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Moin und schön, dass Du hergefunden hast!
Worum geht es? Um nicht weniger als die Hoffnung auf ein Leben. Aber zum Anfang:
Bis November 2021 war meine Welt noch ziemlich in Ordnung. Dann kam die Diagnose: Krebs im vierten Stadium. Nachdem ich das Weihnachtsfest nur knapp überlebt habe und die Therapie zum Glück anschlug, ging es aufwärts. Dann kam die Prognose: Heilbar ist der Krebs in diesem Stadium nicht mehr und da es ein seltener Krebs ist wird es auch in absehbarer Zeit keine neuen Therapieansätze geben. Insgesamt sind es eher Monate als Jahre, die noch bleiben werden.
Nachdem mir das eröffnet wurde und man mir sagte, dass man bis auf wenige Erhaltungs-Chemotherapien nichts mehr für mich tun kann, gab es ein riesen Gewusel in meinem Kopf. Mit einem Schlag war meine Zukunft weg. Die Gedanken kreisten: Ich werde nie Heiraten, nie Mutter werden und meine Kinder in ihr Leben begleiten dürfen, nie weiter in meinem Traum-Beruf arbeiten und nie den Hof so entwickeln können, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich werde mich von allen, die ich liebe verabschieden müssen. Ich werde nicht auf den Hochzeiten meiner Freunde tanzen, nicht die Zukunft meiner Freunde und meiner Familie begleiten.
Krebs zu haben und Therapien durchzumachen ist nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist es, keine Zukunft zu haben. Ich möchte nicht leben, um nicht zu sterben. Ich möchte Leben, weil ich das Leben liebe und die Zukunft mir alles gibt.
Diese Zukunft ist zwar noch ungewiss, aber es gibt Möglichkeiten. Momentan bin ich bei der dritten Chemotherapie angekommen. Das bedeutet, dass es auf schulmedizinischer Linie langsam dem Ende zugeht. Doch: Abseits der Schulmedizin gibt noch viel mehr, was man tun kann. Und es gibt auch Menschen, die es geschafft haben, dem vermeintlich unausweichlichen Schicksal zu entkommen. Diese Geschichten geben mir Hoffnung - Hoffnung auf eine Zukunft.
Seitdem einem knappen Jahr beschäftige ich mich damit, den „richtigen“ Weg für mich zu finden. Neben Sport, Meditation, gesunder Ernährung und der gezielten Einnahme von Supplementen würde ich gerne noch andere Therapie-Ansätze, die Erfolgsversprechend sind (und für die es Evidenzen gibt) in Anspruch nehmen. Leider werden diese Therapien oft nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Die Therapien und Supplemente sowie Gesundheitskurse (z.B. Qui-Gong) kosten Geld und da ich innerhalb des letzten Jahres mein Erspartes aufgebraucht habe würde ich mich über finanzielle Unterstützung in Form einer Spende freuen. Das würde mir eine große Last von meinen Schultern nehmen und ich könnte mich ohne Sorgen ganz auf meine Heilung konzentrieren.
Mein langfristiges Ziel ist es für mindestens die nächsten 40 Jahre zu Leben und meine Erfahrungen an Betroffenen und auch Angehörigen weiterzugeben. Mein größter Traum ist es, die oben genannten Zukunfts-Visionen erleben zu dürfen und es wieder in ein „normales“, unabhängiges Leben zu schaffen. Das ist das Wichtigste: Der Glaube an die Zukunft. An viele schöne Momente, die noch kommen werden.
Bis zur Rückkehr zu diesem „normalen“ Leben wird es noch ein wenig dauern – Heilung benötigt Zeit. Ich möchte mich schon jetzt bei jedem Bedanken, der mich unterstützt. Ich hoffe, ich werde dieses große Geschenk irgendwann zurückgeben können. Es lässt sich nicht in Worte fassen, was es bedeutet, wenn man (egal in welcher Weise) von anderen Menschen aufgefangen wird. Es gibt mir unglaublich viel Kraft.
Auf Instagram und Facebook habe ich Anfang des Jahres eine Seite erstellt, auf der man meinen Weg und meine bisherigen Erfahrungen verfolgen kann. Die Seite heißt: Hoffnung Heilt (auf Facebook und hoffnungheilt auf Instagram).
Nun bleibt mir nicht mehr viel zu sagen als: Vielen Dank, bleib gesund und auf das Dir Dein Leben alles gibt, was Du Dir wünschst.
Beke

