Unterstützung für neuen Assistenzhund

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Unterstützung für neuen Assistenzhund

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Yuki – mein kleiner Lebensretter in Ausbildung ❤️ (English version below)

Manchmal verändert ein einziger Moment ein ganzes Leben. Im Jahr 2010 hatte ich einen schweren, unverschuldeten Autounfall. Was damals innerhalb weniger Sekunden geschah, begleitet mich bis heute. Zahlreiche Verletzungen, starke chronische Schmerzen, viele Spitalaufenthalte und unzählige Behandlungen wurden Teil meines Lebens. Ich musste mehrere grosse Operationen über mich ergehen lassen und lernen, mit Schmerzen zu leben, die manchmal kaum auszuhalten sind.

Doch die Schmerzen allein sind nicht das, was meine Selbstständigkeit am meisten bedroht. Wenn sie zu stark werden, kann ich das Bewusstsein verlieren und dissoziative Krampfanfälle bekommen. Diese Anfälle können jederzeit auftreten. Und „jederzeit“ bedeutet tatsächlich jederzeit. Beim Einkaufen. Auf einem Spaziergang. Auf dem Weg zur Arbeit. Beim Überqueren einer Strasse. Oder tagsüber und nachts, wenn ich alleine zu Hause bin.

Was für andere Menschen völlig selbstverständlich ist, kann für mich ohne Vorwarnung gefährlich werden. Allein eine Strasse zu überqueren kann zum Risiko werden, wenn genau in diesem Moment ein Anfall beginnt. Auch zu Hause wäre ich ohne entsprechende Absicherung nicht einfach „sicher“. Bei einem Anfall kann ich unkontrolliert stürzen, mit dem Kopf aufschlagen oder mich anderweitig schwer verletzen. Wenn ich alleine bin, besteht zusätzlich die Gefahr, dass niemand meinen Sturz bemerkt und niemand weiss, dass ich Hilfe brauche.

Ohne Assistenz könnte ich deshalb vieles nicht alleine tun – und letztlich auch nicht sicher alleine leben. Das bedeutet eine Abhängigkeit, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Nicht spontan alleine irgendwohin gehen zu können. Immer überlegen zu müssen, wer mitkommen kann. Bei jedem Weg im Hinterkopf zu haben: Was passiert, wenn jetzt ein Anfall kommt?

Und dann kam Juri im 2018 zu mir. Mein Dalmatiner wurde zu so viel mehr als „nur“ meinem Hund. Er wurde mein Assistenzhund, mein Beschützer, mein ständiger Begleiter – und in vielerlei Hinsicht mein Lebensretter.

Juri lernte, Veränderungen bei mir wahrzunehmen und mich vor einem drohenden Anfall zu warnen. Diese Vorwarnzeit ist für mich von unschätzbarem Wert. Wenn Juri mich warnt, habe ich die Chance zu reagieren. Ich kann mich aus einer gefährlichen Situation bringen. Ich kann mich hinsetzen oder hinlegen, bevor ich unkontrolliert stürze. Juri kann Medikamente holen oder Hilfe organisieren, via Notfalltelefon oder durch aktives Suchen nach Passanten. Und manchmal gelingt es mir dadurch sogar, einen Anfall noch abzufangen.

Juri gibt mir etwas, das kein Medikament ersetzen kann: Zeit. Zeit, um mich in Sicherheit zu bringen. Und genau diese wenigen Minuten bedeuten für mich Freiheit. Dank Juri kann ich alleine unterwegs sein. Ich kann arbeiten. Ich kann einkaufen gehen. Ich kann spazieren gehen. Ich kann eine Strasse überqueren, ohne bei jedem Schritt Angst haben zu müssen, dass mein Körper mich plötzlich im Stich lässt. Und vor allem ermöglicht er mir etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte: Ein möglichst selbstständiges Leben.

Juri ist heute acht Jahre alt. Viele Jahre lang hat er auf mich aufgepasst. Er hat Verantwortung getragen, die man einem Hund kaum erklären kann – und er hat mir eine Freiheit zurückgegeben, von der ich nach meinem Unfall zeitweise dachte, dass ich sie für immer verloren hätte.

