiner Steckbrief, wer ich bin...
2. Was ist der Lernpfad? bzw. die Pfade zur Wildgestaltung? - Wofür ist das Geld gedacht
3. Teilen ist super, Klasse, der Knaller! Teilen verändert die Welt! Wenn alle mitgestalten, dann brauchen wir überhaupt kein Geld... - Transparenz über die Finanzen
4. Nachwort - Kontakt, andere Crowdfunding-Kampagnen und was ich noch loswerden möchte

Kleiner Tipp vorweg:
Wenn du v.a. daran interessiert bist, wofür ich das Geld sammele, kann ich dir empfehlen nur 2. und 3. bzw. unter 4. den Balancepunkt zu lesen, dass wäre die sehr gekürzte Fassung!
 
1.       Wo komme ich gerade her? Wo will ich als nächstes hin? 

Ich komme aus einer turbulent grenzüberschreitenden, emotional sehr prägenden Zeit. Natürlich gibt’s davon einige Phasen im Leben. Das letzte Jahr jedoch, war in dieser Form dazu aber auch noch einzigartig, schockierend wie beflügelnd gleichzeitig und sehr fordernd.

Ich habe gegen Ende März 2021 meine Bäckerlehre abgebrochen und meinen Traum von einer eigenen Bäckerei erstmal tiefgefroren. Nach ein paar Wochen der Neuorientierung habe ich mich ab Ende Mai mit voller Brust von Entschlossenheit und mit jeder Faser und Zelle meines Körpers und Geists aktivistischen Gruppen angeschlossen, welche Klimagerechtigkeit SOFORT! auf ganz unterschiedliche Weise fordern. 
Das war ne heftig krasse Zeit. Ich bin dafür nach Berlin gezogen und auf der Treppe des Möglichen im zivilen Ungehorsam immer höher geklettert. Alles begann mit einer einfachen Sitzblockade, ging über in Organisation in Gruppen und nebenbei Aktionen wie die Blockade der beiden größten Schweizer Banken Credit Suisse und UBS Anfang August, wofür ich die Nacht in einer Gefängniszelle verbrachte und abschließend das bisher größte Projekt meines Lebens, wo ich die Mitverantwortung in der Gründung übernahm, der Hungerstreik!

Mit insgesamt sechs Mit-Streikenden hatten wir ein Camp im Regierungsviertel und sind fast täglich vor den Bundestag gezogen um dort in Form einer Mahnwache präsent zu sein. Ich habe nach 23 Tagen den Streik für mich beendet, wobei hingegen Henning & Lea mit dem trockenen Hungerstreik das öffentliche Gespräch mit Olaf Scholz bewirkten und den "Aufstand der letzten Generation"  ins Leben riefen. Wenn ihr mehr über den Hungerstreik wissen wollt ruft mich an oder recherchiert dazu im Internet!

Ich habe mich aus den aktivistischen Gruppen zurückgezogen und bin neben dem alltäglichen Widerstand gegen das politische Weiter So! des Kapitalismus nicht mehr in der Öffentlichkeit aktiv gewesen. Nichtsdestotrotz bin ich im regen Austausch mit den vielen vielen Menschen, welche letztes Jahr mit mir in Kontakt kamen. Mit diesem Netzwerk bin ich weiterhin in großer Verbundenheit und verändere die Wahrnehmung von Menschen, wenn es z.B. um das bewusste Zerstören von Ökosystemen, das damit verbundene Artensterben bzw. die Gefährdung überlebenswichtiger Ressourcen für uns Menschen wie: Wasser, Essen und saubere Luft oder die von uns Menschen aufgeheizte Klimakrise geht.

So wie wir im letzten Sommer Widerstand auf die Straße gebracht haben möchte ich es nicht mehr machen. Viele Freund*innen und auch ich sind dabei vollkommen ausgebrannt und wir haben über unseren Grenzen gelebt. Wenig Schlaf, keine Pausen, viel Stress, viel PC-Arbeit, Auseinandersetzung mit vielen Ängsten und emotional belastenden Situationen u.v.m.

