- B
Innerhalb von nur 10 Minuten wurde das zerstört, was wir uns über 45 Jahre lang für unseren Ruhestand aufgebaut hatten. 100.000€ unserer privaten Altersvorsorge wurden uns durch einen perfiden Betrug hinterhältig gestohlen.
Hinweis zur Bedienung
Unter dem Spendenbetrag findet ihr einen Schieberegler für einen „freiwilligen Beitrag“ an die Plattform. Dieser ist standardmäßig auf 16,5 % eingestellt. Ihr könnt diesen Regler jedoch ganz einfach nach links auf 0 % ziehen, wenn ihr ausschließlich für unsere Altersvorsorge spenden möchtet.
Hintergrund
Mein Name ist Peter Wendel, ich bin 63 Jahre alt. In jungen Jahren habe ich ein Leben als Musiker angestrebt. Als Altersvorsorge habe ich damals zwei Lebensversicherungen abgeschlossen, da ich nie sicher sein konnte, als Musiker tatsächlich richtig erfolgreich zu werden, was sich auch bewahrheitet hat.
Nach ca. 20 Jahren als Musiker begann ich zusätzlich einer geregelten Tätigkeit nachzugehen, welche im Umfang immer stärker anwuchs, aber nicht mehr zu einem ausreichenden Rentenanspruch führen wird.
Meine Frau Nicole ist seit einige Jahren aus gesundheitlichen Gründen Bezieherin einer schmalen Erwerbsminderungsrente.
Tathergang
Am 18.02.2026 um 16:19 Uhr erhielt ich eine SMS. Kurz vor Ende eines stressigen Tages hatte ich mich eigentlich nur noch auf den Feierabend gefreut. Da erschien eine Benachrichtigung im SMS Verlauf mit einem Neo-Broker, bei dem wir unsere gesamte aus den Lebensversicherungen stammende, private Altersvorsorge angelegt haben. Ich erhielt eine Benachrichtigung über eine vermeintlich nicht autorisierte Auszahlungsvormerkung von meinem Konto. Da ich am Morgen erst eine Transaktion vorgenommen hatte, befürchtete ich einen Zusammenhang zwischen dieser und der Nachricht.
Ich tippte auf die in der Nachricht vorgegebene Notfallnummer und es meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter der Bank. Er berichtete, dass eine Zahlung von meinem Konto angefordert wurde und begann sofort Fragen zu stellen:
• Haben Sie online Einkäufe getätigt?
• Waren Sie in ungeschütztem WLAN eingelogged?
• Haben Sie im Ausland Käufe über das Internet getätigt?
Er forderte mich auf, meinen Browserverlauf auf verdächtige Einkäufe zu prüfen. Während ich parallel versuchte, meinen Browserverlauf zu öffnen, stellte er weitere Fragen. Ich kann aus heutiger Sicht nur vermuten, dass dies ein gezielter Versuch war, mich zu überfordern. Und dieser war leider erfolgreich.
Er erklärte mir schließlich, dass ich nun zur „Sicherheitsabteilung“ verbunden würde, um mein Konto vor weiteren Zugriffen zu schützen.
Der zweite Mitarbeiter erklärte mir mit absoluter Bestimmtheit, dass mein Vermögen zur Sicherung sofort auf ein sogenanntes „Treuhandkonto“ übertragen werden müsse. Nur so ließe sich der Zugriff der Hacker stoppen. Als ich zögerte, verwies er mich sogar auf die echte Support-Seite meines Brokers, auf der der Begriff „Treuhandsammelkonto“ erklärt wurde. In der Hektik und unter dem enormen Druck der Situation überflog ich die Seite nur grob. Der Begriff stand tatsächlich dort. Für mich in diesem Moment der Beweis, dass alles seine Richtigkeit hatte.
Selbst als mir ein österreichisches Zielkonto genannt wurde und mein Misstrauen kurz aufflammte, hatten die Betrüger eine Antwort parat: Man arbeite mit zahlreichen ausländischen Banken zusammen, was ich auch auf der Homepage des Unternehmens nachlesen könne. Um meine letzten Zweifel auszuräumen, bot man mir einen Rückruf an. Die Nummer, die mich kurz darauf anrief, unterschied sich nur in der letzten Ziffer von der offiziellen Hotline der Bank. Die Erklärung der Täter klang logisch: Aus Sicherheitsgründen könne man von der Hotlinenummer keine ausgehenden Anrufe tätigen.
In dem Glauben, meine Altersvorsorge vor einem Diebstahl zu retten, überwies ich das Geld schließlich in mehreren Tranchen. Der Mann am Telefon leitete mich durch jeden Schritt, nannte mir die Beträge und versprach, dass ich innerhalb von zwei Stunden eine neue PIN erhalten würde, mit der mein Konto wieder sicher sei.
Erst als das Gespräch beendet war und die Stille einkehrte, kam die Panik. Eine kurze Google-Suche nach „Fake SMS *Name meines Brokers*“ brachte die Gewissheit: Ich war keinem Sicherheits-Protokoll gefolgt, sondern Betrügern zum Opfer gefallen.
30 Minuten später saß ich bei der Polizei in Würzburg. Die Beamtin vor Ort reagierte sofort und konnte über eine interne Behördennummer direkt die zuständige Abteilung bei meinem Neo-Broker erreichen. Doch trotz aller Bemühungen und einer sofortigen Anzeige wurden uns nur geringe Erfolgschancen in Aussicht gestellt. Dies hat sich bisher leider bewahrheitet.
Warum starten wir diesen Aufruf?
Wir haben lange abgewogen, wie viel Zeit wir verstreichen lassen, bevor wir diesen Schritt an die Öffentlichkeit wagen. Stand heute (03.04.2026) wurden die Ermittlungen der Kriminalpolizei nach telefonischer Auskunft noch nicht aktiv aufgenommen.
Sowohl die Polizei als auch unsere Anwaltskanzlei haben uns unmissverständlich auf die Realität solcher Fälle hingewiesen. Die Erfolgsaussichten sind gering, da sich die Ermittlungsverfahren oft über Monate oder sogar Jahre hinziehen und letztlich ein Großteil dieser Fälle ergebnislos eingestellt wird. Selbst im Falle einer Täterermittlung ist eine Rückzahlung der kompletten Summe extrem unwahrscheinlich. Sollte dennoch gestohlenes Geld sichergestellt werden können, würde dieses zudem unter allen Geschädigten des Täters aufgeteilt werden.
Vielen Dank
Wir sind dankbar, dass wir unser Dach über dem Kopf noch haben. Das verlorene Geld war unsere geplante Ergänzung zur Rente, um im Alter noch würdig leben zu können. Dieses Loch in unserer Altersvorsorge können wir aus eigener Kraft nicht mehr schließen.
Bei jedem, der uns in dieser schweren Zeit Unterstützung schenkt, bedanken wir uns von Herzen. Wir sind dankbar für jede Spende, jedes Teilen und die vielen ermutigenden Nachrichten, die wir erhalten haben.