Aber Juri wird älter. Und so sehr ich mir wünschen würde, ihn für immer an meiner Seite zu haben: Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem auch mein Lebensretter seinen wohlverdienten Ruhestand antreten darf.

Deshalb ist nun Yuki bei uns eingezogen. Ein kleiner Dalmatiner mit Punkten, Flausen im Kopf, viel zu grossen Pfoten – und einer riesigen Aufgabe vor sich: Yuki soll einmal Juris Nachfolger werden.

Während Juri langsam älter wird, beginnt für Yuki ein langer Ausbildungsweg. Schritt für Schritt soll er lernen, mich zuverlässig durch meinen Alltag zu begleiten und schliesslich ebenfalls meine Anfälle frühzeitig wahrzunehmen und mich davor zu warnen.

Denn Juri hat mir über all die Jahre so viel mehr geschenkt als Gesellschaft. Er hat mir Sicherheit gegeben, wenn mein eigener Körper mir keine geben konnte. Er hat auf mich aufgepasst und mir ermöglicht, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Nun soll Yuki lernen, diese Aufgabe irgendwann zu übernehmen.

Von einem Lebensretter auf vier Pfoten zum nächsten.

Warum ich eure Hilfe brauche: Die Ausbildung eines Assistenzhundes ist intensiv, individuell und entsprechend kostspielig. In meinem Fall werden die Ausbildungskosten nicht von der Invalidenversicherung übernommen. Ich muss Yukis Ausbildung deshalb selbst finanzieren. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich zwischen 10'000 und 15'000 Franken liegen.

Ein Assistenzhund wird nicht in einigen wenigen Kursstunden ausgebildet. Yuki und ich werden über einen längeren Zeitraum intensiv begleitet. Ein grosser Teil der Kosten entsteht durch die individuelle 1:1-Ausbildung mit speziell geschulten Assistenzhundetrainerinnen. Dazu kommen Prüfungs- und Beurteilungskosten, Kennwesten sowie verschiedenes Material, das für Yukis Ausbildung benötigt wird.

Es fällt mir nicht leicht, um finanzielle Unterstützung zu bitten. Aber ich weiss heute, was auf dem Spiel steht. Denn ich muss mir nicht vorstellen, was ein Assistenzhund in meinem Leben verändern könnte. Ich weiss es. Juri hat es mir jeden einzelnen Tag gezeigt:

Er bedeutet Sicherheit.
Er bedeutet Selbstständigkeit.
Er bedeutet Freiheit.
Er bedeutet, alleine aus dem Haus gehen zu können.
Er bedeutet, eine Strasse überqueren zu können, ohne ständig daran denken zu müssen, was passiert, wenn genau jetzt ein Anfall kommt.
Er bedeutet, mein eigenes Leben führen zu können, ohne permanent auf einen anderen Menschen angewiesen zu sein, der auf mich aufpasst.
Und im schlimmsten Fall kann seine Warnung verhindern, dass aus einem Anfall ein lebensgefährlicher Unfall wird.

Deshalb bedeutet jede Spende für mich sehr viel mehr als einen Beitrag zu Trainingsstunden. Sie hilft Yuki dabei, eines Tages auf mich aufpassen zu können. Ob 5, 20, 50, 100 Franken oder mehr – jeder Beitrag bringt uns ein kleines Stück näher an unser Ziel. Und wer uns finanziell nicht unterstützen kann, hilft uns genauso, indem er unsere Geschichte teilt.

Von Herzen danke ich jedem einzelnen Menschen, der uns auf diesem Weg begleitet. Danke, dass ihr meinem kleinen Lebensretter helft, ein grosser zu werden. ❤️
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English Version:

Yuki – My Little Lifesaver in Training ❤️
Sometimes, a single moment can change an entire life.
In 2010, I was involved in a serious car accident that was not my fault. What happened within just a few seconds that day has stayed with me ever since. Numerous injuries, severe chronic pain, many hospital stays and countless treatments became part of my life. I had to undergo several major surgeries and learn to live with pain that can sometimes become almost unbearable.

