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Kein Kampf ist einfach, Familie im (un)Glück
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## Meine Geschichte – und warum ich eure Hilfe brauche
Hallo, ich bin Mario, 41 Jahre alt und selbstständiger Tontechniker. Einige, die diese Kampagne sehen, kennen mich, viele andere nicht. Eigentlich bin ich ein ganz einfacher Ehemann, Vater und Freund. Alles ganz simpel und unspektakulär. Was mache ich also hier?
Jeder hat in seinem Leben schon einmal Situationen erlebt, die nicht so schön waren: Unfälle, Rückschläge, Trennungen, Scheitern, Selbstzweifel, den Verlust des Jobs. Die Liste ist lang. Meistens schafft man es immer wieder, von allein aufzustehen, sich aufzuraffen und weiterzumachen. Entweder schafft man es allein oder mit der Hilfe von Freunden und Familie. Auch ich habe solche Situationen schon erlebt und mich immer wieder ins Leben zurückgekämpft.
Ich versuche hier nicht, eine Biografie zu verfassen oder mit Metaphern um mich zu werfen. Ich möchte euch nur kurz erklären, wie es zu der Situation gekommen ist, in der ich nun wirklich Hilfe benötige.
## 2024 – Ein Jahr, das vieles mit mir vorhatte
Ich werde zum ersten Mal in meinem Leben Vater. Ich freue mich auf dieses Erlebnis und kann kaum in Worte fassen, welche Gefühle mich damals überwältigt haben. Ich habe jeden Tag der Schwangerschaft mitgefiebert und jede Entwicklungsstufe des Babys wie ein kleines Kind verfolgt, das zum ersten Mal einen großen Traktor sieht.
Ich war gespannt auf den Tag, an dem ich meinen Sohn Kaleo zum ersten Mal in den Armen halten würde. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als er direkt nach der Geburt seinen Kopf hob und mich und meine Frau Tiffany anschaute.
Das ist der schöne Teil der Geschichte. Nun kommt der schlechte Teil – der Moment, in dem sich dieses Jahr für mich grundlegend veränderte.
Nur zwei Wochen später fand eine Großveranstaltung im Westerwald statt. Ich war alleiniger Veranstalter und Organisator, mit all meinem Wissen, meinem Kapital und meinem Material.
Viele meiner Freunde wissen, wie diese Veranstaltung gelaufen ist. Sie war grandios, und jeder Besucher, der vor Ort war, konnte das miterleben. Es gab nur einen Knackpunkt: Es haben viel zu wenige Menschen an diesem besonderen Ereignis teilgenommen.
Nun stand ich da. No way back.
Diese Veranstaltung hat mich einen hohen fünfstelligen Betrag gekostet. Da war er: der Breakdown, den kein Mensch erleben möchte.
## 2025 – Kämpfen, arbeiten und weitermachen
Die finanziellen Folgen des Festivals sitzen mir im Nacken. Ich arbeite hart: 28 bis 31 Tage jeden Monat, Doppelschichten, Dreifachschichten, Montag bis Sonntag. Alles sitzt mir im Nacken: Gläubiger, Banken, Krankenkassen, Finanzamt. Die Liste ist lang.
Ich schaffe das. Ich mache immer weiter, mit einem Ziel vor Augen: Jeder bekommt sein Geld. Ich habe das selbst verbockt, und ich lasse niemanden auf seinem Geld sitzen.
Meine Frau steht jederzeit hinter mir. Sie ist stark und unterstützt mich mental. Sie gibt mir Rückendeckung. Sie leidet unter den Folgen meiner Fehler, aber sie bleibt an meiner Seite, kümmert sich um unseren Sohn und glaubt an mich. Jeden Tag.
Doch dann kommt der nächste Schicksalsschlag.
