11 Jahre chronische Borreliose – Hilf Jessica

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11 Jahre chronische Borreliose – Hilf Jessica

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*English version below“

-Meine Geschichte
Ich bin Jessica, 32 Jahre alt und seit 11 Jahren chronisch an Borreliose erkrankt. Ich war eine sehr sportliche und junge Frau mit 21 Jahren, bis sich nach Juni 2014 durch einen Insektenbiss/stich mein Leben komplett veränderte. Ich lebte, aber mehr schlecht als recht, war mehrfach jahrelang arbeitsunfähig und wurde erst 8 Jahre nach Infektion mit Borreliose im Spätstadium diagnostiziert. In diesen 8 Jahren waren meine überwiegenden Erfahrungen mit Ärzt/innen der Schulmedizin und unserem Gesundheitssystem furchtbar. Mir wurde nicht geholfen und ich kämpfte alleine mit zahlreichen Symptomen, die immer stärker und alltagseinschränkender wurden. Ich fühlte mich hoffnungslos, ohnmächtig und erschöpft, musste mich verschulden und war/bin von sozialer Armut betroffen, da ich auch meine Arbeitsfähigkeit verloren hatte, aber ich wollte mich und die Hoffnung auf Heilung nicht aufgeben. Seit der Diagnose 2022 und der damit möglichen erregerspezifischen Behandlung geht es in kleinen Schritten voran. Ich verfüge aber noch heute nur über eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität, sodass ich nun dringend eure finanzielle Unterstützung benötige, damit ich weiter gesund werden kann.

Folgende chronische Symptome entwickelten sich und machen einen altersgemäßen Alltag bis heute unmöglich:

*chronische Ganzkörperschmerzen (Muskeln, Bänder, Sehnen)

*chronische Nerven- & Kopfschmerzen

*wiederkehrende Entzündungen in Gelenken und Bändern, Schwellungen

*erhöhte Druck- und Schmerzempfindlichkeit und Missempfindungen am ganzen Körper

*chronische Erschöpfung und Müdigkeit, mittlerweile kürzere Erholungsphasen von Anstrengungen

*sehr anfälliges Immunsystem

*permanente niedrige Körpergrundtemperatur

*unerholsamer Schlaf bei hohem Schlafbedürfnis (mehr als 9 Std./Nacht)

*permanent eingeklemmte Nerven (letztendlich bis zu Bandscheibenvorfall)

*Temperaturdifferenz zwischen beiden Beinen bis zu 6 ° Celsius und grundsätzlich zwischen Ober- und Unterkörper

*Druckgefühl und heiße schwere Beine, v.a. nach Anstrengungen

*Schmerzen beim Sitzen

*vermehrtes Schwitzen über Tag, teils auch starker Nachtschweiß

* Tinnitus

* Brainfog, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten

*Mangelversorgung, Reizdarmsymptomatik mit zahlreichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten

*Innere Unruhe, sodass entspannen sehr schwerfällt (Gefühl immer unter Strom zu sein, obwohl man extrem erschöpft und müde ist)

*gestresst fühlen direkt nach dem Aufstehen, stundenlanges Erholen von Nöten, bis ich in den Tag starten kann (=> falle aus dem gesellschaftlichen Tages- & Berufsrhythmus heraus)

*ausgeprägte Medikamentenunverträglichkeiten, mit teils starken Nebenwirkungen (Gentestung ist angedacht)

*hohe Geräuschempfindlichkeit

*schnelle Überreizung, teilweise mit Panikattacken, Depersonalisationserleben (vorher nie gehabt)

*hormonelle Störungen

-Was war passiert?
Im Sommer 2014 biss mich ein Insekt unbemerkt in den Oberschenkel. Kurze Zeit später bekam ich starke Grippesymptome und entdeckte mit großem Schrecken eine große Verfärbung am Oberschenkel. In der Notaufnahme wurde ich ohne Untersuchung und Behandlung nach Hause geschickt, ein großer Fehler, wie sich Jahre später herausstellte. Diese Symptome klangen in den ersten Wochen ab und ich vergaß diesen Biss zunächst. Aber relativ rasch wunderte ich mich, dass ich tagelang plötzlich starken Muskelkater nach meinen bekannten Sporteinheiten hatte, dass ich jeden Morgen nach dem Nachtschlaf starke Verspannungen und Ganzkörper- und Kopfschmerzen hatte, dass ich mich abgeschlagen und permanent krank fühlte (s.Symptomliste) – dies wurde zu meinem täglichen Begleiter. Ich war biologisch zwar 21 Jahre alt, aber körperlich fühlte ich mich innerhalb von Monaten um Jahrzehnte gealtert. Aber was war passiert? Ich konnte es mir nicht erklären. Es sollte 8 Jahre dauern, bis ich die Diagnose chronische Borreliose im Spätstadium und damit eine Erklärung erhalten sollte.
Ich suchte verschiedene Fachärzte über die Jahre auf, denn immer mehr Symptome kamen dazu. Ich bekam keine hilfreiche Behandlung und lebte mit den Symptomen, bis mein Körper erstmals im September 2017 zusammen brach. Nach einer Sporteinheit schwoll mein rechtes Knie stark an und war bis zum Fuß eiskalt, es ergab sich in der Notaufnahme eine Temperaturdifferenz von bis zu 6 ° C zwischen rechtem und linkem Bein. Der Verdacht auf Thrombose und später auf einen Arterienverschluss erhärteten sich nicht. Fortan konnte ich monatelang nicht mehr laufen, hatte starke Schmerzen und war ständig erschöpft und grippekrank.

Eine Odyssee nahm seinen Lauf. MRTs, Blutentnahmen, ich sammelte Diagnosen und schluckte über die Jahre eine Menge an verschiedenen verordneten Medikamenten als Behandlungsversuche der Schulmediziner (u.a. Antidepressiva, Cortison, Rheumamittel, Mengen an Schmerzmitteln, Neuroleptika), da meine Symptome immer stärker und allumfassender mit den Jahren wurden. Dazu gesellten sich Physio- und Ergotherapie, irgendwann dann auch Psychotherapie, weil die Ursache meiner Symptome laut Ärzten nicht gefunden werden konnte und sie es somit auf die Psyche schoben. Man fand zwar mehrfach in unterschiedlichen Organsystemen (leichte) Veränderungen, aber laut den Ärzten würden diese die Symptome nicht ausreichend erklären. Ich machte das Beste draus. Trotz weiterhin ausgeprägter bestehender Symptome besserten sich einige, ich kämpfte und beendete mein Studium und startete in das Berufsleben.
Dann streikte mein Körper erneut ab April 2020. Es entwickelte sich zusätzlich noch ein chronisches Fatigue-Syndrom (chronische Erschöpfung) und die Schmerzen wurden immer stärker. Ich konnte mich kaum noch selbst versorgen und war auf staatliche Hilfen angewiesen. Daraus resultierten soziale Armut mit existentiellen Ängsten und kräftezehrenden Auseinandersetzungen mit Behörden. Es folgten zahlreiche Arztbesuche und Untersuchungen, Fehldiagnosen und zahlreiche Behandlungsversuche. Ich musste mich für meine Symptome immer wieder rechtfertigen und wurde häufig nicht ernst genommen. Am Ende musste ich meinen vielversprechenden und gut bezahlten Job im Gesundheitswesen aufgeben und meine Situation wurde immer auswegsloser...

-Die Rettung – die Diagnose:
Im Oktober 2022 bekam ich dann nach 8 Jahren leidvoller Odyssee und zahlreichen Symptomen endlich die Diagnose: chronische Borreliose im Spätstadium.
Die gesamte Diagnostik als auch Behandlung musste/muss privat bezahlt werden trotz Indikation und Befunden, die 2022 durch meinen Privatarzt, ehemals Kassenarzt, in die Wege geleitet wurden (bereits knapp 20.000€ Schulden)

-Status Quo:
Ich bekam endlich eine hilfreiche Behandlung, sodass ich aktuell in Teilzeit wieder arbeiten, verdiene aber zu wenig, um mir meine Behandlungskosten weiterhin zu finanzieren. Eine mehrwöchige Antibiose als Standardbehandlung und damit Kassenleistung half nicht. Die für mich wirksamen Behandlungen werden leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, haben mir aber bislang endlich wieder ein wenig Lebensqualität zurückgegeben.
Ich habe jahrelang gekämpft und gelitten und bin immer noch weit von einem gesunden und altersentsprechenden Leben entfernt. Ich habe viel unbeschwerte Zeit verloren, bin aber dankbar für all das, was schon wieder besser ist. Inzwischen habe ich mich ins Berufsleben zurückgekämpft, doch der Genesungsprozess ist gekennzeichnet von Auf und Abs. Ich habe mich durch die Erkrankung und meine fehlende Arbeitskraft verschuldet , habe Jahre des Verdienstes und der Möglichkeiten der Rücklagen verpasst, lebe am Existenzminimum und kann immer noch nicht unabhängig mein Leben finanzieren. Nun können die Behandlungs- und Diagnostikkosten nicht mehr gedeckt werden und ich traue mich nun, öffentlich um Hilfe zu bitten.