But the pain itself is not what threatens my independence the most. When it becomes too severe, I can lose consciousness and experience dissociative seizures. These seizures can happen at any time. And “at any time” truly means at any time.
While shopping.
While out for a walk.
On my way to work.
While crossing a road.
Or during the day or at night, when I am home alone.
Things that most people take completely for granted can suddenly become dangerous for me without warning. Simply crossing a road can become a serious risk if a seizure begins at exactly that moment.
Even at home, being alone does not automatically mean being safe. During a seizure, I can fall uncontrollably, hit my head or seriously injure myself in other ways. And if I am alone, there is the additional danger that no one will notice that I have fallen and no one will know that I need help.

Without assistance, there are therefore many things I could not safely do on my own – and ultimately, I would not be able to live safely on my own either.

It is difficult to put that kind of dependence into words. Not being able to spontaneously go somewhere by yourself. Always having to think about who might be able to come with you. And wherever you go, always having the same thought in the back of your mind:
What happens if I have a seizure right now?

And then, in 2018, Juri came into my life.

My Dalmatian became so much more than “just” my dog. He became my assistance dog, my protector, my constant companion – and in many ways, my lifesaver.

Juri learned to recognise changes in me and warn me before an impending seizure. That early warning time is invaluable to me. When Juri alerts me, I have the chance to react. I can get myself out of a dangerous situation. I can sit or lie down before I fall uncontrollably. Juri can fetch my medication or get help, either via an emergency phone or by actively finding someone nearby. And sometimes, thanks to his warning, I am even able to stop a seizure before it fully develops.
Juri gives me something that no medication can replace:
Time.
Time to get myself to safety.
And those few minutes mean freedom to me.

Thanks to Juri, I can go out on my own. I can work. I can go shopping. I can go for walks. I can cross a road without being afraid with every step that my body might suddenly let me down.

And most importantly, he makes something possible that should really be taken for granted: Living as independently as possible.

Juri is eight years old now. For many years, he has watched over me. He has carried a responsibility that is almost impossible to explain to a dog – and he has given me back a freedom that, after my accident, I sometimes thought I had lost forever.

But Juri is getting older. And as much as I wish I could have him by my side forever, the day will eventually come when my lifesaver deserves to enjoy his well-earned retirement.

That is why Yuki has now joined our family. A little Dalmatian with spots, mischief on his mind, paws far too big for him – and an enormous task ahead of him:
One day, Yuki is meant to become Juri’s successor.

While Juri slowly grows older, Yuki is beginning a long journey of training. Step by step, he will learn to accompany me reliably through everyday life and eventually to recognise my seizures early and warn me before they happen.
Because throughout all these years, Juri has given me so much more than companionship.
He has given me safety when my own body could not.
He has watched over me and enabled me to take control of my own life again.
And now, Yuki will learn to take over that role one day.

From one four-legged lifesaver to the next.

Why I need your help: Training an assistance dog is intensive, highly individual and therefore expensive. In my case, the costs of training are not covered by disability insurance, which means I have to finance Yuki’s training myself.
The total cost is expected to be between CHF 10,000 and CHF 15,000.
An assistance dog cannot be trained in just a few classes. Yuki and I will receive intensive support and training over an extended period of time.
A large part of the cost comes from individual one-to-one training with specially qualified assistance dog trainers. In addition, there are costs for assessments and examinations, assistance dog vests and various equipment and materials needed throughout Yuki’s training.

Asking for financial support is not easy for me.

But today, I know what is at stake.
Because I do not have to imagine what difference an assistance dog could make to my life.
I already know.
Juri has shown me every single day:
He means safety.
He means independence.
He means freedom.
He means being able to leave the house on my own.
He means being able to cross a road without constantly wondering what will happen if a seizure starts at that exact moment.
He means being able to live my own life without permanently depending on another person to watch over me.
And in the worst-case scenario, his warning can prevent a seizure from turning into a life-threatening accident.
That is why every donation means so much more to me than simply helping to pay for training sessions.
It helps Yuki learn how to keep me safe one day.

Whether it is CHF 5, 20, 50, 100 or more – every contribution brings us a little closer to our goal.
And if you are unable to support us financially, sharing our story helps us just as much.

From the bottom of my heart, thank you to every single person who supports us on this journey.

Thank you for helping my little lifesaver grow into a big one. ❤️
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Sandra Billerbeck-Braschler
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