Die Erholungsphase vom Vollzeit-Aktivismus dauert bis heute, den 16.05.2022 an und wird darüber hinaus gehen. Die Erfahrungen werden sich in meiner Persönlichkeit festsetzen! Nach dem letztes Jahr hat sich mein Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit, welches schon so lange da ist als das Stärkste herausgeschält.

Deshalb habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen die vergangene Zeit zu reflektieren und Erlebtes aufzuarbeiten. Ich möchte mich mehr um mich kümmern und meine Stärken und Erfahrungen kombinieren. Wie wäre es z.B. mit Aktivismus und Backen? Viele Gruppendynamiken waren sehr traumatisierend, weshalb mir das Thema Gemeinschaft gerade besonders am Herzen liegt. Darüber will ich mehr lernen und verstehen.

Fragestellungen wie: Wer bin Ich in dem Wir? Was braucht es für ein Zusammenleben, wo die Bedürfnisse klar kommuniziert werden und sich alle miteinbezogen fühlen? Wie gründen wir eine Gemeinschaft?

Ich habe festgestellt, dass ich nicht mehr alleine an etwas glauben möchte, wie die Eröffnung einer eigenen Bäckerei, sondern möchte Beispiele wie diese in Zukunft gemeinsam als Gruppe erleben. Ich glaube fest daran, dass wir ein kollektives Trauma in unserer Gesellschaft haben, was Gruppen und Gemeinschaften angeht. Na klar, ist das eine Riesenherausforderung! Gleichzeitig denke ich auch, dass Gemeinschaften die wahrscheinlich resilienteste Struktur sind um in Krisen handlungsfähig zu bleiben und dort wieder Kraft schöpfen zu können.

Übrigens bin ich auch dabei den Traum von einer eigenen Bäckerei langsam wieder aufzutauen. Zwar komplett neu und etwas anders. So habe ich u.a. vor kurzem ein Work-Camp zum Lehmbackofen-Bau mitgemacht!

Ich war deshalb sehr dankbar, als ich über eine Freundin von dem alternativen Bildungskonzept der „Pfade zur Wildgestaltung“ erfuhr.

2.       Was ist der Lernpfad bzw. die Pfade zur Wildgestaltung ?

Die „Pfade zur Wildgestaltung“  sind eine von vielen Möglichkeiten, die es neben Weiterbildungen wie einem Studium oder einer Ausbildung gibt. Das Wort Wildgestaltung setzt sich aus den beiden Kernelementen Permakultur und Wildnispädagogik zusammen. Es gibt insgesamt 12 verschiedene Fortbildungs-Pfade, wovon ich dieses Jahr den Lernpfad durchwandere. Die verschiedenen Pfade sind miteinander verbunden und die Modulinhalte sind auch immer nach der gleichen Struktur aufgebaut. D.h. sobald ich den Lernpfad hinter mir habe, schalte ich den Lehrpfad frei. Ob ich den Lehrpfad dann auch gehe weiß ich jetzt noch nicht und ist meine freie Entscheidung.

Der Lernpfad selbst ist aus zwölf Modulen einem selbstorganisierten Nachtreffen und dem Wilden-Humus-Festival aufgebaut. Unser Humus-Festival werden wir nächstes Jahr veranstalten und dieses Jahr auf das Festival vom vorherigen Lernpfad besuchen.

Die Themenschwerpunkte sind: Soziokratie, Altes Handwerk, Aktivismus, Tiefenökologie, Alternative Ökonomien, Permakultur und Wildnispädagogik.

Der Kurs ist für 24 Teilnehmer*innen ausgelegt. Wir sind dieses Jahr 20 Menschen, verstreut aus ganz Deutschland. Der Kurs ist recht inklusiv gestaltet, da auch Kinder und Haustiere mit zu den unterschiedlichen Modulen kommen.