Jede Geldspende hilft mir, meine Behandlung monatlich fortzuführen, um hoffnungsvoll irgendwann mich mit meiner eigenen Arbeitskraft wieder selbst versorgen zu können. Ich würde mir so sehr wünschen, die Behandlung weiterführen zu können, weil ich Angst habe, dass sich sonst mein Gesundheitszustand wieder verschlechtert.

- Spendenziel:
Ich benötige für das Jahr 2026 ca. 5000 € für Behandlung und Kontrolldiagnostik:
- Ca. 4000 € Behandlungskosten für erregerspezifische Medizin
- Ca. 1000 € Kontrolldiagnostik (z.B. Erregernachweise)
- Es sind zusätzlich bereits Schulden von knapp 20.000€ für die bisherige Behandlung angefallen.

Ich hoffe, dass ich bald anteilig, am Liebsten natürlich unabhängig von Hilfen, in der Lage sein werde, eine möglicherweise notwendige fortbestehende Behandlung eigenständig finanzieren zu können. Aber wie bei allen chronischen Erkrankungen ist eine verlässliche Planung schwierig und der Heilungsprozess fortwährend von Ups and Downs begleitet. Alle weiteren Spenden nehmen mir aber natürlich deutlich den Druck und können mir helfen, meine hohe Schuldenlast zu reduzieren. Das Wissen darum und die anstehenden Rückzahlungen, die ich aktuell nicht leisten kann, belasten zusätzlich sehr.

Ich liebe meinen Beruf im Gesundheitswesen, ich werde (mehr) gebraucht als ich aktuell arbeiten kann und würde so gerne auch zusätzlich anderen Erkrankten bei Borreliose und Co-Infektionen irgendwann mal helfen wollen (ganzheitliche Beratung), denn ich bin nicht allein, es gibt so viele wie mich. Es braucht leider im Durchschnitt mehrere Jahre (ich las 8 Jahre) bis eine Borreliose entdeckt wird. Oft zu spät, um vermeiden zu können, dass man Folgeschäden davon trägt und in eine existentielle Schieflage gerät. Leider wird man mit chronischer Borreliose sehr alleine gelassen und muss sich oft selbst zur Genesung verhelfen.

Über jede Spende, aber auch durch das Teilen meines Aufrufs bin ich euch sehr dankbar,

Eure Jessica Meier.


-My Story
I'm Jessica, 32 years old and have been chronically ill with Lyme disease for 11 years. I was a very sporty and young woman at the age of 21, until after June 2014 my life changed completely due to an insect bite/sting. I lived, but more badly than right, was unable to work for several years and was only diagnosed 8 years after infection with late-stage Lyme disease. In these 8 years, my overwhelming experience with doctors and our health care system has been terrible. I was not helped and I struggled alone with numerous symptoms that became more and more severe and restrictive of everyday life. I felt hopeless, powerless and exhausted, had/have to go into debt and was affected by social poverty, as I had also lost my ability to work, but I did not want to give up myself and the hope of healing. Since the diagnosis in 2022 and the pathogen-specific treatment, progress has been made in small steps. However, I still have only a limited ability to work and quality of life, so I now urgently need your financial support so that I can continue to recover.

The following chronic symptoms developed and make an age-appropriate everyday life impossible to this day:

*Chronic whole-body pain (muscles, ligaments, tendons)

*Chronic nerve and headaches

*recurring inflammation in joints and ligaments, swelling

*increased sensitivity to pressure and pain and paraesthesia all over the body

*chronic exhaustion and fatigue, meanwhile shorter recovery periods from exertion

*very vulnerable immune system

*permanently low basic body temperature

*unrestful sleep with a high need for sleep (more than 9 hours/night)

*permanently pinched nerves (ultimately up to a herniated disc)

*Temperature difference between both legs up to 6 ° Celsius and basically between upper and lower body

*Feeling of pressure and hot heavy legs, especially after exertion

*Pain when sitting

*increased sweating during the day, sometimes also heavy night sweats

* Tinnitus

* Brainfog, forgetfulness, difficulty finding words, difficulty concentrating

*Deficiencies, irritable bowel symptoms with numerous food intolerances

*Inner restlessness, so that relaxation is very difficult (feeling of always being under pressure, although you are extremely exhausted and tired)

*feeling stressed immediately after getting up, hours of recovery from the need until I can start the day (=> fall out of the social daily and professional rhythm)

*pronounced drug intolerances, sometimes with severe side effects (genetic testing is being considered)

*High noise sensitivity

*rapid overstimulation, sometimes with panic attacks, experience of depersonalization (never had before)

