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Ebubekir Dibrani ist 28 Jahre alt und zum ersten Mal in seinem Leben im Ausland. Er wurde vor knapp zwei Wochen abgeschoben. Davor hat er sich zwei Jahre vor der Abschiebung versteckt und ein paar Wochen in Abschiebehaft verbracht.
Ein künstliches Auge muss oft gewechselt werden. Aufgrund der Aufenthaltssituation von Ebubekir Dibrani war das in den letzten Jahren nicht möglich. Ebubekir sitzt hier in Belgrad in einem Café.
Er kann die Sprache nicht, er hat keine Papiere, keine Krankenversicherung und keine gesundheitliche Versorgung.
Wir unterstützen seit mehr als zehn Jahren Roma, die aus Deutschland abgeschoben worden sind. Fast immer sind die Leute in Deutschland aufgewachsen und sozialisiert. Fast immer waren sie auch in Deutschland in einer schwierigen sozialen Situation, welche durch die restriktive Migrationspolitik in Deutschland, verschärft wurde.
Ebubekir hat keine Papiere in Serbien. Ohne Papiere gibt es keine Chance auf einen legalen Job und keine Krankenversicherung. Ihn in Serbien zu legalisieren wird laut der Mitarbeiterin der Caritas Serbien Jelena Mičović mindestens mehrere Monate, vielleicht sogar ein Jahr dauern. So lang sollte Ebubekir Dibrani die veraltete Augenprothese nicht mehr tragen.
Deshalb sammeln wir Spenden für die Finanzierung eines Tausches in einer privaten Augenklinik. Die Kosten belaufen sich auf 4.500 Euro.
Jeder Betrag hilft.
Hier das Interview auf YouTube:
