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Oskar braucht unsere Hilfe
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€2325 arrecadados de €10 mil
41 doações
Hallo Ihr Lieben,
ich heiße Edyta und habe lange überlegt, ob ich den Spendenaufruf starten soll oder nicht. Nach vielen Gespräche mit Freunden und Bekannten habe ich mich dafür entschieden.
Mein Bruder heißt Oskar, ist 39 Jahre und seit seiner Geburt spastisch gelähmt. Er ist mit einer Zerebralparese auf der Welt gekommen, d. h., er hat eine frühkindliche Hirnschädigung die Störungen im Nervensystem und Muskulatur verursacht (Spastik). Leider wurde die Krankheit in Polen zu spät erkannt, was die Schwere beeinflusst, da die entstandenen Schäden nicht rückgängig gemacht werden können.
Nach dem schmerzhaften Verlust unserer Mutter, die in 2005 den Kampf gegen den Krebs verloren hat, ist Oskar nach dem Willen von Mama im Elternhaus geblieben, das ihm als Sicherung für die Zukunft dienen sollte. Auch wenn er soweit wie möglich selbstständig leben konnte (mit dem Elektrorollstuhl seine Freunde treffen, mit dem Bus zur Stadt fahren, Weiterbildungen machen), war er immer schon auf eine Pflegekraft angewiesen, die ihm bei allen täglichen Aufgaben und Bedürfnisse (kochen, waschen, Toilettengang) half.

Mit seiner Rente versuchte er so schön wie möglich zu leben – bescheiden. Auch wenn das Geld im Winter zum Kauf der Kohle sehr knapp wurde und die Wände drohten Schimmel anzusetzen, sagte er mir immer: „Egal wie ich das schaffe, Hauptsache schaffe ich das!“ Und dabei war er glücklich und stolz sein Leben so normal wie möglich zu gestalten – ein Spaziergang mit dem Elektrorollstuhl mit Freunden durch die Altstadt machen, ein Kinobesuch oder einfach ein Abend mit Freunden Zuhause.
Aber die Zeiten wurden schwieriger, nicht nur finanziell, sondern auch gesundheitlich. Vor fast zwei Jahren entschied sich Oskar zu einem Schritt, der aus heutiger Sicht ein riesiger Fehler war, der ihm im Laufe der folgenden Zeit an den Rand der körperlichen und geistigen Erschöpfung geführt hat. Im Wissen, dass er alleine die vielen Situationen des Alltags nicht bewältigen konnte, hat er das Elternhaus für die lebenslange Betreuung und Pflege an einer bekannten Person überschrieben, die ihn schon lange betreut hatte. Oskar hatte gehofft, dass er somit in dem Elternhaus weiter bleiben und friedlich leben könnte - ohne sich viele Sorgen machen zu müssen, wie er den immer schwerer werdende Alltag bewältigen könnte.

Kurze Zeit, nach dem mein Bruder das Elternhaus überschrieben hatte, hat sich das Verhalten der Person ihm gegenüber umgewandelt. Es verging kein Tag ohne unangenehme und stressige Situationen, bis er aus Erschöpfung ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Nachdem seine Freunde ihn aus dem Krankenhaus geholt haben, brachten sie ihn zu mir. Hier war Oskar mehrere Monate und konnte sich etwas von der langen Tortur der Zeit davor etwas erholen. Es war aber nicht mehr möglich, dass mein Bruder bei mir bleibt. Seine starke Behinderung erfordert neben einer behindertengerechte Wohnung auch die ärztliche Betreuung und alltägliche Pflege, zu der er hier in Deutschland keinen Anspruch hat.
Gegen die Person, die seine Situation missbrauchte und die Überschreibung des Elternhauses für sich ausgenutzt hat, ist ein Gerichtsverfahren geöffnet worden. Leider können solche Angelegenheiten sehr lange dauern, und bis dahin braucht mein Bruder ärztliche Aufsicht und eine Betreuung, die sich um alle Notwendigkeiten kümmert und ihn hilft, so weit wie möglich, selbstständig zu leben. Die Aussichten auf Erfolg sind gut, aber bis das Gericht darüber entschieden hat, ob der abgeschlossene Vertrag annulliert wird und er das Elternhaus zurück bekommt oder eine lebenslange Rente von der verklagten Person erhält, kann in der Coronazeit besonders viel Zeit vergehen.
Nach ausführliche Gespräche mit Ärzten, Sozialbetreuer und mit seiner Anwältin, haben wir entschieden, dass es besser, sogar notwendig wäre, dass Oskar zurück nach Polen fährt: er kann ärztlich betreut werden, ein Platz in einem geeigneten Pflegeheim ist leichter zu finden und das Gerichtsverfahren kann beschleunigt werden.
Beschleunigen bedeutet leider nicht schnell. Die Sozialbetreuer erklärten uns, dass Oskar von Deutschland aus nur sehr schwer ein Pflegeheim bekommen würde – zudem wurde in der Coronazeit empfohlen, ihn lieber im privaten Umfeld zu betreuen.
Deswegen haben wir ihm eine passende Betreuung im privaten Haushalt gesucht. Jetzt wird mein Bruder von einer liebevollen Person betreut, die sich nur um ihm kümmert. Er bekommt jede nötige Hilfe und viel Geborgenheit, was nach seiner schmerzhaften Vergangenheit natürlich sehr viel Wert ist und er sich wieder als wertvoller Mensch fühlen kann. Oskar fühlt sich dort wohl und kann bis zum Ende des Gerichtsverfahrens bleiben. Das ist für ihm als junger Mensch eine schönere Lösung, als „abgeschoben“ im Pflegeheim zu warten, auf das was noch kommt.