*hormonal disorders

-What happened?
In the summer of 2014, an insect bit me in the thigh unnoticed. A short time later, I got severe flu symptoms and discovered with great horror a large discoloration on my thigh. In the emergency room, I was sent home without any examination or treatment, a big mistake, as it turned out years later. These symptoms subsided in the first few weeks and I forgot about this bite at first. But relatively quickly I was surprised that I suddenly had severe muscle soreness for days after my well-known sports sessions, that I had severe tension and full-body and headaches every morning after sleeping at night, that I felt exhausted and permanently ill (see list of symptoms) – this became my daily companion. I was biologically 21 years old, but physically I felt I had aged decades within months. But what had happened? I couldn't explain it. It tool 8 years before I received the diagnosis of chronic Lyme disease in the late stage and thus an explanation.
I visited various specialists over the years, because more and more symptoms were added. I didn't get any helpful treatment and lived with the symptoms until my body first collapsed in September 2017. After a sports session, my right knee swelled up a lot and was ice-cold up to the foot, there was a temperature difference of up to 6 ° C between the right and left leg in the emergency room. The suspicion of thrombosis and later of arterial occlusion was not substantiated. From then on, I couldn't walk for months, was in severe pain and was constantly exhausted and sick with the flu.
An odyssey took its course. MRIs, blood samples, I collected diagnoses and over the years swallowed a lot of different prescribed medications as treatment attempts by conventional physicians (including antidepressants, cortisone, rheumatism drugs, quantities of painkillers, neuroleptics), as my symptoms became stronger and more all-encompassing over the years. This was joined by physiotherapy and occupational therapy, and at some point also psychotherapy, because the cause of my symptoms could not be found according to the doctors and they therefore blamed it on the psyche. Although (slight) changes were found several times in different organ systems, according to the doctors, these would not adequately explain the symptoms. I made the best out of it and some symptoms became a bit better. Despite still pronounced symptoms, I finished my studies and started my professional life. Then my body went on strike again from April 2020. In addition, a chronic fatigue syndrome (chronic exhaustion) developed and the pain became more and more severe. It was to take almost two years again before I was to be able to work again slightly. I could hardly take care of myself and was dependent on state aid. This resulted in social poverty with existential fears and energy-sapping disputes with authorities. This was followed by numerous visits to the doctor and examinations, misdiagnoses and numerous treatment attempts. I had to justify myself again and again for my symptoms and was often not taken seriously. In the end, I had to give up my promising and well-paid job and my situation become more and more hopeless.

-The rescue – the diagnosis:
In October 2022, after 8 years of painful odyssey and numerous symptoms, I finally got the diagnosis: chronic late-stage Lyme disease. Every diagnostics and treatment needs to be paid privately (debts around 20.000€).

-Status Quo:
I finally got a helpful treatment and my health is increasing step by step. I can currently work part-time again, but I earn too little to continue to finance my treatment costs. Several weeks of antibiotics as standard treatment did not help. Unfortunately, the treatments that are effective for me are not paid for by the statutory health insurance companies, but so far they have finally given me back a little quality of life.
I have struggled and suffered for years and am still far away from a healthy and age-appropriate life. I have lost many years of carefree time, but I am grateful for all that is already better. In the meantime, I work a few hours a week again. I got into debt due to the illness and my lack of work, missed years of earnings and the possibilities of savings, live at the subsistence level and still cannot finance my life independently. Now the treatment and diagnostic costs can no longer be covered and I now dare to ask for help publicly.
Every donation helps me to continue my treatment on a monthly basis so that I can hopefully take care of myself again with my own labor at some point. I would like so much to be able to continue the treatment because I am afraid that otherwise my health will deteriorate again.

- Donation goal:

I need about 5000 € for the year 2026 for treatment and diagnostics:
- Approx. 4000 € treatment costs for pathogen-specific medicine
- Approx. 1000 € control diagnostics (e.g. pathogen detection)
- Moreover there are around 20.000€ debts for past treatment and diagnostics.

Optimistically, I will be able to finance any ongoing treatment that may be necessary in the near future. Unfortunately, however, you can never plan reliably with a chronic illness and the recovery process is subject to permanent ups and downs. Of course, all other donations take the pressure off me and can help me to pay my debts back which is an additional burden for me.

I love my job in healthcare, I am needed (more) than I can currently work and would like to help other patients with Lyme disease and co-infections at some point (holistic advice), because I am not alone, there are many people like me. Unfortunately, it takes several years on average for Lyme disease to be discovered (I read 8 years), often too late to avoid consequential damage and to get into an existential imbalance.

I am grateful from the bottom of my heart for every donation but also for sharing,
Yours, Jessica Meier.

Organizer

Jessica Meier
Organizer
Lübeck, Schleswig-Holstein
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