8 Wochen Ehe. 25 Tage Kampf. Jetzt ist sie Witwe

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Hilfe für meine Freundin und ihre Kinder nach einem unvorstellbaren Verlust der uns alle sprachlos macht

Ich schreibe diesen Aufruf für meine Freundin, weil sie selbst gerade nicht die Kraft hat, ihre Geschichte zu erzählen und um Hilfe zu bitten.

Nadine ist 37 Jahre alt.

Vor gerade einmal acht Wochen hat sie den Mann geheiratet, den sie schon einmal vor 20 Jahren geliebt hatte.

Ihre Jugendliebe.

Nach zwei Jahrzehnten, in denen beide ihr eigenes Leben geführt hatten, fanden sie wieder zueinander. Und es war, als hätte die Zeit ihrer Liebe nichts anhaben können.
Sie fanden sich wieder, verliebten sich erneut und beschlossen, ihr Leben miteinander zu verbringen.

Am 26. Juni 2026 heirateten sie.
Für Nadine und Karl ging ein Traum in Erfüllung und wir durften alle Teil dieses wundervollen Tages sein.

Sie hatten viele Pläne. Hoffnungen. Eine gemeinsame Zukunft, die gerade erst begonnen hatte.
Niemand konnte ahnen, dass ihnen nur wenige Wochen bleiben würden.

Mittwoch der 29. Juli 2026

Am Morgen verabschiedeten sie sich wie immer.
Er gab ihr wie immer einen Kuss während sie noch schlief mit den Worten:
„Ich liebe dich.“
Ein ganz normaler Abschied wie jeden Tag zwischen zwei Menschen, die davon ausgehen, sich später wiederzusehen.

Doch dieser Morgen war der letzte.

Am 29. Juli hatte ihr Mann gegen 10.15 Uhr einen schweren Arbeitsunfall in Graz. Ca.330 km von der Heimat entfernt. Er stürzte aus etwa vier Metern Höhe und erlitt dabei ein massives Schädel-Hirn-Trauma.

Von diesem Moment an begann ein 25 Tage langer Kampf um sein Leben.

25 Tage voller Angst, Hoffnung, Tränen und unzähligen Momenten, in denen niemand wusste, was der nächste Tag bringen würde.

Er wurde auf der Intensivstation behandelt, künstlich beatmet und tief sediert. Sein Zustand war dauerhaft lebensbedrohlich. Zu dem hohen Hirndruck kamen schwere Infektionen hinzu.

Nadine hat die Hoffnung nie aufgegeben. Da sie selbst an der unheilbaren Krankheit Multipler Sklerose leidet war es für sie selbstverständlich für ihren Mann da zu sein wenn er mit Einschränkungen aufwacht. Der Rollstuhl oder eventuelle Einschränkungen haben sie dabei nicht abgeschreckt. "Mein Mann hat mir nach meinen Schüben auch geholfen wieder normal laufen zu lernen und hatte immer viel Geduld mit mir als ich keine mehr hatte"

Immer wieder gab es kleine Zeichen (Strohhalme) an denen sie und wir uns festgehalten haben.

Ein stabilerer Hirndruck.

Nach einer Woche die Reaktion seiner Pupillen.

Immer wieder ein kleiner Fortschritt.

Wir haben jeden Tag gehofft, dass er irgendwann wieder zu seiner Familie zurückkommt.

Die Ärzte und das gesamte Intensivteam im LKH Graz haben um ihn gekämpft.

Und meine Freundin war von Tag 1 in Graz bei ihm. Dort mietete sie sich in verschiedene AirBnb Wohnungen die durch die Sommerferien einen hohen Preis hatten.

Nach 18 Tagen wurde er von der Neurochirurgischen Intensivstation auf die Internistische Intensivstation verlegt da er vom Schädel-Hirn-Trauma als "austherapiert" galt. Die benötigten Untersuchungen bezüglich der bleibenden Hirnschäden konnten zu diesem Zeitpunkt nicht gemacht werden weil
eine Blutvergiftung im Vordergrund stand und die Nieren versagt haben.
Selbst der Gedanke an eine lebenslange Dialyse war für Nadine und die Kinder kein Grund die Hoffnung aufzugeben.
5 Tage später liefen die Medikamente und die Beatmung auf Maximum weil sein Körper keine Kraft mehr hatte und der Stoffwechsel zusammen gebrochen ist.

Nach 25 Tagen musste ihr Mann diesen Kampf aufgeben.

Der 23. August 2026

Dieser Tag macht seinen Tod für meine Freundin noch schmerzhafter.

Der 23. war ihr besonderer Tag.

Jeden Monat gratulierte ihr Mann ihr zum Monatstag und wünschte ihr alles Gute.

Am 23. August 2026 – genau an ihrem Monatstag – ist er gestorben.

Nadine und ihr Sohn Marvin war bei ihm.

In dem Moment in dem er gestorben ist hat sie ihn geküsst und sie hat ihm gesagt:

„Ich liebe dich über alles. Du warst so tapfer ich bin so stolz auf dich.“

Die Schwester kam nach 2 Minuten ins Zimmer und meinte er ist soeben von uns gegangen.
Nach 25 Tagen Kampf musste sie ihn schließlich loslassen.

Jetzt ist sie plötzlich alleine mit Ihren beiden Kindern und einem riesen Loch.
Mit 37 Jahren ist meine Freundin nach nicht einmal 8 Wochen Ehe plötzlich Witwe.

Für die beiden Kinder ist eine der wichtigsten Personen aus dem Leben gerissen worden.

Aufgrund ihrer MS arbeitet sie Teilzeit.

Und nun ist nicht nur ihr geliebter Mann und ihre gemeinsame Zukunft verloren gegangen – mit seinem Tod ist auch ein wichtiger Teil der finanziellen Sicherheit ihrer Familie weggefallen.

Während sie eigentlich Zeit zum Trauern bräuchte, muss sie sich nun gleichzeitig mit Bestattungskosten, Überführungskosten, laufenden Rechnungen, angefallene Rechnungen für die Unterkunft der letzten Wochen, und der Frage beschäftigen, wie sie die nächste Zeit finanziell bewältigen soll.

Deshalb bitten wir heute um Hilfe.

Es fällt ihr unglaublich schwer, Unterstützung anzunehmen. Aber manchmal gibt es im Leben Situationen, in denen man nicht alles alleine schaffen kann.

Wir möchten ihr und ihren Kindern ein wenig Sicherheit geben.

Die Spenden sollen helfen, die Kosten der Beerdigung und die laufenden finanziellen Belastungen aufzufangen und ihr etwas Zeit und Luft zu geben, um überhaupt zu begreifen, was passiert ist und ihr Leben neu zu ordnen.
Durch die vorhergegangene Hochzeit ist das Ersparte leider aufgebraucht.

Jeder noch so kleine Betrag hilft.

Und wer nicht spenden kann, kann vielleicht einfach diese Geschichte teilen.

Denn manchmal kann auch ein Teilen genau das sein, was eine Familie erreicht, die helfen möchte.

Mehr als diese Liebe die Nadine ihrem Karl gegeben hat kann man einem Menschen nicht mitgeben.

Jetzt braucht sie selbst Menschen, die ihr ein Stück Halt geben.

Bitte helft ihr und ihren Kindern, diese ersten schweren Schritte ohne ihn gehen zu können.

Danke von Herzen für jede Unterstützung, für jedes Teilen und für jeden Menschen, der an sie denkt.

❤️

Deine Freundin
Sabrina
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Nadine Stephan
Organizer
Simbach am Inn
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Sabrina Castner
Co-organizer

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