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Familie braucht unsere Hilfe für ein neues Leben

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Hallo, ich bin Uta und sammle Geld für eine 5-köpfige Familie aus Afghanistan.
Wir alle haben die Bilder des 15. August 2021 nicht vergessen, als nach dem Abzug amerikanischer und europäischer Militärkontigente aus Afghanistan das Land zurück in die Hand der Talibanmilizen fiel. Die Bewohner der großen Städte, die sich während der Besatzungszeit an Schulen und Universitäten gewöhnen durften, hatten in den fast 20 Jahren zuvor eine gebildete Generation geschaffen, die über Dinge wie Frauenrechte, säkulare Bildung, soziale Staatsysteme und vor allem die universellen Menschenrechte diskutieren durfte. Mit der Wucht einer Tsunamiwelle sollten diese Bemühungen ausgelöscht werden.

Parwin und ihr Mann Guhlam haben in Kabul in einer Organisation gearbeitet (Coordination of Humanitarian Assistance (CHA)) die von der UN gefördert wurde und die sich speziell mit praktischen Projekten zur Entwicklung der Gleichberechtigung von Frauen in Afghanistan beschäftigt hat. Natürlich waren derartige Organisationen sofort im Fadenkreuz der Taliban und tatsächlich wurden viele lokale Mitarbeiter und Unterstützer auf offener Straße erschossen. Der jungen Familie, zu der auch die Mädchen Adisha und Hadia (10 und 11) und der fünfjährige Ahmad gehören, gelang es, sich einige Monate lang in Kabul versteckt zu halten und schließlich nach Pakistan zu fliehen, wo sie jetzt seit über einem Jahr in prekären Bedingungen leben. Auch in Pakistan gibt es Taliban und die afghanischen Flüchtlinge werden immer wieder Opfer von Übergriffen oder Schikanen durch die pakistanische Polizei.

Erschwerend kommt hinzu, dass sie Hazare sind, eine Volksgruppe, die traditionell sehr um Bildung und säkuläre Ethik bemüht ist und die nicht zuletzt deswegen von den Fundamentalisten ganz besonders verfolgt werden.

Wie alle Kinder sind auch die drei der Familie neugierig und im Grunde wollen sie lernen und studieren, wollen Astronauten werden, Anwälte, Ärzte.
In Afghanistan dürfen Mädchen nicht zur Schule, selbst die Regelung, dass sie bis zum 6. Lebensjahr in Vorschulen unterrichten durfte, wurde revidiert. Frauen müssen die strengst mögliche Variante der Burka tragen und dürfen nur in Begleitung eines Mannes aus der Familie auf die Straße. Auf dem Land werden Liebespaare, die sich heimlich treffen in Erdlöchern gesteinigt.
Es ist dieser Rückfall in eine Barbarei, deren Auswüchse man kaum glauben mag, der uns diese dumpfe Ohnmacht spüren lässt. Deutschland hat bereits viele tausend Afghanen aufgenommen, sodass die Hilfsorganisationen jetzt bereits nach anderen Ländern suchen, die bereit sind, diesen Menschen eine neue Heimat zu bieten.
Parwins Bruder Asmat konnte zusammen mit der Familie seiner Frau Mursal mit Hilfe meines Bruders nach Rio de Janeiro fliehen. Er kontaktierte dort eine brasilianische Organisation, Panahgah, die darauf spezialisiert ist, afghanische Familien nach Brasilien zu holen. Dort erhalten sie ein humanitäres Visum und die Chance auf ein neues Leben in Sicherheit und Freiheit. Asmats Familie hat bereits ein Haus gemietet, die Kinder gehen in die Schule und mit der beginnenden Normalität kommen natürlich auch die Sorgen und Schuldgefühle gegenüber der Schwester, die noch in Pakistan festsitzt.
Wir müssen die Familie dort raus holen!
Ich glaube an diese kleinen Hilfen, dass man dort anpackt, wo man grade steht und sich eine Hand ausstreckt. Diese vermeintlich kleinen Taten sind es, die uns wieder daran glauben lassen, dass wir etwas verändern können, dass wir eben nicht ohnmächtig sind und dass wir den Fundamentalisten unsere Bildung und unsere Menschlichkeit entgegenstellen.

Jede Spende geht direkt an Panahgah, die jeden Cent dafür verwenden, dass die Visa im Brasilianischen Konsulat ausgestellt werden, der Transport gewährleistet wird, die Familie zunächst in einer ländlichen Sammelunterkunft im Hinterland von São Paulo eintrifft und medizinisch und kulturell erst versorgt wird und dass sie danach mittels freiwilliger Helfer in ganz Brasilien auf Mietswohnungen verteilt werden. Jede Familie erhält ein Startbudget, welches ihnen ein würdiges brasilianisches Leben für ein Jahr gewährleistet, um sie dann in die Selbstständigkeit zu entlassen. Panahgah betreut mit dieser Methode bereits über 6000 Afghanen in Brasilien. Jede einzelne Familie hat Paten, wie Ihr jetzt welche werdet, die ihnen dieses Budget bescheren. Selbstverständlich begleiten wir die ersten Schritte in Brasilien auch mit Fotos und aktuellen Informationen und stellen sie gerne zur Verfügung. Auch direkter Kontakt ist möglich.

Ich danke Euch von Herzen!
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