Notfonds für Frauen* in der Prostitution

Im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie sind in Berlin inzwischen sämtliche Bordelle und bordellartigen Betriebe geschlossen. Ähnliche Regelungen gab und gibt es in den anderen Bundesländern. In einigen Städten und Ländern wurde die Ausübung der Prostitution grundsätzlich untersagt. Wir begrüßen diese Beschlüsse. Alle strengen Maßnahmen sind wichtig, um einen Zusammen­bruch des Gesundheitssystems zu vermeiden.  Außerdem müssen Ältere, schwächere, immun­supprimierte und andere vulnerable Gruppen besonders geschützt werden. 

Wir machen uns aber Sorgen über die Lebenssituation von Tausenden von Frauen*, die schon jetzt mehr oder weniger auf der Straße leben bzw. durch die Bordell-Schließungen nicht wissen, wie sie nun ihren Lebensunterhalt bestreiten und wo sie nachts schlafen können.

Von dem hart verdienten Geld blieb den in der Prostitution tätigen Frauen ohnehin kaum etwas. Schon bisher wurden diese Frauen von verschiedenen Akteuren auch finanziell ausgenutzt und ausgebeutet: von Zuhältern, den Bordellbetreibenden, durch Wuchermieten und von Drogendealern.

Durch die aktuelle Situation verschärft sich der Überlebenskampf bei vielen dieser Frauen weiter. Es ist auch nicht damit zu rechnen, dass von staatlicher Seite nennenswerte Hilfsprogramme geschaffen werden, die auf diese von Armut und Obdachlosigkeit geprägten Frauen zugeschnitten sind. Schließlich wird Prostitution in vielen Bundesländern als „Sexarbeit“ verharmlost und folgerichtig wurden auch kaum Ausstiegsprogramme installiert. Diese Ignoranz gegenüber der von Gewalt und Ausbeutung geprägten prekären Lebenssituation der Frauen in der Prostitution rächt sich jetzt angesichts der Corona-Pandemie mit dramatischen Ausmaßen.

Jetzt ist unbürokratische und großzügige Hilfe von Nöten; Hilfe, die direkt den Frauen zu Gute kommt.

Wir, die Berliner Ortsgruppe von SISTERS für den Ausstieg aus der Prostitution! e.V. , das Netzwerk ELLA , eine Initiative von Frauen in und aus der Prostitution, sowie der Verein Neustart e.V. , der seit zwölf Jahren Frauen beim Ausstieg begleitet, wollen in der aktuellen Situation diesen Frauen soweit wie möglich zur Seite stehen, sie ganz praktisch unterstützen und ihnen deutlich machen, dass sie nicht vergessen sind.

Mit einem Notfonds wollen wir unbürokratisch und zielgerichtet helfen.

Was wollen wir tun?

·       Essen und Hygieneartikel ausgeben, dort wo es Not tut

·       Frauen, die auf der Straße leben, vor allem wenn sie schwanger oder gesundheitlich ange­schlagen sind, ein Zimmer in einer Pension bezahlen bis eine langfristige Lösung gefunden werden kann

.       Tickets in andere Städte finanzieren, falls die Frauen dort in einer Schutzeinrichtung aufgenommen werden können

·       Wiederbeschaffung von wichtigen Ausweisdokumenten bei der entsprechenden diplomatischen Vertretung finanzieren

·       bei Bedarf und wenn dies ausdrücklich gewünscht wird, eine unbürokratische Rückkehr in das Herkunftsland ermöglichen.

Das Geld soll ausschließlich den Frauen direkt zu Gute kommen. Sollte mehr Geld gespendet werden, als wir in Berlin einsetzen können, reichen wir das Geld an vertrauenswürdige  Einrichtungen in andern Städten weiter, die sich dort ebenfalls für Frauen in der Prostitution stark machen.

Bitte unterstützen Sie uns!

SISTERS für den Ausstieg aus der Prostitution! e.V.www.sisters-ev.de 

Netzwerk ELLAwww.netzwerk-ella.de 

Neustart e.V.www.neustart-ev.de 


* wenn wir von Frauen sprechen, sind Transfrauen in ähnlichen Lebenssituationen immer mit inbegriffen

Donations

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  • Anonymous 
    • €50 
    • 2 mos
  • Brigitte Schmid-Hagenmeyer 
    • €20 
    • 2 mos
  • Andreas König 
    • €100 
    • 4 mos
  • Anonymous 
    • €270 
    • 6 mos
  • Svenja Schank 
    • €10 
    • 6 mos
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Organizer

Gerhard Schönborn 
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