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Hallo, wir sind Uschi, Monika und Susanne und wir sammeln Spendengelder für unsere Tochter bzw. Freundin S., um sie darin zu unterstützen, eine Traumatherapie erhalten zu können.
Die benötigten Spendengelder dienen dazu, Therapiesitzungen wahrnehmen zu können und den Weg dorthin mit dem Taxi zu bewerkstelligen.
S. ist 40 Jahre alt, blind, und ist aufgrund schweren sexuellen Missbrauchs in Kindheit und Jugend schwer traumatisiert. Ist die Hilfe doch so dringend erforderlich, besonders da sich ihr Gesundheitszustand in den letzten Monaten verschlechtert hat und die Symptomlast stark zugenommen hat (Schlaflähmungen im Alptraum, Verdauungsbeschwerden, Phasen fehlender räumlicher und zeitlicher Orientierung, Ängste), wird ihr diese Hilfe verwehrt.
In S.s Umkreis gibt es keinen Traumatherapeuten mit Kassenzulassung, der Kapazitäten hat, zeitnah Patient*innen aufzunehmen. Zwar hat S. eine Privattherapeutin gefunden und über das Kostenerstattungsverfahren der Krankenkasse mit allen vorher notwendigen Schritten einen Antrag gestellt. Dieser wurde jedoch innerhalb von zwei Tagen ohne ausreichende Prüfung abgelehnt. Auch um einen stationären Therapieplatz hat sie sich lange bemüht, jedoch lehnten die meisten Kliniken aufgrund der Komplexität des Krankheitsbildes und leider auch wegen der Blindheit ab, sie zu therapieren. Auch hier wird sie außerdem von der Krankenkasse allein gelassen.
S. ist von Grund auf positiv eingestellt, freundlich, humorvoll und sehr hilfsbereit.
Durch die fehlende Kraft aufgrund der Erkrankung und der Kämpfe, die sie immer wieder auszutragen hat, um Unterstützung zu erhalten und sich Gehör zu verschaffen, gehen die von uns so gemochten Eigenschaften jedoch allmählich verloren.
S. hat für ihre Freund*innen immer ein offenes Ohr, steht mit Rat und Tat und Humor zur Seite und begleitet ehrenamtlich sterbende und trauernde Menschen. Außerdem setzt sie sich ehrenamtlich für
betroffene sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend ein.
Für uns ist es schwer und traurig nun mitzuerleben, wie S. jegliche Hilfe erschwert oder gar verwehrt wird. Für uns ist es unfassbar, in wie vielen Bereichen sie Diskriminierung erfahren muss. Dass ihr Therapieplätze aufgrund ihrer Blindheit verweigert werden, da die Kliniken nicht bereit sind, sich auf sie einzulassen. Dass häufig gebrachte Argument der fehlenden Ausstattung und Barrierefreiheit wirkt eher wie eine Ausrede, als ein wirklicher Hinderungsgrund, da S. je keine besonderen baulichen Maßnahmen oder dergleichen benötigt, um an Therapien teilnehmen zu können.
Bitte helft uns, unserer Freundin die Therapie zu ermöglichen, die sie braucht.
Jede Spende zählt, egal wie hoch sie ist. Wer nicht spenden kann und trotzdem helfen möchte, kann diesen Aufruf teilen. Auch das ist eine Hilfe.
Vielen Dank für das Lesen des Aufrufs und für jede Unterstützung!