Was mir noch wichtig ist zu sagen, dass wir uns für die Modulinhalte viel Zeit nehmen. Wir verbringen mehr als ein Viertel des Jahres zusammen und auf den Modulen gibt es auch immer Räume für mich selbst. Denn erst durch gute Selbstkoordination kann das Lernen in Gemeinschaft flüssig fließen :--)

Die Internetseite klärt wahrscheinlich auch nochmal viele deiner Fragen, die ist nämlich megagut: https://wildgestaltung.de/lernpfad-2022/

Hier ein Gruppenbild vom Lernpfad:

3.       Teilen ist super, klasse, der Knaller! Teilen verändert die Welt! Wenn alle mitgestalten, dann brauchen wir überhaupt kein Geld...

Wie kommen jetzt bloß die 3700€ zusammen?

Der Lernpfad kostet mich als Grundgebühr 1600€. Das Finanzierungskonzept verläuft solidarisch, d.h. weil eine Person mehr zahlt, komme ich überhaupt erst in die Lage weniger zahlen zu müssen. Die Grundgebühr liegt sonst bei 2200€.

Dann ist es so, dass ich absolut wenig bis gar kein bis gelegentlich verschuldetes Geld habe. D.h., ich bekomme kein regelmäßiges Einkommen und finanziere mich derzeit nur über Spenden. Das was von der Gesellschaft als Arbeit definiert wird mache ich ehrenamtlich und aus Überzeugung heraus, wie z.B. die vielen Aktionen im Rahmen des „Klima-Aktivismus“ im Jahr 2021.

Ich selber verbrauche nicht viel Geld, da ich momentan keinen festen Wohnsitz habe, sondern immer irgendwo unterkomme.

Als Kosten fallen für mich dennoch die An- und Abfahrtskosten pro Modul an, was ich als 50€ x 2 x 14 = 700€ gerechnet habe.

Und pro Modul kommen noch die zwei Köch*innen dazu, welche wir bezahlen, dass sind ca. 100€ x 14 = 1400€

Lebensmittelkosten haben wir keine bis sehr wenig, da wir die Lebensmittel entweder über Foodsharing beziehen oder weggeschmissene Lebensmittel retten.

So kommen die 3700€ also insgesamt zustande: 1600€ + 700€ + 1400€

4.       Nachwort

Ich möchte sehr gerne noch allgemein etwas zum Thema Crowdfunding bzw. Spenden loswerden! Dies hier ist meine erste Crowdfunding-Kampagne und es hat mir sehr viel Überwindung gekostet sie zu erstellen. Morgen (17.05.22) beginnt schon das dritte Modul. Ich habs also ganz schön herausgezögert…Ich finde Geld ein sehr schwieriges Thema und bekomme immer öfter zu spüren, wie stark ich darauf angewiesen bin, denn ohne Geld ist vieles und v.a. die Entscheidungsfreiheit krass eingeschränkt.

Auch ich habe noch Verfahren aus dem vergangen Jahr auf Grund von zivilem Widerstand (also der bewussten Entscheidung ein Gesetz zu brechen um das Unrecht sichtbarer zu machen) am laufen.

Außerdem ist das für mich gerade auch ein Lernanliegen mein Verhalten zu Geld aufzuarbeiten. Ich kann mich z.B. überhaupt nicht damit identifizieren, deshalb habe ich meistens auch nicht so viel Energie etwas zu tun um Geld zu bekommen. Als viel angenehmer empfinde ich da die Kultur des Teilens, von meist Immatriellem, wo Fähigkeiten, Wissen, Ressourcen etc. geteilt werden und damit einhergehend auch der verbundenen Wertschätzung des Teilens Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Ich lade dich herzlich ein über deinen Balancepunkt nachzudenken. Dein Minimum ist deine Existenzgefährdung und dein Maximum ist das was du zu geben bereit bist, ohne, dass du davon etwas spürst. Und dein Balancepunkt liegt genau dazwischen und dazu lade ich dich herzlich ein das als Spende dazulassen! Ich freue mich da wirklich über alle Beiträge, auch wenn es dir noch so wenig erscheint!

