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Rettungsfonds für die Hellhound Foundation
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924 donations
Sorry, we are closed!
„Hellhound Foundation schließt – 60 bissige Hunde suchen dringend ein neues Zuhause. Für einige droht die Euthanasie.“
So oder so ähnlich könnte die Schlagzeile lauten, wenn wir hier in wenigen Wochen die Tore schließen müssten. Nach Ghettos und Remus Abschied würden wir euch heute lieber eine wahnwitzige, aufmunternde Geschichte from Hell erzählen. Aber wenn du denkst, es geht nicht schlimmer, kommt der aktuelle Kontoauszug um die Ecke. Glaubt uns, wir würden diesen Einstieg selbst gerne für eine geschmacklose Übertreibung halten. Stattdessen sitzen wir vor unseren Zahlen und wissen nicht mehr, wie wir das hier halten sollen. Vielleicht schaffen wir mit Ach und Krach noch ein, zwei Monate. Dann war’s das. Vielleicht. Und an diesem Wort hängen gerade die Existenzen unserer Leute und das Zuhause von 60 Hunden, für die es schon vor ihrer Zeit bei uns kaum noch irgendwo einen Platz gab.
Leute, wir stehen wirklich vor dem Aus. Wir haben in den vergangenen Monaten immer wieder erzählt, wie eng es ist, haben gerechnet, gehofft und weitergemacht, weil irgendwie bisher immer noch irgendwas ging. Wir verstehen, wenn sich dieses „Es ist knapp“ inzwischen nach dem üblichen Hintergrundrauschen im Tierschutz anhört. Aber bitte hört uns dieses Mal wirklich zu: Wir wissen nicht, wie wir nächsten Monat alle Gehälter und Rechnungen bezahlen sollen. Und wenn wir das nicht mehr können, bricht hier alles weg, was diese Hunde hält.
Damit ihr wisst, über welche Summen wir reden: Hier arbeiten 13 fest angestellte Menschen in Vollzeit. Wir betreiben diesen Ort nicht mit Ehrenamtlichen, sondern mit einem Team, dessen tägliche Arbeit die Versorgung und Betreuung dieser Hunde ist. Dafür fallen monatlich knapp 17.000 Euro an Gehältern an, dazu rund 8.000 Euro an Beiträgen und Abgaben über die Krankenkassen. Rund 25.000 Euro, jeden einzelnen Monat, allein für unsere Leute. Als gUG sind wir außerdem bei der Berufsgenossenschaft VBG angeschlossen, die jetzt eine Vorauszahlung von rund 6.000 Euro fordert. Weitere 8.000 Euro mussten wir aufbringen, um die Gehege winterfest zu machen und abzustreuen, weil sich das vor den nassen und kalten Monaten nicht mehr aufschieben ließ. Zusammen mit den Personalkosten sind das bereits rund 39.000 Euro – bevor Strom, Grundsteuer, weitere Betriebskosten für das Kasernengelände, Sprit, Futter und Tierarztrechnungen dazukommen.
Und gerade diese Tierarztrechnungen haben zusätzlich reingehauen. Die Behandlungen von Ghetto und Remus, dazu weitere Hunde, die hier krank geworden sind und versorgt werden mussten. Während wir um die beiden trauern, müssen ihre Rechnungen trotzdem bezahlt werden und die nächsten Behandlungen laufen längst. Zusammen mit den laufenden Betriebskosten frisst uns das finanziell gerade komplett auf. Wir bekommen den aktuellen Monat kaum aufgefangen, während der nächste schon vor der Tür steht und allein für unsere Leute wieder rund 25.000 Euro fällig werden.
Ihr schreibt uns, wie wertvoll unsere Arbeit ist und wie schön es ist, dass WIR diesen Hunden all das ermöglichen. Und genau bei diesem WIR müssen wir kurz bleiben, weil ihr damit genauso gemeint seid wie die Menschen, die hier morgens die Türen öffnen. Wir hier vor Ort kümmern uns um die Hunde, tragen die Verantwortung und stehen auch dann wieder auf der Matte, wenn der Vortag uns alles abverlangt hat. Aber dass wir das überhaupt können, ermöglichen die Menschen da draußen, die spenden, uns regelmäßig unterstützen, unsere Geschichten teilen und andere auf uns aufmerksam machen. Ihr seid ein Teil dieses Ortes, auch wenn ihr noch nie einen Fuß durch unser Tor gesetzt habt. Ohne eure Unterstützung können wir hier nicht weitermachen.
Und obwohl wir mit euch die krassesten Leute um uns versammelt wissen, gehen die Spenden trotzdem drastisch zurück, alles wird teurer, die Kosten steigen ins Unermessliche und die Hilferufe hören nicht auf, während wir inzwischen um das Zuhause der Hunde kämpfen, die längst hier angekommen sind. Die ihre Menschen gefunden haben, ihre Hundegruppe, ihren Platz in dieser kleinen, schrägen Welt.
Wohin mit 60 Hunden, bei denen andere Möglichkeiten oft längst ausgeschöpft waren? Wer hat Platz, Personal, Erfahrung und Geld, um sie aufzufangen?
Wir haben darauf keine Antwort.
Und für manche würde dann auch wieder die Frage im Raum stehen, ob sie überhaupt noch irgendwo weiterleben dürfen oder können. Das aufzuschreiben tut weh. Es wegzulassen würde bedeuten, euch zu verschweigen, was hier auf dem Spiel steht.
Wir haben meistens noch irgendeinen bescheuerten Spruch gefunden, mit dem sich die nächste Hiobsbotschaft leichter runterschlucken ließ. Gerade bleibt uns aber jeder davon im Hals stecken.
Deshalb bitten wir euch: Helft uns jetzt!
Wenn ihr spenden könnt, dann bitte heute. Auch kleine Beträge helfen, wenn genug Menschen mitmachen. Regelmäßige Unterstützung gibt uns die Chance, über die nächste Rechnung hinaus zu planen. Und wenn ihr selbst nichts geben könnt, teilt diesen Aufruf, schickt ihn weiter, sprecht Menschen und Unternehmen an, die helfen könnten. Niemand von euch muss diesen Ort alleine retten. Aber wir brauchen jetzt viele Menschen, die ihren Teil dazu beitragen, damit wir ihn gemeinsam halten können.
Wir wollen morgen früh die Türen aufmachen und uns über irgendeinen unserer Vollidioten aufregen, der schon vor dem ersten Kaffee beschlossen hat, dass heute sein großer Tag ist. Wir wollen Geschichten erzählen, Fortschritte feiern, Rückschläge aushalten und irgendwann wieder über den ganz normalen Wahnsinn hier lachen können.
Hinter diesen Toren warten 60 Hunde auf uns. Und ob wir ihnen weiterhin ein Zuhause geben können, hängt an uns allen. An uns, die hier jeden Tag die Arbeit machen und an euch, die dafür sorgen, dass wir sie überhaupt weitermachen können. Nur gemeinsam können wir diesen Laden am Laufen halten. Wenn wir also sagen, WIR können das noch schaffen, dann meinen wir jeden einzelnen Menschen, der jetzt mit uns für diesen Ort einsteht. Mit Euch da draußen und uns hier drinnen.
Bitte helft uns, damit aus dieser Schlagzeile niemals Wirklichkeit wird.