Neben den Kosten für den täglichen Bedarf, Unterkunft und Betreuung, benötigt Oskar regelmäßige Rehabilitation, die seine fortgeschrittene Spastik verlangsamt. Leider sind die von der polnischen Krankenkasse bewilligten 20 Stunden im Jahr schon längst aufgebraucht. Hinzu kommen schon jetzt Rechtsanwalts- und Gerichtsverfahrenskosten, die mein Bruder begleichen muss, deswegen haben wir das Spendenziel auf 10.000 € gesetzt, damit Oskar die nächste Zeit überbrücken kann.
Wir haben ihm lange unterstützt, es übersteigt jedoch unsere Möglichkeiten und das Gerichtsverfahren kann trotz Beschleunigung noch lange dauern.
Bitte helft mir und Oskar. Wir freuen uns über jeden kleinen und natürlich auch großen Betrag, um die Kosten decken zu können, damit Oskar seine Freude wiederfinden kann und in Ruhe warten kann, bis das Gericht entschieden hat. Auch freuen wir uns, wenn Ihr die Geschichte teilt und ein paar Freunden davon erzählt.
Medizinische Dokumentation, sowie die Bestätigung über das Gerichtsverfahren, Rechtsanwaltskosten, bisherige Rehabilitationskosten kann ich gerne zusenden. Kontaktieren Sie mich einfach dazu!
ich heiße Edyta und habe lange überlegt, ob ich den Spendenaufruf starten soll oder nicht. Nach vielen Gespräche mit Freunden und Bekannten habe ich mich dafür entschieden.
Mein Bruder heißt Oskar, ist 39 Jahre und seit seiner Geburt spastisch gelähmt. Er ist mit einer Zerebralparese auf der Welt gekommen, d. h., er hat eine frühkindliche Hirnschädigung die Störungen im Nervensystem und Muskulatur verursacht (Spastik). Leider wurde die Krankheit in Polen zu spät erkannt, was die Schwere beeinflusst, da die entstandenen Schäden nicht rückgängig gemacht werden können.
Nach dem schmerzhaften Verlust unserer Mutter, die in 2005 den Kampf gegen den Krebs verloren hat, ist Oskar nach dem Willen von Mama im Elternhaus geblieben, das ihm als Sicherung für die Zukunft dienen sollte. Auch wenn er soweit wie möglich selbstständig leben konnte (mit dem Elektrorollstuhl seine Freunde treffen, mit dem Bus zur Stadt fahren, Weiterbildungen machen), war er immer schon auf eine Pflegekraft angewiesen, die ihm bei allen täglichen Aufgaben und Bedürfnisse (kochen, waschen, Toilettengang) half.

Mit seiner Rente versuchte er so schön wie möglich zu leben – bescheiden. Auch wenn das Geld im Winter zum Kauf der Kohle sehr knapp wurde und die Wände drohten Schimmel anzusetzen, sagte er mir immer: „Egal wie ich das schaffe, Hauptsache schaffe ich das!“ Und dabei war er glücklich und stolz sein Leben so normal wie möglich zu gestalten – ein Spaziergang mit dem Elektrorollstuhl mit Freunden durch die Altstadt machen, ein Kinobesuch oder einfach ein Abend mit Freunden Zuhause.
Aber die Zeiten wurden schwieriger, nicht nur finanziell, sondern auch gesundheitlich. Vor fast zwei Jahren entschied sich Oskar zu einem Schritt, der aus heutiger Sicht ein riesiger Fehler war, der ihm im Laufe der folgenden Zeit an den Rand der körperlichen und geistigen Erschöpfung geführt hat. Im Wissen, dass er alleine die vielen Situationen des Alltags nicht bewältigen konnte, hat er das Elternhaus für die lebenslange Betreuung und Pflege an einer bekannten Person überschrieben, die ihn schon lange betreut hatte. Oskar hatte gehofft, dass er somit in dem Elternhaus weiter bleiben und friedlich leben könnte - ohne sich viele Sorgen machen zu müssen, wie er den immer schwerer werdende Alltag bewältigen könnte.