Ich bekomme morgens einen Anruf: „Bei dir ist eingebrochen worden.“
Mein Gesicht verlor jede Farbe. Man hat mein Lager leer geräumt. Alles war weg. Alles, was mir dabei hilft, meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Grauenvoll. Was mache ich jetzt? Aufstehen, weitermachen. Ich habe keine Alternative.
Ich war versichert, und ein Großteil wurde ersetzt. Ein weiterer, niedrigerer fünfstelliger Betrag blieb jedoch ungedeckt.
Ich habe keine Alternative. Ich mache weiter. Für meine Familie.
## 2026 – Endlich Licht am Ende des Tunnels
Noch immer bestimmt die Work-Work-Work-Balance meinen Alltag. Aber nicht mehr lange, dann habe ich es geschafft. Über die Hälfte habe ich bereits abbezahlt. Bald kann ich mich voll und ganz auf meine Familie konzentrieren und wieder ein normales Leben führen.
Ich bleibe optimistisch. Und das Schöne ist: Ich werde noch einmal Vater! Meine Frau schenkt mir ein weiteres Kind. Ich bin glücklich. Trotz der schweren Vorfälle gibt es ein wunderschönes Ereignis. Ich freue mich wie beim ersten Mal. Kaleo bekommt einen Bruder.
Das Jahr schreitet voran, und ich tue alles dafür, dieses Mal mehr erleben und mehr dabei sein zu können. Ich möchte nicht eine Woche nach der Geburt direkt wieder arbeiten müssen. Ich möchte die Zeit genießen und das Leben als vierköpfige Familie kennenlernen.
Kein Urlaub im Sommer, nur Arbeit. Meine Frau steht hinter mir, immer noch an meiner Seite. Jeden Tag, ohne Fragen, ohne Gejammer.
Der Monat rückt näher. Ich habe das ganze Jahr durchgearbeitet. Die freien Tage kann ich an zwei Händen abzählen. Ich habe mir drei Wochen freigehalten, um für meine Frau da zu sein – davor und danach.
## Der 2. Oktober 2026 – Unser kleiner Shay kommt zur Welt
Am 2. Oktober war es so weit: Der kleine Shay ist auf die Welt gekommen.
Er ist ein Geschenk. Ich bin überwältigt von Glücksgefühlen. Es ist nicht in Worte zu fassen. Jeder, der Vater wird, weiß, was für ein wundervolles Gefühl das ist.
Leider hatte Shay bei der Geburt mit seinem Blutzuckerwert nicht so viel Glück, weshalb er direkt auf die Intensivstation musste.
Meine Frau hatte schwere Geburtsverletzungen und musste in den OP. Ein Standardeingriff.
„Wir sind in 30 Minuten wieder hier oben“, sagte die Oberärztin.
„Ihren Sohn können Sie in einer Stunde auf der Intensivstation besuchen“, sagte die Ärztin der Intensivstation.
Okay, ich warte.
30 Minuten, 50 Minuten, 70 Minuten, 90 Minuten.
Dann kam die Oberärztin: „Ihrer Frau geht es gut. Alles ist super gelaufen, es hat leider etwas länger gedauert.“
Das ist die Kurzversion. Das Feuer im Krankenhaus und der nicht nutzbare Aufzug haben die Situation noch etwas spektakulärer gemacht.
Schließlich konnten wir zu unserem kleinen Sohn. Leider konnte er nicht mit auf unser Zimmer, aber wir konnten jederzeit in seiner Nähe sein und ihn besuchen.
Nach vier Tagen konnten wir nach Hause und unser Glück genießen.
**Das wäre eigentlich ein schönes Ende. Doch leider kommt es anders …**
## Dienstag - Keine 24 Stunden zu Hause – und der nächste Schicksalsschlag
Keine 24 Stunden nach unserer Rückkehr musste ich meine Frau in die Notaufnahme bringen.
Extremer Juckreiz, Ausschlag am ganzen Körper und Fieber.
