Stimmen geflüchteter Frauen

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Created December 19, 2017


Stimmen geflüchteter Frauen*: Ankommen in Berlin?

Wie wollen die Frage in den Mittelpunkt stellen  wie Frauen die in den letzten 2-3 Jahren nach Deutschland geflüchtet sind, ihre Lebenssituation heute beschreiben, d.h. nachdem sie die Not- und Sammelunterkünfte (zumindest teilweise) verlassen haben und beginnen, ihre Lebensperspektiven in Deutschland längerfristig zu gestalten. 

Das Seminar möchte hierdurch den Blick auf das „Ankommen“ und die Erfahrungen und Herausforderungen lenken, die die Frauen einige Jahre nach ihrer Flucht nach Deutschland machen.

Ihre Erfahrungen und Berichte sollen in Buchform veröffentlicht werden. Hierfür bedarf es Dolmetscher*innen, Lektoren*innen, Transkribtion, einen Verlag, Räumlichkeiten und vieles mehr. Um diese fair bezahlen zu können brauchen wir eure Unterstützung und Spenden.


Vorgeschichte

Im Wintersemester 2015/16 fand am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin ein Forschungsseminar zur Situation geflüchteter Frauen* in Sammelunterkünften in Berlin statt. Das von der aktivistischen Gruppe International Women Space (IWS) initiierte Projekt war eine Kooperation von Studierenden, Dozierenden und dem IWS, aus dem das Buch „Living in Refugee Camps in Berlin: Women's Perspectives and Experiences“ hervorgegangen ist. 2017 hat das Projekt den Margherita-von-Brentano-Preis der Freien Universität Berlin erhalten.
Dies ermöglichte uns die durchführung dieses neuen Projekts.


Warum denken wir ist dieses Projekt so wichtig?



Zum einen ist im Diskurs um Geflüchtete in Deutschland bzw. Berlin ein Mangel an Daten und Informationen zu verzeichnen, die die Lebenssituation der Menschen nach der Flucht und evtl. nach dem Aufenthalt in einer Notunterkunft beschreiben. Zum anderen gibt es auch in der öffentlichen-medialen Diskussion kaum eine empirisch fundierte Thematisierung der besonderen Erfahrungen, die Frauen* im Zusammenhang von Flucht und forcierter Migration machen. Vielmehr werden Geflüchtete meist als männlich porträtiert und Berichte sowie öffentliche Diskussionen sind häufig auf die Perspektive von Männern reduziert.  So wird beispielsweise die angebliche Unfähigkeit von insbesondere jungen und unverheirateten Männern, sich an die kulturellen Werte des „Westens“ und seiner Geschlechterordnung anzupassen, in vielen Berichten hervorgehoben und Frauen* in diesem Rahmen in vereinheitlichender Weise auf eine passive, in der islamischen Geschlechterordnung angeblich tendenziell unterdrückte Position reduziert; nichtmuslimische Frauen*, die ebenfalls nach Deutschland geflüchtet sind, werden in der öffentlichen Debatte überhaupt nicht wahrgenommen. In diesem diskursiven Kontext werden die Existenz von geflüchteten Frauen* sowie deren spezifische Erfahrungen, Perspektiven und Anliegen weitgehend ausgeblendet.


Was wollen wir erreichen und wie?


Im Projekt geht es zunächst darum, die Geschichten und Erfahrungen geflüchteter Frauen* in Berlin festzuhalten und der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Aus den insgesamt 14 im Verlauf des Projekts aufgezeichneten Narrationen soll ein Buch entstehen, das sich an einen breiten Leser*innenkreis richtet. Die dokumentierten Geschichten stehen dabei einerseits für sich, andererseits kann das Buch als empirische Grundlage für weitere Forschungsprojekte oder eigene Auswertung der Narrationen dienen.

Die erhebliche Bedeutung des Forschungsprojekts für die Frauenförderung umfasst auch die FU: Die vorwiegend weiblichen BA-Studierenden, die am Seminar- und Forschungsprojekt teilnehmen können sich in aktiver Weise Kenntnisse in der Konzeption und Durchführung von Seminaren sowie einer partizipativ angelegten Feldforschung aneignen. In enger Zusammenarbeit mit Lehrenden des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie erarbeiten sie auf Augenhöhe Seminarpläne, Forschungskonzepte und ein methodisches Vorgehen und sammeln wichtige Erfahrungen im ethnographischen Forschen in sensiblen Kontexten. Des Weiteren werden die Studierenden aktiv in den Prozess des (mehrsprachigen) Publizierens eingebunden sein und sich mit der Ausarbeitung von Buchkapiteln vertraut machen.

Ziel des Seminars ist es schließlich auch, durch die ausgeglichene Anzahl der Teilnehmerinnen – 14 geflüchtete Frauen und 14 Studentinnen, die jeweils in Vierergruppen auf die Aufzeichnung der Narrationen hinarbeiten – eine Plattform für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe darzustellen. Nicht zuletzt geht es darum, eine vertrauensvolle Atmosphäre untereinander zu schaffen und dabei Beziehungen aufzubauen, die über den Seminarkontext hinausgehen. Ein Netzwerktreffen im Januar 2018 mit verschiedenen Berliner Organisationen und Initiativen, die Unterstützung für Geflüchtete in verschiedenen Lebensbereichen (wie z.B. Ausbildung, Wohnungssuche, Arbeit) anbieten, soll den geflüchteten Seminarteilnehmerinnen darüber hinaus die Möglichkeit geben, sich über das breite Angebot im direkten Kontakt mit den jeweiligen Vertreter*innen zu informieren. Hierdurch kann die aktive Gestaltung des eigenen Lebens und Alltags der Frauen* in Berlin erleichtert werden.

 

Was könnt ihr tun?


Die Gruppe die in diesem Projekt arbeitet zeigte schnell das sie viel vor hat, große Ideen entwickelt und ein ungemeines Potential hat einen Beitrag zu leisten im ständigen Diskurs um die Situation von geflüchteten Menschen in Berlin. Wir haben uns hohe Ziele gesteckt: Wir wollen, dass das Buch alle Narrationen in den drei Sprachen der Teilnehmer*innen, also in Arabisch, Farsi und Deutsch, beinhalten. Unser Ziel ist es bei der Entstehung dieses Buches allen Teilnehmer*innen die selben Möglichkeiten der Partizipation zu ermöglichen, was bedeutet in jeder Gesamtsitzung Dolmetscherinnen dabei zu haben, sowie in Sachen Wissensstand und Seminarorganisation immer auf größte Transparenz bedacht zu sein. Unser Ziel war es auch von Beginn an, dass wir nicht nur im Kontext des Projekts gemeinsam arbeiten sondern auch Privat uns alle gegenseitig kennenlernen und uns beizustehen, denn wir sind überzeugt das nur so auf Augenhöhe ein Buch entstehen kann, welches so Persönliche Erfahrungsberichte enthalten wird.

All das kostet viel Zeit und vor allem Geld. Um an dieses zu kommen wenden wir uns allen Möglichkeiten zu, die uns unsere Unabhängigkeit lassen, um die Qualität des Projekts und des Ergebnisses hoch zu halten.

Also Spendet was ihr entbehren könnt oder seid großzügig über alle Maße, dass überlassen wir euch.

Alle Spendenden werden natürlich Informiert sobald das Buch verfügbar ist.

Vielen Dank und einen frohen Ausklang des Jahres 2017
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