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Tim kämpft gegen Leukämie – wir kämpfen mit ihm
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„Ihr Sohn hat Leukämie.“
Diesen Satz werden wir wohl unser Leben lang nicht vergessen.
Unser Sohn Tim wurde am 13. Januar 2025 geboren. Im Dezember machte er gerade seine ersten Schritte. Er war neugierig, fröhlich und dabei, die Welt auf seinen eigenen kleinen Füßen zu entdecken.
Doch wenige Wochen später veränderte sich etwas.
Tim wollte plötzlich nicht mehr stehen. Was er gerade erst gelernt hatte, stellte er komplett ein. Zunächst schien es dafür harmlose Erklärungen zu geben – eine Reaktion auf eine Impfung, Fieber, das Zahnen. Doch Mama hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.
Sie ließ nicht locker.
Viermal waren wir deshalb mit Tim beim Kinderarzt. Schließlich bekamen wir eine Überweisung ins Krankenhaus.
Am 25. Februar 2026 wurde dort Blut abgenommen.
Und plötzlich ging alles sehr schnell.
Die Blutwerte waren so auffällig, dass noch am selben Tag die Diagnose feststand:
Unser 13 Monate alter Sohn hat Leukämie.
Nur etwa eine Stunde später waren wir mit Tim im Rettungswagen auf dem Weg zur KUNO Kinderklinik der Universitätsklinik Regensburg.
Heute wissen wir, dass Knochen- und Gelenkschmerzen zu den möglichen Symptomen einer Leukämie gehören können. Was damals damit begann, dass Tim plötzlich nicht mehr stehen wollte, bekam auf einmal eine völlig andere Bedeutung.
Von diesem Moment an war nichts mehr wie vorher
Tims Blutwerte waren sehr schlecht. Die Untersuchungen zeigten, dass sein Knochenmark nahezu vollständig von Leukämiezellen betroffen war.
Die ersten Tage waren geprägt von Untersuchungen, Transfusionen und großer Ungewissheit. Anfangs waren auch die Ärzte zurückhaltend, ob Tim einer Einstufung in die Hochrisikogruppe entgehen würde.
Aber Tim hat sich seitdem unglaublich gut gemacht.
Seit März wird er nach dem aktuellen Therapieprotokoll für Kinder mit akuter lymphatischer Leukämie behandelt. Inzwischen hat unser kleiner Mann bereits mehr als 30 einzelne Chemotherapien hinter sich – dazu zahlreiche Untersuchungen, Blutabnahmen, Transfusionen und viele Tage und Nächte im Krankenhaus.
Und der Weg ist noch nicht zu Ende. Die Behandlung einer Leukämie im Kindesalter erstreckt sich über einen langen Zeitraum. Auch wenn die besonders intensiven Therapiephasen irgendwann hinter ihm liegen werden, wird Tim noch lange weiterbehandelt und engmaschig kontrolliert werden müssen.
Doch zwischen all den Medikamenten, Blutwerten und Krankenhausaufenthalten gibt es auch Fortschritte, die für andere vielleicht klein erscheinen und für uns die Welt bedeuten:
Seit Juni läuft Tim wieder.
Ausgerechnet das, was Monate zuvor eines der ersten Anzeichen dafür war, dass etwas nicht stimmt, ist heute für uns ein sichtbares Zeichen dafür, wie weit er schon gekommen ist.
Heute dürfen wir deshalb mit deutlich mehr Hoffnung nach vorne schauen als noch an diesem 25. Februar.
Unser Familienleben seit der Diagnose
Während der gesamten Behandlung müssen wir Tim so gut wie möglich vor Infektionen schützen. Sein Immunsystem ist durch die Erkrankung und die Therapie stark belastet – ein Infekt, der für andere Kinder meist harmlos wäre, kann für ihn schnell gefährlich werden.
Dreimal am Tag messen wir seine Temperatur. Fieber bedeutet für uns nicht erst einmal abwarten, sondern kann bedeuten, sofort wieder in die Klinik zu müssen.
Deshalb findet ein normaler Alltag mit Tim momentan praktisch nicht statt.
Einkaufen, gemeinsam in ein Restaurant gehen, Veranstaltungen besuchen oder einfach spontan irgendwohin fahren – all das ist mit ihm nicht möglich. Wir meiden öffentliche Orte und den Kontakt zu fremden Menschen so weit wie möglich, um jedes vermeidbare Infektionsrisiko von ihm fernzuhalten.
Unser Leben spielt sich deshalb seit der Diagnose hauptsächlich zwischen unserem Zuhause und der Kinderonkologie in Regensburg ab.
Und Tim hat einen großen Bruder.
Auch er braucht Mama und Papa. Er braucht seinen Alltag, seine Freunde, Aufmerksamkeit und vor allem die Möglichkeit, trotz der Erkrankung seines kleinen Bruders weiterhin Kind sein zu dürfen.
Genau das macht unsere Situation als Familie zusätzlich schwierig.
Einer von uns begleitet Tim während seiner Krankenhausaufenthalte und Behandlungen, während der andere zu Hause für seinen großen Bruder da ist. Dann wechseln die Rollen wieder. Dazu kommen Ambulanztermine, Fahrten nach Regensburg, Medikamente und all die normalen Aufgaben einer Familie, die trotz allem weiterlaufen.
Unter diesen Umständen können wir derzeit beide nicht arbeiten.
Warum wir jetzt um Hilfe bitten
Die vergangenen sechs Monate haben wir versucht, diese Situation aus eigener Kraft zu tragen.
Wir haben von unseren Ersparnissen gelebt, weil für uns von Anfang an klar war, dass unsere beiden Kinder uns jetzt brauchen.
Wir wollten diese Zeit so lange wie möglich selbst überbrücken und haben lange gezögert, überhaupt um Unterstützung zu bitten.
Doch eine Leukämiebehandlung dauert nicht nur einige Wochen oder Monate. Vor Tim liegt noch ein langer Weg, und nach inzwischen einem halben Jahr gehen auch unsere finanziellen Reserven langsam zur Neige.
Deshalb tun wir etwas, das uns nicht leichtfällt:
Wir bitten um Hilfe.
Die Spenden sind nicht für einen besonderen Wunsch oder eine große Anschaffung gedacht.
Sie sollen uns schlicht dabei helfen, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, solange Tims Behandlung und die Betreuung unserer beiden Kinder es uns nicht ermöglichen, wieder in einen normalen Arbeitsalltag zurückzukehren.
Sie sollen uns ein Stück der finanziellen Sorge nehmen, damit wir unsere Kraft dort einsetzen können, wo sie im Moment am dringendsten gebraucht wird:
bei unseren beiden Kindern.
Wir wissen, dass nicht jeder etwas geben kann – und das erwarten wir auch nicht. Schon wenn ihr Tims Geschichte teilt, helft ihr uns sehr.
Jedem, der uns unterstützt, unsere Geschichte weiterträgt oder in den vergangenen Monaten an uns gedacht hat, möchten wir von Herzen Danke sagen.
Unser größter Wunsch lässt sich ohnehin mit keinem Geld der Welt erfüllen:
Dass Tim gesund wird, weiter auf seinen eigenen zwei Beinen durch die Welt läuft und irgendwann von all dem hier nur noch Geschichten erzählt bekommt. ❤️