Diese Angst in ihren Augen und mein Gefühl der Sorge – etwas, das ich so noch nicht erlebt hatte.
Die Oma kommt und passt auf die Kinder auf. Ich fahre ins Krankenhaus.
Ratlosigkeit, Medikamente, Infusionen …
Sie hat eine allergische Reaktion auf Penicillin. Bei der Geburt hatte sie ein Präparat verabreicht bekommen, das Penicillin enthielt.
### Mittwoch – Der nächste Morgen
Ich fahre zu ihr. Ihr Körper ist weiter angeschwollen, alles juckt, überall ist Ausschlag. Meine Frau hat Angst. Ich auch.
Die Ärzte überlegen, was sie tun sollen. Alles ist ungewiss.
### Donnerstag – Die Verlegung ins Geburts-Krankenhaus
Meine Frau wird in das Krankenhaus verlegt, in dem sie entbunden hat – dorthin, wo alle Hinweise auf ihre Allergie „übersehen“ worden sind. Die Allergie war überall vermerkt: im Mutterpass und im Aufnahmebogen (und auch persönlich im Vorfeld)
Ich bin kein Arzt und möchte auch keine fachlichen Kenntnisse infrage stellen. Aber diese allergische Reaktion hat eine Kettenreaktion in ihrem Körper ausgelöst und weitere Entzündungen hervorgerufen.
## Was nun ist …
Meine Frau ist seit dem 2. Oktober erneut Mutter geworden. Seitdem hat sie unseren neugeborenen Sohn nur stundenweise gesehen.
Seit er auf der Welt ist, konnte meine Frau ihr Kind aufgrund der Schmerzen nicht länger als 30 Minuten an ihrem Körper halten. Sie ist von ihm getrennt.
Unseren großen Sohn hat sie seit dem Tag, an dem sie zur Einleitung ins Krankenhaus kam (28.09.2026), nur dreimal gesehen. Sie ist seit fast zwei Wochen von ihm getrennt.
Sie hat das Stillen wegen der Schmerzen und vor allem wegen der Medikamente eingestellt. Sie kann nicht bei ihrem Säugling sein. Nicht, weil sie selbst daran schuld ist …
## Jetzt bin ich dran
Jetzt bin ich für sie da.
Sie wird noch Wochen im Krankenhaus bleiben müssen – länger, als ich mir freigehalten habe. Ich bin der Alleinversorger unserer Familie.
Ich kümmere mich um die Kinder. Ich kümmere mich um meine Frau. Ich versuche alles Erdenkliche, um ihr zur Seite zu stehen, bis sie irgendwann wieder zu Hause ist.
Dann wird der Teil kommen, der die Allergie und die Entzündungen übertreffen wird: die seelische Belastung meiner Frau.
Sie wurde von ihrem Säugling und von ihrem ersten Sohn getrennt. Wir waren voneinander abgeschottet. Sie wird meine Hilfe brauchen, um das alles zu verarbeiten.
Ich möchte meine Frau so unterstützen und an ihrer Seite stehen, wie sie mich in den letzten Jahren unterstützt hat.
Dafür benötige ich Hilfe.
Allein schaffe ich das nicht mehr.
Ich habe die letzten zwei Jahre gekämpft und gehofft, dass alles besser wird. Doch nun muss ich mir eingestehen: Ohne fremde Hilfe schaffe ich das nicht.
Ich bin ein Mensch, der immer gerne gibt, gerne hilft, gerne unterstützt und „da ist“, wenn man ihn braucht.
Nun hoffe ich, dass mein Karmakonto der letzten Jahre ausreicht, um mir dabei zu helfen, an der Seite meiner Frau und meiner Kinder zu sein.
Ich danke euch schon jetzt für jeden noch so kleinen Beitrag. ich benötige die Spende um die laufenden Kosten der Firma und des Hauses sowie alle Nebenkosten der nächsten 6-8 Wochen abzudecken.
**Danke!**
Mario