Kurze Zeit, nach dem mein Bruder das Elternhaus überschrieben hatte, hat sich das Verhalten der Person ihm gegenüber umgewandelt. Es verging kein Tag ohne unangenehme und stressige Situationen, bis er aus Erschöpfung ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Nachdem seine Freunde ihn aus dem Krankenhaus geholt haben, brachten sie ihn zu mir. Hier war Oskar mehrere Monate und konnte sich etwas von der langen Tortur der Zeit davor etwas erholen. Es war aber nicht mehr möglich, dass mein Bruder bei mir bleibt. Seine starke Behinderung erfordert neben einer behindertengerechte Wohnung auch die ärztliche Betreuung und alltägliche Pflege, zu der er hier in Deutschland keinen Anspruch hat.
Gegen die Person, die seine Situation missbrauchte und die Überschreibung des Elternhauses für sich ausgenutzt hat, ist ein Gerichtsverfahren geöffnet worden. Leider können solche Angelegenheiten sehr lange dauern, und bis dahin braucht mein Bruder ärztliche Aufsicht und eine Betreuung, die sich um alle Notwendigkeiten kümmert und ihn hilft, so weit wie möglich, selbstständig zu leben. Die Aussichten auf Erfolg sind gut, aber bis das Gericht darüber entschieden hat, ob der abgeschlossene Vertrag annulliert wird und er das Elternhaus zurück bekommt oder eine lebenslange Rente von der verklagten Person erhält, kann in der Coronazeit besonders viel Zeit vergehen.
Nach ausführliche Gespräche mit Ärzten, Sozialbetreuer und mit seiner Anwältin, haben wir entschieden, dass es besser, sogar notwendig wäre, dass Oskar zurück nach Polen fährt: er kann ärztlich betreut werden, ein Platz in einem geeigneten Pflegeheim ist leichter zu finden und das Gerichtsverfahren kann beschleunigt werden.
Beschleunigen bedeutet leider nicht schnell. Die Sozialbetreuer erklärten uns, dass Oskar von Deutschland aus nur sehr schwer ein Pflegeheim bekommen würde – zudem wurde in der Coronazeit empfohlen, ihn lieber im privaten Umfeld zu betreuen.
Deswegen haben wir ihm eine passende Betreuung im privaten Haushalt gesucht. Jetzt wird mein Bruder von einer liebevollen Person betreut, die sich nur um ihm kümmert. Er bekommt jede nötige Hilfe und viel Geborgenheit, was nach seiner schmerzhaften Vergangenheit natürlich sehr viel Wert ist und er sich wieder als wertvoller Mensch fühlen kann. Oskar fühlt sich dort wohl und kann bis zum Ende des Gerichtsverfahrens bleiben. Das ist für ihm als junger Mensch eine schönere Lösung, als „abgeschoben“ im Pflegeheim zu warten, auf das was noch kommt.

Neben den Kosten für den täglichen Bedarf, Unterkunft und Betreuung, benötigt Oskar regelmäßige Rehabilitation, die seine fortgeschrittene Spastik verlangsamt. Leider sind die von der polnischen Krankenkasse bewilligten 20 Stunden im Jahr schon längst aufgebraucht. Hinzu kommen schon jetzt Rechtsanwalts- und Gerichtsverfahrenskosten, die mein Bruder begleichen muss, deswegen haben wir das Spendenziel auf 10.000 € gesetzt, damit Oskar die nächste Zeit überbrücken kann.
Wir haben ihm lange unterstützt, es übersteigt jedoch unsere Möglichkeiten und das Gerichtsverfahren kann trotz Beschleunigung noch lange dauern.
Bitte helft mir und Oskar. Wir freuen uns über jeden kleinen und natürlich auch großen Betrag, um die Kosten decken zu können, damit Oskar seine Freude wiederfinden kann und in Ruhe warten kann, bis das Gericht entschieden hat. Auch freuen wir uns, wenn Ihr die Geschichte teilt und ein paar Freunden davon erzählt.
Medizinische Dokumentation, sowie die Bestätigung über das Gerichtsverfahren, Rechtsanwaltskosten, bisherige Rehabilitationskosten kann ich gerne zusenden. Kontaktieren Sie mich einfach dazu!