Ich z.B. lebe sehr nah an meiner Existenzgrenze, deshalb kann ich es mir oft nicht leisten Spenden zu geben, sondern bin auf Spenden angewiesen…

Tausend Dank an Dich übrigens, dass du bis hierher gefolgt bist. Ich hoffe du konntest mit dem Text ein bisschen was anfangen :--)

Für alles Weitere, was jetzt den Rahmen sprengen würde, wobei ich dies wahrscheinlich schon passiert ist, lasse ich gerne meine Kontaktdaten da! 
Schreib mir gerne eine Mail an privat-r@web.de oder eine SMS oder einen Anruf an 0174/8765677.

Ich lade euch hiermit herzlichst ein meine Kampagne weit zu streuen! https://www.gofundme.com/f/Lernanliegen-Gemeinschaft?qid=2bcbd4c37f589b17fc22d954c2c1cd7e 

Um mal einige Sachen zu nennen, welche ich nämlich kann, wo ich mein Leben lang aber auch noch am Lernen sein werde: Brot backen, Fasten-Beratung und Vögel beobachten!

Darüber können wir voll gerne in den Austausch kommen oder uns als Menschen auch mal begegnen. Ich halte es ehrlich gesagt nicht für realistisch, dass ich regelmäßig einen Newsletter aufrecht erhalten kann. Meldet euch aber gerne bei mir, falls ihr in Verbindung bleiben wollt. Ich nehme mir vor am Ende des Jahres einen Bericht darüber zu verfassen...

Weitere Crowdfunding-Kampagnen von zwei befreundeten Aktivisten:

Flo: https://www.betterplace.me/aktivismus-als-berufung40 
Henning: https://www.gofundme.com/f/hilf-henning-beim-klimaaufsstand?member=17252003&sharetype=teams&utm_campaign=p_na+share-sheet&utm_medium=copy_link&utm_source=customer 

Weitere Crowdfunding-Kampagnen von Mit-Lernlingen des Lernpfads:

Nina: https://www.gofundme.com/f/familie-auf-dem-lernpfad-der-wildgestalltung?qid=d691b48feb4f02d11bd4cde75c16be13
Maja: https://www.gofundme.com/f/majas-pfad-zur-wildgestalterin?qid=658d9cf5cfe291c88c809ec32f6b0987 
Jakob: https://www.gofundme.com/f/jakobs-weg-zum-wildgestalter?qid=65452f9420c5f3b076be6efa4421d9a1 
Nora: https://www.gofundme.com/f/nora-auf-wilden-wegen-des-lernens?qid=9cf8d922336104f15ac45181852384c7 
Filip: https://www.gofundme.com/f/filips-lernpfad-zum-wildgestalter 
Robert: https://www.gofundme.com/f/robert-geht-auf-den-lernpfad-auf-den-was?qid=20cc24230fd23f6a5e9089133efcfd29 
Angela: https://www.gofundme.com/f/wirkungskraft-schpfen-zukunft-gestalten?qid=67db1c1429cd2246c2f8373fc88351f2 
Ferdi: https://www.gofundme.com/f/rafngu-lernpfad-zur-wildgestaltung?qid=fe91c281a627c701d2dcdbd57094da3e 
Lara: https://www.gofundme.com/f/eine-vision-vom-teilen-a-vision-of-sharing?qid=990970676542955b887ce1ffebcd37d7 
Ramòn: https://www.gofundme.com/f/ramon-auf-dem-pfad-der-wildgestaltung?qid=06f64980c53e2f1f5d68bdd983e8f029

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